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Da wir immer wieder gefragt werden, wie man einfach und effizient Grafiken für Social-Media Beiträge oder auch für Flyer und andere Print-Produkte erstellt, habe ich die beiden bekanntesten Tools verglichen und gebe Dir hier eine grobe Übersicht: 👉Canva vs 👉Adobe Spark.

Canva oder Adobe Spark?

Vorweg kann ich sagen, dass die Frage nicht pauschal zu beantworten ist. Beide Tools haben ihre Vor- und Nachteile, Stärken und Schwächen. Unterm Strich kommt es wahrscheinlich darauf an, welche Benutzeroberfläche Du besser findest und welchen Zweck die Software für Dich erfüllen muss.

Beide Programme gibt es als App für Android und iOS sowie als Web-Applikation, die über einen Browser aufgerufen werden kann. Grundvoraussetzung ist bei beiden ein Benutzerkonto, welches man sich erst einrichten muss. Die Grundversion ist bei beiden kostenlos und reicht bereits für viele Zwecke aus. Das Benutzerkonto gibt einem die Flexibilität, eine Grafik auf einem Gerät anzufangen und auf einem anderen fertig zu stellen, das alle Daten in der Cloud gespeichert werden. Das ist sehr praktisch!

Worin liegt der Unterschied zwischen Canva und Adobe Spark?

Der Ansatz ist bei beiden Programmen ähnlich. Es gibt viele kostenlose Vorlagen, die jeder nutzen und auf seine Bedürfnisse verändern und abspeichern kann. Oder man erstellt sich seine Grafik von Grund auf selbst und speichert dies als Vorlage ab. Das ist durch eine relativ intuitive Benutzeroberfläche sehr schnell gemacht. Hier punktet Adobe Spark für mich, da die Benutzeroberfläche und die Art und Weise, wie man durch geleitet wird, wirklich sehr einfach und übersichtlich gemacht ist. Canva hat ein paar mehr Funktionen (z.B. einen QR-Code-Generator!) und wirkt dadurch vielleicht etwas unübersichtlicher, was aber nur im ersten Moment so sein wird. Generell ist auch hier die Übersicht gewährleistet. Und da werden sich wahrscheinlich schon die Wege trennen für manche. Je nach Benutzertyp magst Du dann Canva oder Spark lieber. Mit beiden kommst Du schnell zum Ergebnis!

Fotos, Texte, Grafik-Elemente

Bei beiden Apps kann man seine eigenen Fotos und Grafiken hochladen. Und das ist ja der Kern in Sachen Grafiken für Social Media Beiträge. Auch sein eigenes Logo oder andere Grafiken kann man auf die gleiche Art und Weise hochladen. Fotos würde ich immer vorher mit Snapseed oder ähnliche Apps etwas bearbeiten, da die internen Funktionen von Spark und Canva eher bescheiden sind. Es gibt zwar ein paar Grundfunktionen, aber wirklich knaller sind die nicht. Aber auch da, schau selbst. Vielleicht reicht Dir das schon.

Formate

In Sachen Formate bietet Canva ganz klar einige mehr direkt mit an. Das finde ich persönlich sehr praktisch, da hier neben den bekannten Formaten für diverse Plattformen wie Instagram, Facebook, Pinterest, etc auch ganz viele(!) Print-Formate wie z.B. Etiketten, Buch-Cover, T-Shirt etc berücksichtigt wurden. Klar, bei Adobe Spark kann ich jederzeit eine individuelle Größe eintippen. Doch ich würde mal behaupten, dass nicht alle spontan auswendig wissen, wie groß eine Postkarte ist und wieviele Pixel man dafür in der Breite und Höhe braucht. Das hat Canva besser gelöst.

Das nachträgliche Verändern des Formates kann allerdings nur Adobe Spark. Bei Canva ist das eine Premium-Funktion und ist damit nur in der kostenpflichtigen Variante möglich. In der Regel ja kein Thema, aber praktisch ist es schon, wenn ich bedenke, dass ich einen Beitrag auf unterschiedliche Formate ausgeben möchte.

Bei Canva kann ich mehrere Seiten zu einem Dokument hinzufügen. Wenn ich also einen mehrseitigen Flyer gestalten möchte, ist das kein Problem. Das geht mit Adobe Spark nicht.

Export als JPG und PDF

Bei den Export-Möglichkeiten hat Canva ebenfalls die Nase vorn. Bei beiden Programmen kann ich die Grafiken als PNG Bild abspeichern. Bei Canva kann ich zusätzlich die Grafik auch als PDF abspeichern, was für alle Druckerzeugnisse oder PDF-Dokumente (Speisekarten für den Download etc.) wichtig ist. Witziger Weise kann das Adobe Spark nur in der Web-Applikation über den Browser und auch nur in einer Beta-Testphase. Warum das ausgerechnet bei Adobe nicht funktioniert, ist schon irgendwie lustig, sind Adobe doch die PDF-Meister. Ich kann mir vorstellen, das dies mit den nächsten Versionen von Spark dann auch funktioniert.

Fazit

Wie ich eingangs schon erwähnte, einfach ist die Entscheidung nicht. Und letztendlich muss das jeder für sich selbst einfach mal ausprobieren. Für mich ist Canva die App, wenn ich etwas mehr Flexibilität, Funktionen und Formate benötige. Wenn es schneller gehen soll, ist Adobe Spark die Wahl. Aber das sind für mich wirklich Nuancen! Zu empfehlen sind beide Apps.