Schon im Winter hatte ich gelesen, dass in Jungholz von den Kräuterfrauen Kurse angeboten werden. Unter anderem auch zum Thema Seifen machen. Das hat uns natürlich interessiert.

Zunächst haben wir einen Besuch im Kräutergarten gemacht. Manchmal gehen die Kursteilnehmer aber auch einfach spazieren und ernten, was sie am Wegesrand finden. Und anschließend wird daraus Seife gemacht.

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Es braucht einige Zutaten zur Seifenherstellung.

Erst einmal verschiedene Fette.

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Aber auch Lauge. Das Natron dafür gibt es in der Apotheke. In Österreich allerdings nur gegen Unterschrift, damit man damit kein Schindluder treibt.

Die festen Fette werden geschmolzen.

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Und die Lauge wird angerührt. Da wir Lavendelseife machen wollten, gab es einen vorher gekochten und abgeseihten Lavendeltee dafür. Die Lauge wird spontan ziemlich heiß. Aber nicht nur deshalb muss man beim Seifen machen vorsichtig sein und genau arbeiten.

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In das flüssige Fett kommt Bienenwachs.

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Und dann brauch man ein Thermometer. Alle Zutaten sollten nämlich eine ähnliche Temperatur haben. Also muss die Lauge abkühlen.

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Das Öl kann dann auch schon in das Fett mit Bienenwachs geschüttet werden.

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Dann wird die Lauge in die Fette eingerührt. Hierbei muss man Schutzbrille und Handschuhe tragen. Unbedingt. Wenn da etwas daneben geht, dann wird es nicht lustig.

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Die Lauge muss unter ständigem rühren in die Fette eingearbeitet werden. Das kann bis zu einer halben Stunde dauern. Die Masse wird dabei immer fester – fast puddingartig und zäh.

Dann kann man noch in Öl eingelegte Lavendelblüten einrühren und Lavendelaroma.

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Schließlich kommt die Masse in die Förmchen.

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Wir haben für uns auch etwas Seife mitbekommen – und zwar im Kaffeebecher. Quasi „Seife to go“. Die mussten wir noch 24 Stunden aushärten lassen und dann müssen wir sechs Wochen warten, bis wir sie benutzen können…

Wir werden berichten!!

alle Fotos © Waltzing Meurers