Die Walz ist ja auch dafür da über den Tellerrand zu gucken. Okay! So weit – so gut! Nur diesmal wurde es wirklich spannend und auch körperlich anstrengend…

Zunächst sind wir auf einer Bobbahn gefahren. Für die Fotoaufnahmen mussten wir leider immer wieder abbremsen. Ansonsten wäre es mal interessant gewesen, den Geschwindigkeitsrausch zu spüren. Aber wahrscheinlich tastet sich jeder da selber ran; zumal man bei der Einweisung darauf hingewiesen wird, bitte die Schilder “bremsen” zu beachten.

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Spannend ist die Auffahrt. Man wird mit dem Bob an einem Seil hochgezogen und am Ende kommt man sich vor wie auf einer Achterbahn; nur, dass es auf der anderen Seite nicht gleich steil bergab geht…

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Die Strecke selber war wirklich abwechslungsreich. Man fährt durch Kurven und Tunnel und einen Kreisel, aber auch durch wunderschöne Waldstücke. Wirklich nett.

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Für die Fotos sind wir gleich mehrere Male hintereinander gefahren. Wir konnten gleich sitzen bleiben und gleich wieder weiter fahren.

Der nächste Programmpunkt war: Downhill Cart. Das war dann schon was anderes. Erst Mal mussten wir einen Haftungsausschluss unterschreiben. Schluck! Dann bekommt man einen Helm und eine kleine Einweisung. Am Mehliskopf wird das Cart mit einem Schlepplift hochgezogen während man drin sitzt. Man muss den Haken festhalten, damit der Lift sich nicht ausklinkt und auch etwas lenken.

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Die Auffahrt allein war schon so anstrengend. Man muss den Lenker festhalten, lenken und aufpassen, dass man nicht aus dem Cart geschleudert wird. Oh Mann! Für die Mädels empfiehlt sich ein Sport-BH! Die Dinger sind nämlich nicht gefedert.

Wenn man oben ankommt, muss man den Lenker los lassen, dann klinkt sich der Schlepphaken selber aus. Nur wusste ich nicht genau, wann das denn passieren sollte… Aber oben steht ja noch jemand, so dass das auch noch geklappt hat.

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Die Carts haben Scheibenbremsen an den Hinterrädern und rein theoretisch kann man damit dann auch driften, indem man die Bremsen unterschiedlich bedient. Wir mussten für die Fotos wieder recht langsam fahren und mehrmals auf der Strecke anhalten. Zum driften sind wir erst Mal nicht gekommen. Und für mich war nach der ersten Runde auch schon Schluss, weil sich der Staub und Sand der vor mir fahrenden sofort in den Augen fest gesetzt hat, was mit Kontaktlinsen nicht so witzig ist.

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Dann gab es kurz eine Mittagspause und am Nachmittag ging es in den Wald-Kletterpark. Uiuiui!

Auch hier mussten wir wieder eine Haftungserklärung unterschreiben. Gut, dass wir nicht mehr so viel besitzen. Das macht das Ganze einfacher… Dann gab es auch hier wieder die Ausrüstung: ein Helm, Gurt, Rolle…

Und dann ging es in den Einweisungsparcours. Hier haben wir das Sichern mit den Karabinern geübt und uns wurden noch einige Dinge erklärt.

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Danach ging es dann in den ersten Parcour. Man sichert sich schon direkt auf dem Boden. Und bei mir stieg auch da der Puls schon an. Ich habe es normalerweise nicht so mit der Höhe. Und in Klettergärten geht es doch hoch hinaus.

Wir sind also auf die erste Plattform gekletter und sollten gleich über ein dünnes Stahlsein gehen. Darunter direkt der Waldboden. Frei sichtbar! Der Puls war inzwischen noch weiter gestiegen und die Knie waren weich.

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Leider hat uns niemand erklärt, wie man da jetzt wirklich drüber kommt. Wie soll man die Füße setzen? Wo hält man sich fest? Ich hatte überhaupt keine Idee, wie ich auf die andere Seite kommen sollte. Gut, dass ich die letzte war. So konnte ich bei den anderen abgucken, wie die das machen.

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Wahrscheinlich haben wir die üblichen Anfängerfehler gemacht, indem wir uns komplett an die Seile geklammert haben. Die einzelnen Strecken zu überwinden war überhaupt nicht einfach. Jedes Hindernis war speziell. Als es zwischendurch einen festen Balken gab, waren wir richtig erstaunt, wie einfach das war. Hätte doch die Strecke so angefangen… Die Parcours sind schön kurz und ich war froh, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Den zweiten mit der Seilbahn habe ich ausgelassen.

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Und als ich von unten beobachtet habe, wie lange die einzelnen Kletterer gezögert haben, bevor sie sich auf den Weg gemacht haben, war ich auch sehr froh darüber. Vielleicht beim nächsten Mal! Es ist übrigens keine Schande, wenn man umkehrt. Wir haben an dem Tag einige erlebt, die wieder runter geklettert sind von der Startplattform oder gestandene Männer, die vor einer Übung hyperventiliert haben. Der Kletterpark ist eine Überwindung und erfordert auch einiges an körperlichem Geschick.

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Die Betreuung im gesamten Kletterpark war vorbildlich und das Bemühen, um die Sicherheit der Kletterer war sehr gut. Wer sich nicht an die Regeln hält, kann sogar vom Platz verwiesen werden.

An dem Tag haben wir also gleich drei Mal über den Tellerrand geguckt und unsere Fitness getestet… Und am nächsten Tag hat uns – wie angekündigt – wirklich alles weh getan… Aber auch das gehört zur Walz.

Wir sind gespannt, was die nächste Herausforderung wird…