Woche 47: In Südtirols Süden am Kalterer See

Von der Elbe an den Kalterer See. Wir bleiben am Wasser…

Von der Elbe haben wir uns also verabschiedet und haben uns auf den Weg nach Südtirols Süden gemacht. Unterwegs sind uns ungewöhnliche viele Tramper aufgefallen zum Teil sogar in lustigen Kostümen. An einem Rastplatz haben wir deswegen mal genau nachgefragt und es war eine Autostoprallye. Da mussten wir natürlich helfen und haben all unser Gepäck aufgeschichtet und ein Team (2 Personen) mitgenommen bis Bozen. 1000 Tramper sind gestartet um so schnell wie möglich per Anhalter nach Rom zu gelangen. Was für eine Idee…

https://twitter.com/DieMeurers/status/726780764789084160

Autostop-Ralley-Anhalter-Tramper

Nur wenige Kilometer von Bozen entfernt liegt der Kalterer See. Und hier dreht sich alles um das Thema Wein. Untergebracht waren wir in der Pension Remichhof mit einem kleinen Balkon mit seitlichem Seeblick. Der Hauptausblick war – wie kann es anders sein – in den Weingarten. Das Abendessen der Halbpension gab es im Restaurant Gretl am See. Direkt am Seeufer.

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Das WLAN im Haus war zwar gratis aber sehr langsam und der Upload so gering, dass wir damit nichts machen konnten. Also führte uns unser erster Ausflug am Montag morgen nach der Besprechung unseres Programms nach Kaltern, um eine Daten-SIM-Karte zu kaufen. Dort meinte man, es würde schwierig eine Prepaid Karte zu bekommen ohne italienische Steuernummer. Aber im Mediamarkt in Bozen haben wir dann eine Karte bekommen. Etwas kompliziert zwar in der Abwicklung, aber wir konnten arbeiten.

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Also auf zur ersten Entdeckungstour zurück nach Kaltern. Das Dorf ist nicht groß und man kann es recht schnell zu Fuß erkunden. Es gibt jede Menge alte Häuser zu bewundern, Hinterhöfe, eine Kirche, schöne schmale Gassen und einen Schnitzer, der in seinem Laden arbeitet. Einen Weinlehrpfad gibt es auch und an jeder Ecke guten Espresso. Sehr schön!

 

Am nächsten Morgen hat unsere Daten-SIM-Karte schon wieder den Dienst verweigert, so dass wir komplett offline waren. Wir sind dann zum ersten Winzer gefahren: Zu Castel Sallegg. Ein altes Schloss mit schönem Weinkeller und einer sehr gemütlichen Vinothek im Innenhof.

Anschließend waren wir in Kurtatsch und haben dort, nach einer kurzen Erkundungstour durch den Ort und einem hervorragendem Mittagessen, gleich den nächsten Winzer besichtigt: Tiefenbrunner im Schloss Thurmhof. Ein üppig dekoriertes Märchenschloss mit verwunschenem Skulpturengarten. Hier sind wir durch den mit bunten Blumen bewachsenen Weingarten spaziert und haben die Kellerei besichtigt. Es gibt auch eine Jausenstation mit einem großen Garten, in dem man eine Kleinigkeit essen und natürlich Wein probieren kann. Hier hätten wir uns den restlichen Tag aufhalten können. Sehr einladend und entschleunigend.

Kurtatsch an der Südtiroler Weinstraße

 

Weingut Tiefenbrunner im Schloss Turmhof

 

Aber wir sind weiter und zum Fenberg gefahren mit den höchsten Weinbergen. Hier oben haben die Reben teilweise noch gar nicht angefangen auszutreiben. Aber man hat einen fantastischen Ausblick.

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Den Mittwoch Vormittag haben wir unserer Daten-SIM-Karte gewidmet. Am Ende haben wir uns eine neue SIM-Karte von einem anderen Anbieter geholt. Die Geschichte ist einen eigenen Blogpost wert…

Zu Mittag haben wir uns mit Ivan Giovanett vom Weingut Castelfeder getroffen in einem ganz neuen Restaurant „Piazzetta“ im wunderschönen Ort Neumarkt. Auch mit ihm hatten wir wieder einen wunderschönen Weingarten-Spaziergang und haben ganz viel über die Geschichte des Hauses und den Weinanbau gehört. Danach sind wir in die Kellerei gefahren und haben dort eine sehr sehr spannende Geschichte von einem alten Weinberg an der Mosel gehört. Sehr sehr schön!

Restaurant Piazzetta und Neumarkt

 

Weingut Castelfeder

 

Am Donnerstag sind wir wieder durch die Weinberge und Orte gestreift. Wir haben Söll besucht und Altenburg und waren in Tramin. Auch dieses nette Dorf besticht durch schöne Gassen, kleine Plätze und schöne alte Häuser. Aber es gibt auch ein großes Weinhaus, was natürlich dem Traminer gewidmet ist. Eine spannende Architektur mit schönem Ausblick. Der Nachmittag war unserer Arbeit und dem Bürokram gewidmet.

 

Freitag waren wir schon früh mit dem nächsten Winzer verabredet: Martin Foradori bei Hofstätter. Auch hier hatten wir wieder einen ganz entspannten Weinbergspaziergang und anschließend einen kurzen Abstecher in den Traminer-Schaugarten und die Vinothek.

 

Danach sind wir schnell in den nächsten Weinberg zu fahren, um dort mitzuerleben wie die berühmte Plent gekocht wird. Mit Holz befeuert wurde in einem Kupferkessel erst Speck, dann Wurst und dann eine Polenta stundenlang gekocht. Gut, dass der Wein-Toni schon da war, um uns alle zu unterhalten und der Winzer mit reichlich Wein, damit wir nicht verdursten mussten. Der Rest des Tages war wieder der Arbeit gewidmet.

 

Am Samstag sind wir aus unserem Hotel geflüchtet, weil am Kalterer See ein Triathlon statt fand, aber im Weingarten vom Turmhof lässt es sich vorzüglich arbeiten, so lange der Akku hält. Wir haben dann noch ganz liebe Bekannte in Tramin getroffen und sind nach dem Ende der Veranstaltung wieder ins Hotel zurück gekehrt zum Arbeiten.

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