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Die Reisebloggerin Vielweib hat sich in einem Blogpost verschiedene Dinge von Hoteliers gewünscht und hat viele Kommentare und Rückmeldungen bekommen, was sich Gäste vorstellen könnten und wünschen. 

👉 https://www.vielweib.de/2019/06/was-ich-mir-von-hotels-wuensche-und-du-dir-vielleicht-auch/ 

Vieles davon steht bereits in meinem Buch: “Bisher hat sich noch keiner beschwert”

👉 https://meurers.net/bisher-hat-sich-noch-keiner-beschwert-das-buch/

aber natürlich kann ich nicht alles abdecken und deswegen waren dabei noch eine Menge weiterer interessanter Punkte. 

Einzelzimmer

Hotel Pfeffermühle in Siegen by Array.

Was wir natürlich nicht erleben, ist die Einzelzimmerproblematik. Hier werden Alleinreisende in winzige Kämmerchen gepfercht, dürfen mehr bezahlen als 50% des Doppelzimmerpreises oder schlafen zwar in einem Doppelbett, aber dürfen die andere Seite nicht berühren. Na dann. Guten Schlaf! Habt Ihr Positivbeispiele hierfür?

Wasserkocher

Hotel Residenz am Schloss Dresden, Sachsen, Deutschland by ACHIM MEURER.

In anderen Ländern oder mit vielen englischen Gästen Standard: Der Wasserkocher auf dem Zimmer. Viele wünschen ihn. Hoteliers scheuen die Arbeit. Der Kompromissvorschlag der hier aufkam: Ein Wasserkocher auf dem Flur oder in Gemeinschaftsräumen.

Pfand

Schlüsselbrett by Achim Meurer.

Obwohl das Zimmer bereits gezahlt ist, wird ein Pfand oder sogar die Hinterlegung der Kreditkarte erwartet. Für einen Mehrfachstecker oder den zweiten Schlüssel für das Doppelzimmer haben wir auch einmal Geld hinterlegen müssen. 

Beim Gast bleibt immer das Gefühl, dass man von vornherein als Betrüger eingeschätzt wird. Und das trägt nicht zu einem entspannten Aufenthalt bei.

👉 https://burgturm.de/ein-hotel-mit-misstrauen-gegenueber-dem-gast/

Was wir auch oft erleben, ist, dass es keine Antwort gibt, wenn man nachfragt. Ich kann mit einer Regelung deutlich besser leben, wenn es mir genau erklärt wird. Aber wie im obigen Beispiel gibt es meist nur lapidare Antworten. Und eine regelrechte Erpressung, weil man gar nicht erst einchecken darf, wenn man nicht die Kreditkarte oder den Pfand hinterlegt. Und wer die Zeche prellen will oder richtigen Schaden anrichtet, wird auf die 50 € pfeifen. 

Wer kennt den Hintergrund für diese Regel?

Schalter und Knöpfe

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Den Kampf mit Schaltern und Knöpfen hat hier noch einmal jemand sehr schön zusammengefasst. 

👉 https://www.bambooblog.de/2014/08/13/abenteuer-hotelzimmer-in-china/

Wir hatten neulich eine Schrankinnenbeleuchtung. Eine sehr schöne Sache! Würden wir uns öfter wünschen. Allerdings nicht, wenn diese Beleuchtung Tag und Nacht an ist. Wir dachten, das Licht funktioniert wie im Kühlschrank und geht an oder aus, wenn man die Türen öffnet oder schließt. Fehlanzeige. Es brannte die ganze Nacht und das Licht drang auch aus dem Schrank heraus. Zum Schlafen eindeutig zu hell. Und eine Schlafmaske wie in den Kommentaren erwähnt, haben wir nicht.

Am nächsten Tag kam der Techniker und hat das Licht ausgestellt. Eventuell hat man vergessen, einen Schalter einzubauen. Nun das Hotel war neu und hatte erst seit wenigen Tagen geöffnet. 

Barrierefreiheit

Auch wenn man nicht als barrierefreie Unterkunft zertifiziert ist, kann man eingeschränkten Gästen das Leben deutlich erleichtern. Hilfreiche Tipps dazu gibt es hier:

👉 https://www.zypresseunterwegs.de/2015/08/10/barrierefreiheit-was-wir-uns-von-hotels-restaurants-und-anderen-wünschen/?fbclid=IwAR06MKeCsTtsMo2RNAZnRCuhg4K94zxNSUW5IcpyCD6mtWMMkG86nbPTNco

Einige wichtige Punkte dabei: Die Hinweise der Gäste ernst nehmen. Mitarbeiter informieren und intern die Bedürfnisse kommunizieren. Nur auf Nachfrage helfen. Nur auf Nachfrage berühren. Beim Check-In einen Sitzplatz anbieten sollte eigentlich klar sein, aber ist es anscheinend nicht. 

Wir hatten einmal das umgekehrte Erlebnis in einem Integrativhotel. Ein Mitarbeiter vom Zimmerservice war gehörlos und als ich das Zimmer betrat, in dem er staubsaugte, erschrak er dermaßen, dass er einen Satz in die Luft machte. Die Verständigung mit ihm hat übrigens prima geklappt.

Raumdüfte

Wir hatten das erst einmal, dass der Zimmerservice nach getaner Arbeit mit einer Spraydose großzügig einen Duft im Raum verbreitete. Das ist nicht jedermanns Sache. Viele bekommen davon Kopfschmerzen oder sogar Atemprobleme. Und Spraydosen sind eventuell nicht umweltfreundlich. 

Auf der anderen Seite ist es natürlich ebenso wenig schön, wenn das Zimmer müffelt. Schwere Vorhänge oder alte Teppichböden verbreiten manchmal doch einen eigenen Duft. Oder man merkt es manchmal, wenn Haustiere vorher in dem Zimmer waren. Da hilft wohl nur kräftig lüften.

Businessgäste

Hotel Residenz am Schloss Dresden, Sachsen, Deutschland by ACHIM MEURER.

Für Geschäftsreisende gibt es zwei wichtige Themen: Arbeitsplatz und WLAN. 

Leider geht der Trend weg vom Arbeitsplatz. Man geht davon aus, dass der Gast lässig mit dem Laptop auf dem Bett liegt. Aber für viele ist das nichts und eventuell braucht man um sich herum ein paar Unterlagen oder Platz für Festplatten oder andere Geräte. 

Und das leidige Thema WLAN ist und bleibt auf der Agenda für Hotels. Was einem da oft angeboten wird, darf sich eigentlich gar nicht als WLAN bezeichnen. Manchmal kann man mehr Bandbreite für teures Geld dazu kaufen. Aber oft gibt es nur ein mickriges Angebot. Und dann muss man sich noch alle naselang mit Benutzer und Password neu anmelden. Zum Arbeiten nicht sehr angenehm. 

👉 http://www.mendener.net/2018/07/24/das-perfekte-business-hotel/comment-page-1/#comment-274627

Tipp

Mein Tipp – wie immer – einfach mal im eigenen Haus schlafen. Und die Gäste fragen. Aber bitte nicht, mit diesem Standardfragebogen. Damit kommt man leider nicht weiter. 

Beratung

Gerne komme ich als 👉 Non-Mystery-Gast zu Euch und krame mit Euch zusammen in meiner schier unerschöpflichen Schatzkiste. Es sind fast immer die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Und die kosten fast nichts. 

Fotos: © Achim Meurer

Ich liebe Blogparaden und ich schreibe gerne, also ist es klar, dass ich an der 👉 Blogparade übers Schreiben 👈 teilnehme. 

Danke Stephanie Müller für die Idee und fürs Organisieren.

Da mir jetzt nicht auf Anhieb ein Thema zum Schreiben eingefallen ist, antworte ich sehr gerne auf die Fragen. Es ist ja auch interessant, zu lesen, was die anderen so geantwortet haben.

Los geht's:

◦ Was schreibst du? (Emails, Romane, Blogposts, Essays…?)

Puh! So gesehen schreibe ich ziemlich viel. Zunächst natürlich E-Mails für die eigene Firma, aber auch privat. Dann schreibe ich ziemlich viel für Social Media. Aber auch Blogposts. Und das gleich für verschiedene Blogs. Zunächst haben wir unseren eigenen Unternehmensblog hier auf der Website. Dann schreibe ich auch Gastblogbeiträge für unsere Kunden. Und ich habe noch einen privaten Blog für alles, was mich interessiert.

Und schließlich habe ich in den letzten zwei Jahren ein Buch geschrieben über unsere Erfahrungen in Hotels und Ferienwohnungen mit vielen Tipps für Vermieter . 👉 “Bisher hat sich noch keiner beschwert.” 👈 Das war eine sehr interessante Erfahrung. Gerne würde ich noch mehr Bücher schreiben. An Themen mangelt es mir nicht.

◦ Wie sieht für dich der perfekte Schreibtag oder die perfekte Schreibsession aus?

Perfekt ist es, wenn es fließt. Wenn die Buchstaben und Wörter nur so aus den Fingern laufen. Gut, dass ich in meiner Ausbildung das Zehn-Finger-System gelernt habe. So kann ich fast so schnell tippen wie ich denke.

Ich brauche aber Ruhe zum Arbeiten. Ablenkungen durch Geräusche oder viel Bewegung drumherum stören mich. Ansonsten sitze ich sehr sehr gerne draußen und arbeite dort. 

◦ Was motiviert dich zum Schreiben?

Auf jeden Fall motiviert mich ein Thema oder eine Idee. Wenn ich einen Einfall habe, dann geht alles recht schnell. Dann setze ich mich hin und los gehts. Da muss ich gar nicht lange überlegen. 

◦ Was ist die größte Herausforderung beim Schreiben?

Der Druck von einem Abgabetermin ist sicherlich eine große Herausforderung. Sei es einer von außen, weil ich einen Gastbeitrag schreibe, aber auch der innere Druck ist sehr groß. ‘Ich muss noch den Blogbeitrag von letzter Woche fertig machen.' 

Wenn die Idee oder der rote Faden fehlt, dann ist das auch schwer. Wenn ich keine Themenvorgabe habe oder überlege, was bei unserem letzten Kundenauftrag das Thema war, über das ich schreiben kann und auch gleich einen Mehrwert für die Leser bieten kann, dann werde ich oft unrund. Ich habe mir vorgenommen nicht einfach nur über unser Arbeit zu bloggen sondern auch noch gleich Tipps für die Leser mit einzubauen. Also, was wir aus dem Auftrag gelernt haben, so dass andere davon profitieren können. Das dauert manchmal Tage. Und dann – plopp – plötzlich wird alles klar und der rote Faden ist da oder das Thema ist klar. 

◦ Beim Schreiben muss ich unbedingt dabei haben: ….

Da wir minimalistisch unterwegs sind, brauche ich da nicht viel. Wie oben schon geschrieben, brauche ich ein nettes Plätzchen und Ruhe.

◦ Stift und Papier, Laptop, Tablet oder Diktiergerät? Wie schreibst du?

Ich versuche seit einiger Zeit ausschließlich mit dem iPad auszukommen. Ich habe einen Metallständer für das Pad und eine externe Tastatur. Ich schreibe gerne offline vor, weil oft das WLAN schwankt und da habe ich schon öfter ganze Textteile verloren. Jetzt nutze ich die App Baer. Damit komme ich gut zurecht. 

Ich habe auch schon versucht, auf dem iphone ein Blogpost zu diktieren, aber da stört mich der Sprech- oder Gedankenfluss, weil ich an Satzzeichen und Absätze usw. denken muss. Wenn ich in einem durch spreche, dann muss ich nachher sehr viel korrigieren, was wieder zeitaufwendig ist. Aber, wenn es nicht anders geht, würde ich es wieder machen.

◦ Bist du Mitglied in einer Schreibgruppe? Was bringt dir eine Schreibgruppe?

Noch bin ich nicht in einer Schreibgruppe. Ich könnte es mir aber vorstellen. Ich war mal bei den Ironbloggern dabei und habe die Regionalgruppe Steiermark betreut. Das war eine tolle Sache. Wenn es also eine virtuelle Gruppe wäre, dann wäre ich wieder dabei. Lokal kann ich aufgrund unserer vielen Reisen leider nicht mitmachen. 

Vielleicht sollte ich mal schauen, wo es überall Gruppen gibt und ab und zu mal, wenn es am Weg liegt, dazu stossen. So etwas könnte ich mir auch gut vorstellen. 

#schreibenüberdasschreiben