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Robert Basic ist tot. Dass ich mal einen Nachruf bloggen würde, hätte ich nicht gedacht, als ich mit dem Bloggen anfing. Und da Robert mit ‚Schuld’ daran ist, dass ich zur Bloggerin wurde, ist es das Mindeste jetzt über ihn einen Blogpost zu verfassen.

Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, war es 2002 als es bei den Wirtschaftsjunioren einen der ersten Blogs gab. Betreut von Robert Basic und Burkhard Schneider. Und in diesem Jahr hieß es: „Du musst bloggen!“ Ich habe das Konzept seinerzeit nicht verstanden. Aber als mir 2003 wieder eindringlich nahe gelegt wurde, zu bloggen, habe ich sechs Wochen lang Blogs gelesen und habe dann angefangen jeden Tag einen Artikel zu schreiben. Und habe weiterhin Blogs gelesen.

Robert war unser aller Bloggervorbild. Er hat manchmal gefühlt 20 oder 30 Artikel am Tag rausgehauen. Kein Thema entging ihm. Er hat einfach über alles geschrieben. Manchmal mit fast so wenig Zeichen, wie man heute auf Twitter zur Verfügung hat.

Und wir haben von ihm gelernt. Wir haben uns vernetzt über die Blogroll. Wir haben uns verlinkt oder gepingt. Wir haben Bloggertreffen veranstaltet und hatten Bloggerlounges auf Messen. Wir waren in Aufbruchstimmung und Hochstimmung.

Irgendwann hat jemand dann über Barcamps geschrieben. Und da haben wir uns dann persönlich getroffen. Der große Blogger. Ja, er war ein Star – aber ohne Starallüren. Er hat immer sein Wissen weiter gegeben. Freimütig und gratis. Und an anderer Stelle auch gegen Bezahlung.

Auch wir haben ihn mal engagiert, bevor wir nach Österreich ausgewandert sind. Und er hat uns eine Idee nach der anderen an den Kopf geworfen, was wir denn in unserer neuen Heimat und in diesem Web so alles machen könnten. Schließlich hatten wir einen bunten Strauß an Möglichkeiten und haben so einiges davon in den nächsten Jahren umgesetzt. Ohne Robert wären wir heute nicht da, wo wir sind, würden nicht das machen, was wir machen. 

Unsere Wege haben sich immer wieder gekreuzt. Hier ein Bloggertreffen und da ein Barcamp. Auch auf dem ersten Almcamp war Robert mit dabei. Legendär ist seine Ankunft in den frühen Morgenstunden und seine Ehrfurcht vor den engen kurvigen Bergstraßen. Legendär sind auch Diskussionen mit ihm, bei denen er immer fast naiv eine Seite der Argumentation eingenommen hat und dabei vielen die Augen geöffnet und neue Perspektiven aufgezeigt hat. Er war sogar mal beim Castlecamp und hat mit Touristikern über die Zukunft des Skifahrens philosophiert. 

Wenn wir uns nicht persönlich getroffen haben, blieben wir über alle möglichen Kanäle in Kontakt. Man las sich oder hat sich über Messenger ausgetauscht. Immer war er hilfsbereit und unterstützend. Er hatte immer ein Ohr und immer einen Rat. Und hat gerne Reichweite verteilt. Oder Linkliebe.

Eigentlich wollte er dieses Jahr zum Almcamp reloaded kommen, hat aber aus privaten Gründen abgesagt. Wie schade! Er wäre – wie immer – eine Bereicherung gewesen. 

Robert hat über seine Bloggeraktivitäten und seine grenzenlosen Netzwerkaktionen so viele Menschen zusammen gebracht, die sich für mich noch heute wie Familie anfühlen. Wir sind über das Netz so dicht zusammengerückt, dass dabei über Jahre andauernde Freundschaften und sogar Ehen und Familien entstanden sind. 

In diese große Blog- und Webfamilie ist nun ein großes Loch gerissen worden.

Er fehlt.

Uns allen.

Ach Robert! Machs gut, wo auch immer Du jetzt bist.

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PS: Das haben wir dann noch in unserem Archiv gefunden…

Robi, Burki und das Bloggotüt

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