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Digitalnomade

Und schon wieder eine Blogparade. Hatte ich schon gesagt, dass ich Blogparaden liebe?

Diesmal geht es um #kopföffner Ein schönes Wort. Und da wir uns alle mit der Zukunft beschäftigen sollten, hoffe ich, denke ich, dass wir zu diesem Thema auch etwas beitragen können. 

Nachdem wir schon seit zig Jahren selbständig waren und sind; Achim und ich jeweils alleine und jetzt zusammen, haben wir alles durchgespielt: Homeoffice, externes Büro und jetzt eben mobiles Büro. 

Ich erzähle Euch heute einfach mal, wie wir das machen. Was für Geräte haben wir? Und welche Hilfsmittel und Apps nutzen wir für unsere tägliche Arbeit? Mobiles Büro heißt auch fast papierlos. Wir können nicht auch noch Aktenordner und Ablagefächer oder Postkörbe mit uns rumschleppen. Deswegen ist unser Papierverbrauch fast null.

Aber von vorne:

Mein wichtigstes Arbeitsgerät ist mein Smartphone. Ich nutze es tagsüber sehr viel und auch unterwegs bei Fotoshootings. Ich lese Mails, informiere mich auf Twitter und kommuniziere über WhatsApp. Hier richten wir meistens mit Kunden Gruppen ein, um uns schneller abstimmen zu können. Weil ich das Smartphone immer schnell zur Hand nehmen können muss, habe ich lange nach einer vernünftigen Halterung gesucht und auch eine gefunden. Nun habe ich das Gerät immer umhängen. Ich kann es schnell zücken, um ein Foto zu machen oder etwas nachzuschlagen. 

Wenn ich irgendwo etwas interessantes sehe oder in einer Zeitschrift etwas lese, dann mache ich davon ein Foto. Ist es eine Webadresse, öffne ich sie und schaue, ob ich mir diese Seite merken muss. Dann kommt der Link in Google Notizen. Ist er auch für andere interessant, verschicke ich ihn. Oder ich tweete ihn, wenn ich glaube, dass das noch mehr Leute interessieren könnte.

Buchhaltung

Für die Buchhaltung nutzen wir Scanbot. Hiermit können wir Belege sehr gut erfassen und sie werden bei uns sofort in GoogleDrive geladen. Von dort kann die Buchhalterin sie einsehen oder sich herunterladen. Weiterhin nutze ich noch Numbers, um verschiedene Statistiken zu erstellen. Hier tippe ich meistens die Beträge einfach ab und füge sie in Tabellen ein. 

Die vorbereitende Buchhaltung erledige ich am iPad. Hier liebe ich den Splitscreen. So kann ich mir zwei Dokumente nebeneinander legen und sie abgleichen. Zum Beispiel, ob für alle Buchungszeilen die Belege vorliegen. Leider funktioniert der Stift nicht auf jedem Dokument und da man keine zwei Dokumente aus einer App nebeneinader legen kann, behelfe ich mir oft mit einem Screenshot, den ich anschließend wieder lösche. 

Arbeitsalltag

Google Maps sagt uns hoffentlich, wo wir unterwegs etwas einkaufen können oder etwas reparieren lassen können. 

Während meiner Arbeit als Non-Mystery-Guest erfasse ich meine Beobachtungen in einer einfachen Pages Tabelle, die ich als Vorlage gespeichert habe. Es gibt zwei Spalten. Eine für das Foto und die zweite für meine Anmerkungen. 

In Besprechungen nutze ich die App Notizen. Ich hatte gehofft, dass ich das iPad wie einen Notizblock nutzen könnte und einfach etwas mit dem Stift notieren könnte. Entweder schreibe ich so komisch oder ich habe noch nicht die richtige App gefunden. Ich mag nicht, dass sie meine Schrift ändern und auch die Anordnung verändern. Meistens reichen aber ein paar Stichworte aus.

Selbst wenn wir zum Beispiel Arbeitspläne in Papier ausgehändigt bekommen, fotografieren wir sie ab, weil man so besser Informationen untereinander austauschen kann. 

Visitenkarten oder Flyer, die wir ausgehändigt bekommen, werden auch abfotografiert bzw. mit Scanbot erfasst. Leider lässt die Texterkennung hier noch zu wünschen übrig sonst könnte man sehr gut nach Kontakten suchen.

Administration

Zur Akquise und Auftragsbearbeitung nehmen wir seit Neuestem Tapforms. Hier können wir alles wichtige zu Kunden und eventuellen Neukunden notieren. 

Wichtige Belege scanne ich auch mit Scanbot und diese werden auch in GoogleDrive abgelegt. Die Papierversion hebe ich zusätzlich noch auf. Dafür habe ich zwei sogenannte Frösche (die sind leider aus Plastik – gibt es da inzwischen was umweltfreundlicheres?). Auf einem hefte ich die geschäftlichen Belege ab und auf dem anderen die privaten. Dazu habe ich einen sehr kleinen flachen mobilen Locher. 

Papier

Manchmal bekommen wir bei einer Schulung oder bei einem Barcamp einen Notizblock geschenkt. Wenn ich diese nicht weiter verschenke, nutze ich sie selber. Ich habe einen Bleistift, einen Kugelschreiber und einen Tintenfüller dafür. Einige Postkarten, die wir auch mal geschenkt bekommen oder gratis Postkarten habe ich auch dabei. Genauso bekommt man manchmal z.B. beim Arztbesuch einen Briefumschlag mit ausgehändigt. So habe ich immer einen parat, falls ich mal etwas verschicken muss. Einige Büroklammer, die man auch mal bekommt, ergänzen mein Büro. Eine Rolle Klebeband gibt es noch und ein paar Sichthüllen

Geräte

Ich nutze ein iPhone mit Halterung und ein iPad Pro mit Standfuß und externer Tastatur.

Achim hat inzwischen wieder einen iMac und nutzt dazu eine externe Tastatur sowie ein Wacom Tablet mit Stift für die Fotobearbeitung. Dazu gesellen sich ein paar mobile Festplatten und eine Kabelkiste. Als Backup werden die Fotos auf einer zweiter Festplatte gespiegelt, die wir ab und zu an Freunde schicken.  Achim hat auch noch einen Laptop und ein iPhone. 

Wir haben immer einige Mehrfachstecker dabei und eine ganze Sammlung an Ladekabeln.

Damit wir mit allen Geräten auch immer online sein können, haben wir einen mobilen Router und mittlerweile eine beachtliche Sammlung an SIM-Karten aus verschiedenen Regionen/Ländern von unterschiedlichen Anbietern.

Vorteil

Wir sparen Unmengen an Papier oder Druckerpatronen und Plastik. Das gesamte Büro ist innerhalb weniger Minuten transportfähig und kann überall dort aufgebaut werden, wo es einen Schreibtisch und WLAN gibt.

Nachteil

Mit der ein oder anderen Institution oder Kunden gibt es Diskussionen, weil partout auf Papier beharrt wird und zum Beispiel eine Rechnung als PDF nicht akzeptiert wird. Etwa zwei Mal pro Jahr müssen wir tatsächlich etwas ausdrucken. Das geht dann meistens beim Kunden oder im Hotel. Ab und zu müssen wir auch etwas per Post verschicken. Es ist zeitaufwendig, entsprechende Apps oder Anbieter zu suchen, die digital funktionieren. 

Fazit

Es geht. Man kann eine Firma von einem mobilen Büro aus führen. Einiges spart viel Zeit, anderes ist etwas mühsamer. Aber Ressourcenverbrauch ist außer Strom sehr gering. 

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Social Media

Ich liebe Blogparaden und ich schreibe gerne, also ist es klar, dass ich an der 👉 Blogparade übers Schreiben 👈 teilnehme. 

Danke Stephanie Müller für die Idee und fürs Organisieren.

Da mir jetzt nicht auf Anhieb ein Thema zum Schreiben eingefallen ist, antworte ich sehr gerne auf die Fragen. Es ist ja auch interessant, zu lesen, was die anderen so geantwortet haben.

Los geht's:

◦ Was schreibst du? (Emails, Romane, Blogposts, Essays…?)

Puh! So gesehen schreibe ich ziemlich viel. Zunächst natürlich E-Mails für die eigene Firma, aber auch privat. Dann schreibe ich ziemlich viel für Social Media. Aber auch Blogposts. Und das gleich für verschiedene Blogs. Zunächst haben wir unseren eigenen Unternehmensblog hier auf der Website. Dann schreibe ich auch Gastblogbeiträge für unsere Kunden. Und ich habe noch einen privaten Blog für alles, was mich interessiert.

Und schließlich habe ich in den letzten zwei Jahren ein Buch geschrieben über unsere Erfahrungen in Hotels und Ferienwohnungen mit vielen Tipps für Vermieter . 👉 “Bisher hat sich noch keiner beschwert.” 👈 Das war eine sehr interessante Erfahrung. Gerne würde ich noch mehr Bücher schreiben. An Themen mangelt es mir nicht.

◦ Wie sieht für dich der perfekte Schreibtag oder die perfekte Schreibsession aus?

Perfekt ist es, wenn es fließt. Wenn die Buchstaben und Wörter nur so aus den Fingern laufen. Gut, dass ich in meiner Ausbildung das Zehn-Finger-System gelernt habe. So kann ich fast so schnell tippen wie ich denke.

Ich brauche aber Ruhe zum Arbeiten. Ablenkungen durch Geräusche oder viel Bewegung drumherum stören mich. Ansonsten sitze ich sehr sehr gerne draußen und arbeite dort. 

◦ Was motiviert dich zum Schreiben?

Auf jeden Fall motiviert mich ein Thema oder eine Idee. Wenn ich einen Einfall habe, dann geht alles recht schnell. Dann setze ich mich hin und los gehts. Da muss ich gar nicht lange überlegen. 

◦ Was ist die größte Herausforderung beim Schreiben?

Der Druck von einem Abgabetermin ist sicherlich eine große Herausforderung. Sei es einer von außen, weil ich einen Gastbeitrag schreibe, aber auch der innere Druck ist sehr groß. ‘Ich muss noch den Blogbeitrag von letzter Woche fertig machen.' 

Wenn die Idee oder der rote Faden fehlt, dann ist das auch schwer. Wenn ich keine Themenvorgabe habe oder überlege, was bei unserem letzten Kundenauftrag das Thema war, über das ich schreiben kann und auch gleich einen Mehrwert für die Leser bieten kann, dann werde ich oft unrund. Ich habe mir vorgenommen nicht einfach nur über unser Arbeit zu bloggen sondern auch noch gleich Tipps für die Leser mit einzubauen. Also, was wir aus dem Auftrag gelernt haben, so dass andere davon profitieren können. Das dauert manchmal Tage. Und dann – plopp – plötzlich wird alles klar und der rote Faden ist da oder das Thema ist klar. 

◦ Beim Schreiben muss ich unbedingt dabei haben: ….

Da wir minimalistisch unterwegs sind, brauche ich da nicht viel. Wie oben schon geschrieben, brauche ich ein nettes Plätzchen und Ruhe.

◦ Stift und Papier, Laptop, Tablet oder Diktiergerät? Wie schreibst du?

Ich versuche seit einiger Zeit ausschließlich mit dem iPad auszukommen. Ich habe einen Metallständer für das Pad und eine externe Tastatur. Ich schreibe gerne offline vor, weil oft das WLAN schwankt und da habe ich schon öfter ganze Textteile verloren. Jetzt nutze ich die App Baer. Damit komme ich gut zurecht. 

Ich habe auch schon versucht, auf dem iphone ein Blogpost zu diktieren, aber da stört mich der Sprech- oder Gedankenfluss, weil ich an Satzzeichen und Absätze usw. denken muss. Wenn ich in einem durch spreche, dann muss ich nachher sehr viel korrigieren, was wieder zeitaufwendig ist. Aber, wenn es nicht anders geht, würde ich es wieder machen.

◦ Bist du Mitglied in einer Schreibgruppe? Was bringt dir eine Schreibgruppe?

Noch bin ich nicht in einer Schreibgruppe. Ich könnte es mir aber vorstellen. Ich war mal bei den Ironbloggern dabei und habe die Regionalgruppe Steiermark betreut. Das war eine tolle Sache. Wenn es also eine virtuelle Gruppe wäre, dann wäre ich wieder dabei. Lokal kann ich aufgrund unserer vielen Reisen leider nicht mitmachen. 

Vielleicht sollte ich mal schauen, wo es überall Gruppen gibt und ab und zu mal, wenn es am Weg liegt, dazu stossen. So etwas könnte ich mir auch gut vorstellen. 

#schreibenüberdasschreiben

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Social Media

Wir haben einen mehrtägigen Social Media Kurs für Vermieter kreiert und diesen jetzt bereits einige Male halten können. Dabei tauchen immer wieder ähnliche Fehlannahmen über Social Media auf. 

Unser Workshop ist so aufgebaut, dass wir nicht explizit erklären, wo man hinklicken muss, um ein Bild in Instagram hochzuladen, oder um einen Tweet zu beantworten. Sondern wir kümmern uns eher, wie sonst bei unserer Arbeit auch, um die Perspektive.

Warum mache ich Social Media? Brauche ich das? Passt das zu mir? Oder kann ich mich entscheiden, in dem Bereich gar nichts zu machen? (Ja wir haben auch absolute Social Media Ablehner im Kurs, weil sie hier Fragen stellen können und sich auch dagegen entscheiden können)

Wie sonst bei unserer Arbeit auch, haben wir viel Zeit eingeplant. Wir machen viele Übungen in Einzelarbeit und Gruppenarbeit. Und zwischen den Workshoptagen liegen einige Tage zum reflektieren, aber auch, um Aufgaben zu erledigen.

Die größten Diskussionen und Aha-Effekte gibt es dabei immer an den gleichen Stellen. Deswegen habe ich hier mal einige herausgegriffen.

1.  Social Media ist tolle Werbung

Ja, aber… Oder besser Jein. Wer Social Media wie einen Werbekanal betreibt, wird schnell bemerken, dass es nicht funktioniert. Ich kann dort aber hervorragend mich und meine Unterkunft darstellen und Geschichten über mich und die Region erzählen. Plumpe Werbung ist verpönt und wird gar nicht erst angenommen. Sprich man bekommt keine Follower und keine Interaktionen.

2.  Ich rede lieber mit meinen Gästen

Überraschung: Social Media ist Kommunikation! Es ist nämlich keine Einbahnstraße, bei der ich meine Angebote raushaue und dann den Computer wieder zuklappe. Social Media hat einen Rückkanal und die Gäste können über diesen Weg mit mir kommunizieren. Dieser Rückkanal wird sehr gerne übersehen und so dümpeln Rückfragen oder sogar Buchungsanfragen unbeantwortet im Eingang herum. 

Das Gespräch kommt aber eher in Gang, wenn man miteinander redet, statt den anderen mit seiner Werbung zu überrumpeln. Wer seine Freunde immer nur anruft, um sie zu einer Verkaufsparty einzuladen, wird irgendwann ein paar Freunde weniger haben. 

3.  Muss ich auf Instagram?

Ja, wenn Deine Zielgruppe da ist. Auch diese Frage kommt in jedem Kurs. Alle sind jetzt auf facebook oder Instagram (oder wahlweise etwas hier einsetzen). Muss ich das auch machen? 

Da es um Gespräche geht (s. Punkt 2) und nicht um Werbung (s. Punkt 1) kommt es darauf an, wo Deine Zielgruppe ist oder wo Dein Wunschkunde ist.

Allerdings ist dies eine der größten Hürden. Obwohl uns fast alle bestätigen, dass sie ja sehr gerne mit dem Gast reden, schafft es kaum jemand, einfach mal im Gespräch mit dem Gast kurz nachzufragen, ob der denn auch auf facebook ist oder auf welchem Kanal er denn gerne mit mir in Verbindung bleiben möchte.

Irgendwie wird die unbewusste innere Ablehnung hier auf das Gespräch übertragen und man will den Gast mit diesem Zeug nicht belästigen. Weil der findet das bestimmt auch doof und will davon nix wissen und nix hören. 

4.  Da wird nur unwichtiges und falsches verbreitet

Das wird auf einem Stammtisch auch gemacht. Nur da bekommen es nicht so viele mit. Und Smalltalk ist jetzt auch nicht so unbedingt die beste Informationsquelle. 

Hier sind wir beim nächsten großen Knackpunkt. Wer sein Alleinstellungsmerkmal (USP) nicht kennt und für sich seine Werte nicht definiert hat, tut sich schwer, sich in einem Blog oder auf Social Media zu äußern. Werbung geht da viel leichter von der Hand. 

Dabei wird es immer und immer wieder bestätigt: Der Mehrwert zählt! 

Wer seine Werte und seinen USP nicht kennt, tendiert dazu, selber nur unwichtiges zu verbreiten. Allerdings kann man das schnell ändern. Aus “hier unsere Balkonblumen” könnte doch ein “wir beziehen unsere Balkonblumen übrigens immer von einer kleinen nachhaltigen Gärtnerei aus dem Nachbarort” werden. 

5.  Ich weiß nicht, was ich da schreiben soll

Eine Stelle in unserem Workshop, die ich liebe. Hier streifen wir die Augenklappe der Betriebsblindheit ab und erstellen Listen mit möglichen Themen. Unglaublich, was da oft so in einem Nebensatz fällt und woran man dann anknüpfen kann. Da erwähnt die Chaletbesitzerin, dass sie ein totaler Bücherwurm ist und es in ihren Chalets schöne Schmökerecken gibt. Da werden wir hoffentlich bald tolle Buchbesprechungen lesen. 

Natürlich sagt das nichts darüber aus, dass mein Haus Boxspringbettern in jedem Zimmer hat. Aber mal ehrlich: die ganzen Fakten gibt es doch woanders zu sehen. Bei Social Media geht es um den ganzen Rest. (s. Punkt 4)

6.  Das ist so zeitintensiv

Tja, das sind Gespräche auch. Eine Teilnehmerin hat uns gestanden, dass sie oft auf heißen Kohlen steht, wenn sie mit einem Gast quatscht, weil eigentlich andere arbeiten anstehen oder sie Brot im Ofen hat. 

Ja, Social Media braucht Ressourcen. Deswegen sollte man vorher genau überpüfen, auf welchen Kanal man setzen möchte. Wo ist die Zielgruppe oder der Wunschkunde? Denn Zeit ist Geld. Wer sich für einen der Social Media Kanäle entscheidet, sollte sich regelmäßig Zeit dafür nehmen und für die Gäste da sein. Fragen beantworten und sich für die Interaktionen bedanken muss einfach sein. 

Das klassische Zeitmanangement gilt auch hier: Wenn man keine Zeit dafür hat, dann hat das keine Priorität.

Unser Tipp ist: Social Media an vorhandene Rituale anhängen. Ihr trinkt nachmittags immer eine Tasse Kaffee? Dann postet zu der Zeit und beantwortet anschließend alle Kommentare, Likes und anfragen. So kann man neue Gewohnheiten besser ritualisieren. 

7.  Meine Gäste sind da nicht

Auch nicht bei WhatsApp? Bingo! Viele Menschen, die behaupten, sie haben mit Internet und Social Media absolut nichts am Hut, bedienen WhatsApp wie Ihren Kühlschrank. Mit absoluter Selbstverständlichkeit. Vielleicht ist das ja dann der Kommunikationskanal mit dem Gast? Auch auf die Gefahr hin, uns zu wiederholen: Fragt nach! Und wenn es WhatsApp ist, dann nutzt WhatsApp Business auf. Hauptsache Ihr kommuniziert mit Euren Gästen.  

8.  Ich will das alles nicht

Dann lass es sein und kommuniziere das auch so. Vielleicht ziehst Du damit Gleichgesinnte an. Es gibt schon genügend Detox-Unterkünfte und Urlaube. Dann sei einer davon und werde zum Handyfreien Hotel. Auch gut. Wenn es konsequent gemacht ist. 

9.  Ich möchte nur das Schöne zeigen

Ja, da sind wir wieder bei der Werbung. Diese Diskussion kommt immer auf, wenn wir über Baustellen reden. Viele zeigen uns ihre Fotos vom Umbau. Wir sagen dann, dass das sein super Thema für Social Media ist. Die Angst, den Gast zu verlieren, ist hier sehr groß. Es gibt da allerdings gleich mehrere Gegenargumente: Der Gast erfährt es sowieso. Entweder, weil er vor Ort ist. Oder er sieht es, wenn andere Gäste auf Social Media davon berichten. Oder der Handwerker ist so stolz auf sein Werk, dass er es bei sich postet, die Baustelle kommt so oder so ans Licht. Dann doch besser gleich selbst darüber berichten.  Das ist ehrlich und authentisch. Die Gäste, die nicht buchen, weil sie Angst haben, dass die Baustelle nicht rechtzeitig fertig wird, können dann mit eigenen Augen jeden Tag verfolgen, wie weit die Arbeiten schon fortgeschritten sind. Das ist doch toll, oder? 

10.  Und wie fang ich jetzt an?

Am besten mit Fotos. Der schwierigste Punkt, ist daran zu denken, ein Foto zu machen. Bei der Baustelle macht es eigentlich schon jeder, weil es so beeindruckend ist, was das in kürzester Zeit geschaffen wurde. Aber ab sofort von allen Schritten Fotos zu machen, ist eine Herausforderung. Ich hab gestern meine neuen Terrassenmöbel geliefert bekommen. “Und? Hast Du ein Foto davon gemacht?” Args! Nun gut. Beim Beispiel Terrassenmöbel kann man diese auch noch fertig aufgestellt zeigen. Aber andere Vorkommnisse sind dann schon wieder weg. 

Der Shopblogger hat an alle seine Mitarbeiter die Anweisung gegeben: “Egal, was passiert. Immer erst mal ein Bild machen.” Egal, ob eine Palette Bier umkippt oder ein Kunde die Eiscreme in die Fleischtheke gestellt hat. Erst ein Foto machen, dann aufräumen. 

Also los! Fotos machen! Ein Smartphone hat heute fast jeder dabei. Und damit kann man schon ganz viel erfassen. Eurer Themenliste habt Ihr. Euren USP und die Werte kennt Ihr. Und Ihr wisst, wo Eure Zielgruppe oder Euer Wunschkunde zu finden ist. Dann los!

Ach ja! Ihr könnt nichts falsch machen. Wenn Ihr Euch vertut, verschreibt oder etwas vergesst. Man kann fast alles wieder weglöschen oder bearbeiten. Oder in einem Nachfolgepost korrigieren. Und am Anfang, wenn man noch nicht so viele Leser oder Follower hat, dann geht das ja nicht gleich an zigtausend Leute. Eventuell hat es noch gar keiner gesehen. Also traut Euch!

Viel Spaß und viel Erfolg!

Falls Ihr an unserem mehrteiligen Workshop interessiert seid, meldet Euch! 

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Produkte

Wer das schon immer mal wissen wollte, kann dies bei der Residenz am Schloss nachlesen. Dort haben wir den ersten Teil einer Meurer-Woche absolviert. Der Zweite folgt aus terminlichen Gründen noch.

Aber schon die ersten drei Tage der Woche zeigen eines sehr deutlich. Unser Einsatz ist immer intensiv:

Nach drei Tagen – in denen wir nicht die Zeit gefunden haben zu berichten – sind Monika und Achim wieder abgereist und haben uns ein symbolische große Schatzkiste mit ihren verschiedensten Eindrücken aus der derzeitigen digitalen und realen Residenz-Welt hinterlassen, sowie einen großen bunten Blumenstrauß voll mit neuen Ideen und hoffentlich vielen schönen Fotos.

Wie hier sehr schön beschrieben, betrachten wir bei unserer Arbeit das große Ganze, aber auch die vielen kleinen Details. Und wir stellen ganz viele Fragen. Beim Reden spüren wir die kleinen Neben- und Randbemerkungen auf. Oftmals deuten diese genau auf die Einzigartigkeit der Unterkunft oder der Inhaber hin. Nebenbei werden gerne mal die versteckten Kleinode erwähnt. Oder die verborgenen Wünsche. 

Wir hören genau hin.

Weil wir die Zeit dafür haben. Wir sind so lange vor Ort und in die Tagesabläufe eingebunden, dass wir sehr viel Gelegenheit haben, uns umzusehen und zu spüren. Wie fühlt es sich an, hier Gast zu sein? 

Aber wir halten nicht nur die Ohren offen. Auch die Augen. Bei der Fotografie ist es genau so. Hier schauen wir ganz genau hin. Und hinterfragen, was ins Bild soll. Was möchte man nach draußen tragen und präsentieren? 

All diese Kleinode nehmen wir auf und legen sie – wie so wunderschön beschrieben – in eine Schatzkiste. Aus der kann sich dann unser Kunde nach belieben bedienen. Ein reicher Schatz an Rückmeldungen, Beobachtungen, Antworten, Diskussionen, Erfahrungen und Emotionen. Da kommt ganz schön was zusammen. 

… und wir können euch sagen, neben der Anstrengung hat der Spaß an der Arbeit und die schon zu spürende Freude auf das Ergebnis eine sehr große Rolle gespielt. Dafür und für die wirklich sehr ansprechenden Fotos, die sich auf das Wesentliche konzentrieren, sagen wir  Monika und Achi Meurer ein ganz herzliches Dankeschön.

aus: Residenz-Blog

Weiterdenken

Das erlebte und erarbeitete bleibt aber nicht in der verschlossenen Kiste. Sondern wir spinnen es weiter. Durch unsere jahrelange Erfahrung haben wir schon so viele verschiedene Konzepte und Dinge kennen gelernt, dass wir immer etwas zum Anknüpfen haben. Oder wir entwickeln gleich neue Ideen. Einen ganzen bunten Blumenstrauß voll.

Was davon alles aufgegriffen, umgesetzt und verändert wird, bleibt Euch überlassen. Wir liefern den neuen Blick. Die andere Perspektive. Sei es die aus der Gästesicht. Oder die Kameraperspektive. 

Wer sich auch einen solchen erhellenden neuen Blickwinkel wünscht, kann uns gerne buchen. Meldet Euch einfach. 

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Hinter den Kulissen

Abgesehen von den fototechnischen Feinheiten, gab es auch einiges rund um das Stirnlampenfoto zu bedenken, zu beachten und zu planen.

Wie beim Bikebrennen oder bei den Herz-Jesu-Feuern, gibt es keine weiteren Chancen. Na gut, die Läufer hätten fürs Foto nochmal den Berg rauf und für die Kamera ein weiteres Mal wieder runter laufen können. Aber auch nicht unbegrenzt und auch sicher nicht mit großer Begeisterung. Schließlich sind es keine bezahlten Models gewesen, sondern Teilnehmer an einem Techniktraining. Und die Strecke war abschüssig und da muss man sich im Dunkeln schon sehr konzentrieren. Also hatten wir eigentlich nur eine Chance!

Destinationsfotos vs. Sportfotos

Im Vorfeld haben wir uns erkundigt, wo die Laufstrecke entlang führen wird. Bei Destinationsfotos geht es nicht allein um das dargestellte Thema, sondern ganz besonders auch darum, dass man sieht, wo etwas stattfindet. Sportliche Fotos von Läufern sind das eine. Zeigen, wo die Läufer gerade entlang laufen, das andere.

Die Location

Die Strecke bekamen wir vom Veranstalter. Ortskundige sind hier klar im Vorteil und kennen schon die schönsten Ecken. Da bekommen wir dann die ersten Vorschläge und Tipps. Wichtig ist auch, dass wir dahin kommen. Was nützt das schönste Setting, wenn wir es nur mit einem 5stündigen Fußmarsch erreichen, um dan fünf Minuten festzuhalten. Da stimmt die Relation zum Aufwand nicht. 

Begehung

Als nächstes folgt die Begehung. Hinfahren und angucken. Es hilft nichts. Mann muss vor Ort gewesen sein, um überprüfen zu können, ob es funktioniert und so aussehen wird, wie man es sich vorstellt bzw. wie der Auftraggeber es wünscht. Schließlich kann es sein, dass gerade an dieser tollen Stelle eine Baustelle ist, kurz vorher Holz gerodet wurde oder durch den Regen vom Vortag dort eine Schlammschlacht statt finden würde.

Probefotos

Vor Ort machen wir immer Probefotos. Hier war es wichtig, dass die Läufer nicht auch die Landmarke verdecken. Also musste ich als Dummie herhalten und einen Läufer simulieren. Und da es ein Stirnlampenlauf war, musste ich auch irgendwie eine Lampe simulieren. Wofür hat das Smartphone eine Taschenlampenfunktion? Damit man sie anschalten und sich vors Gesicht halten kann?! 

Abstimmung

Das Probefoto wird anschließend mit dem Auftraggeber abgestimmt. Wenn es nicht passt, wird ein neues gemacht mit einer anderen Perspektive, bis alle Beteiligten zufrieden sind, was manchmal mehrere Abstimmungsläufe braucht. Und hier wird in der WhatsApp-Gruppe auch heftig diskutiert. Aber am Ende sollen alle zufrieden sein. Der Fotograf mit dem Foto. Schließlich steht sein Name darunter und die Destination muss sich darin wiedererkennen und damit werben wollen. 

Beteiligte Personen

Mitunter müssen noch weitere Personen mit in den Abstimmungsprozess integriert werden. Hier war es der Trainer, der die Gruppe geleitet hat. Natürlich muss er auch wissen, dass Fotos gemacht werden, dass da Leute an der Strecke stehen und wo. Und die Teilnehmer mussten schließlich auch informiert werden. Schön ist es, wenn sich die Beteiligten auskennen und auch in Bildern denken. In diesem Fall waren wir sehr glücklich, weil sich Peter Schlickenrieder fast jeden Tag mit dem Thema befasst, sich gut auskennt und mitdenkt. Wenn von der Seite dann noch gute Vorschläge kommen, ist es für uns auch wichtig. 

Experten

Wir können uns nicht in jedem Thema auskennen und brauchen Hinweise von Experten. Zum Beispiel sollten wir keine falsche Lauftechnik zeigen, die eventuell gesundheitsschädlich ist. Oder falschen Stockeinsatz oder gar das falsche Tragen einer Stirnlampe. Hier sind wir dankbar für jeden Tipp. 

Sonnenstand

Eine App für den Sonnenstand ist wichtig. Wir brauchten ein Foto, bei dem die Stirnlampen zur Geltung kommen, man aber auch sieht, wo es ist. Dafür mussten wir wissen, wann die Sonne an der Stelle untergeht und wann es Dunkel wird. 

Kontaktdaten

Die Telefonnummern von den Beteiligten sind ebenso wichtig, damit man abklären kann, wann wo etwas passiert. Die Läufer kamen von einem Treffen zum Abendessen auf einer Hütte. Wir mussten also wissen, wann sie an der Hütte weglaufen. 

Zeitpuffer

Am Shootingtag waren wir schon eine halbe Stunde früher an der Location. Es kann ja immer noch etwas dazwischen kommen oder sich ändern. Hier war es tatsächlich so, dass der Bauer seine Kühe auf die Weide gebracht hatte und dafür Elektrozäune gespannt hat. Die waren beim Probefoto noch nicht da gewesen. Für die Aufnahme hat es aber keinen Unterschied gemacht. 

Aufbau

Wir haben alles aufgebaut. Nochmal die Perspektive überprüft. Ich musste nochmal “Läufer mit Stirnlampe” simulieren und dann hieß es warten.

Auf der Hütte war es anscheinend so lustig, dass die Läufer nicht wie verabredet los gelaufen sind. Da war es gut, dass wir die Telefonnummer hatten und nachfragen konnten. Weiterhin hatte sich das Team in der Zeit verschätzt und statt der versprochenen 15 Minuten mussten wir deutlich länger warten, bis die Läufer bei uns eintrafen.

Aber es hat alles funktioniert. Danke an alle Beteiligten.

Fotoshooting

Wir haben mit unseren Smartphones die Stellen beleuchtet, an denen wir standen, damit niemand in uns hineinläuft. Die Strecke war an der Stelle etwas herausfordernd und die Läufer mussten sich konzentrieren. Dabei schauen sie nicht zu weit nach vorne sondern direkt vor ihre Füße. Und so waren einige überrascht, dass da plötzlich ein Stativ stand.

Hier eine Liste für Euch, was im Vorhinein alles zu beachten ist:

  • ☐ Location festlegen
  • ☐ Absprache mit Veranstalter
  • ☐ Tipps von Ortskundigen
  • ☐ Erreichbarkeit prüfen
  • ☐ Motiv absprechen
  • ☐ Location besichtigen
  • ☐ Probefotos machen (Simulation)
  • ☐ Motiv freigeben lassen
  • ☐ Beteiligte informieren und einbeziehen
  • ☐ Experten befragen
  • ☐ Zeitpunkt festlegen
  • ☐ Lichtsituation klären (App)
  • ☐ Zeitpuffer einplanen
  • ☐ Letzte Absprachen treffen
  • ☐ Foto machen 

Wie Ihr seht, hinter einem einzigen Motiv kann eine Menge Aufwand stecken. Es sind nicht nur die wenigen Sekunden, um auf den Auslöser zu drücken. 

Aber es lohnt sich. Und dafür nehmen wir uns die Zeit! 

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Fotografie

Wir waren gebucht vom Hotel Haldensee, was gerade zwei Tage geöffnet hatte und dringend Zimmerfotos brauchte. Eine echte Herausforderung für alle Beteiligten. Mit guter Planung und viel Flexibilität kann es sehr wohl gelingen. Und wenn dann noch das Wetter mitspielt, kann nichts mehr schief gehen.

Wie geht's?

Aber wie macht man eigentlich Fotos bei einer Hotelneueröffnung? Das ist gar nicht so einfach, aber natürlich notwendig. Wenn nach langer Bauphase das Hotel endlich Gäste empfangen kann, dann ist es für alle Beteiligten neu und aufregend.

Und gleichzeitig braucht die Unterkunft Fotos von den Zimmern, Wellnessabteilung, Restaurant und sonstigen Einrichtungen. Bisher wurde mit Zeichnungen oder Renderings geworben. Aber jetzt ist alles fertig und da möchte man echte Aufnahmen zeigen.

Hier ein paar Tipps, wie die Zusammenarbeit auch im Eröffnungsstress gut laufen kann.

Agentur einbinden

Gerade bei Neueröffnung weiß die Agentur, was sie genau an Bildmaterial braucht. Am besten ist eine Liste mit gewünschten Motiven. Und eine Priorisierung. Denn beim ersten Mal kann man kaum das gesamte Hotel durchfotografieren. Einmal reicht die Zeit nicht und weiter fehlen bei Eröffnung sicher noch einige Kleinigkeiten.h

Entscheider bereitstellen

Chef oder Chefin haben gerade im Anfangsbetrieb keine Zeit, den Fotografen zu begleiten und über Perspektiven und Motive zu diskutieren. Am besten eine Vertrauensperson bereitstellen, die den Fotografen bei seiner Arbeit begleitet. Die Perspektive kann dann immer noch über WhatsApp oder ähnliches von dem Entscheider abgesegnet werden.

Checkliste zur Vorbereitung nicht zu früh schicken

Normalerweise schicken wir unsere Checkliste zur Vorbereitung für Hotelfotos schon weit vor dem Termin, damit sich alle Beteiligten rechtzeitig vorbereiten und auf das Fotoshooting einstellen können. Kurz vor einer Neueröffnung würde dieses Dokument aber untergehen. Schließlich sind zu dem Zeitpunkt tausende von Entscheidungen zu treffen und Dinge zu erledigen. Wir haben das Dokument diesmal erst bei Ankunft besprochen und übergeben. 

Ruhe bewahren

In einem eingespielten Hotel ist es einfacher, mal eben das Putzlicht in der Sauna einzuschalten als in einem nagelneuen Betrieb. Hier sollte man längere Zeiten einplanen. Schließlich ist alles neu. Die Bedienelemente werden noch nicht wirklich beherrscht und die Anforderungen eine Fotografen sowieso noch nicht bedacht. Also heißt es Geduld bewahren, bis die richtige Person und der richtige Knopf gefunden ist. Eventuell funktioniert die Lichtanlage sowieso noch nicht wie gewünscht.

Auf Pannen einstellen

Es kann immer mal etwas schief gehen. Bei einer Neueröffnung geht aber ganz sicher etwas schief. Das sollte man mit einplanen und den Zeitplan nicht zu straff gestalten. Wenn die Motivliste gut bestückt ist, dann kann man auf andere Motive ausweichen und diese vorziehen.

Kommunikationslücken

Ein neues Haus bedeutet auch neues Personal und unbekannte Abläufe. Kein Wunder, dass da in der Kommunikation auch einiges schief läuft. Schließlich klappt die in langjährigen Betrieben auch manchmal nicht. Bei der Hotelneueröffnung geht da auch ganz sicher einiges daneben. Also tief durchatmen, wenn das Fotoshooting der Bar genau gleichzeitig angesetzt wird wie der Begrüßungscocktail mit den Gästen und somit ausfällt. Auch hier sollte man flexibel bleiben und auf andere Motive ausweichen. 

Fazit

Wenn alle ruhig bleiben und Fehler mit einplanen und verzeihen, gelingt auch die Hotelzimmerfotografie bei der Neueröffnung. 

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