Fotostory, Nordrhein-Westfalen

Weihnachtsmärkte im Ruhrpott

Was gibt es in der Vorweihnachtszeit schöneres als warm eingepackt über Weihnachtsmärkte zu schlendern, nach Geschenkideen zu suchen und zwischendurch mal ein Heißgetränk zum Aufwärmen zu trinken? Wir haben uns auf den Weg gemacht und verschiedene Weihnachtsmärkte im Ruhrpott besucht. Jeder ist anders. Jeder hat so seine Besonderheit, aber alle sind schön.

Weihnachtsmärkte Ruhrgebiet: Hattingen

Der erste Weihnachtsmarkt auf unserer Liste war der nostalgische Markt in Hattingen. Schon auf dem Weg dahin wurden wir von historischen Schildern geleitet und kamen am Haus von Frau Holle vorbei. Das fungiert auch gleich noch als Adventskalender und Frau Holle öffnet höchstpersönlich jeden Tag ein Türchen und schüttelt dabei auch gleich mal ihre Betten aus. Da kann dann auch durchaus ein Goldtaler bei rausfallen.   Hinter ihrem Haus beginnt der historische Markt auf dem Kirchplatz; eingebettet von Fachwerkhäusern. Es gibt nur wenige Buden, dafür eine Mitmachecke, an der Kinder Plätzchen backen können. Überhaupt ist hier viel Eigenengagement gefragt. Schüler haben Schaukästen mit Märchen gestaltet. Es gibt ausgestellte Krippen und Kindergartenkinder singen und tanzen ein Lied auf der kleinen Bühne. Für das leibliche Wohl ist hier auch gut gesorgt.   Frankophile kommen beim französischen Weihnachtsmarkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite voll auf ihre Kosten. Köstlichkeiten und duftendes aus Frankreich sowie frisch zubereitete Galette oder Flammenkuchen sind im Angebot.   Wer zu viel Süßigkeiten auf dem Weihnachtsmarkt gegessen hat oder einen Glühwein zu viel hatte, kann ja die ganzen Kalorien bei einem Spaziergang am Ruhrufer wieder abtrainieren oder einfach mal den Kopf im Vorweihnachtsstress lüften. Wenn man früh genug aufsteht, kann das auch wunderschön aussehen.    

Weihnachtsmärkte Ruhrgebiet: Essen

In Essen kann man nicht nur den Weihnachtsmarkt besuchen, man kann dort sogar in der Zeche Zollverein in der alten Kokerei Eislaufen. Was für eine Kulisse. Zwischen all dem alten rostigen Stahl und den Maschinen und Rohrleitungen gibt es eine Eisfläche mit Licht und Musik. Schlittschuhe können ausgeliehen werden und ab und zu gibt es Eisdisco. Wann habt Ihr zuletzt auf den Kufen gestanden? Uns hat es riesigen Spaß gemacht, auch wenn es einige Jahrzehnte her war…   Und wenn man Glück hat, geht die Sonne mit einem Farbspektakel wie im Hochofen unter. Wir durften das Ganze von oben betrachten. Mit einer Führung ist die Aussichtsplattform für jeden zugänglich. Ein kleines Winterdorf mit Speis und Trank gibt es auch, so dass man sich dort auch länger aufhalten kann. Am Abend stand dann der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt von Essen auf dem Programm. Hier vergnügt man sich unterm Lichterzelt. Das gibt ein sehr romantisches Gefühl und man schlendert gleich noch viel langsamer unter dem Lichterdach her. Die Buden stehen angenehm weit auseinander, so dass man ausreichend Platz hat, um die angebotenen Dinge zu bestaunen. Auch in Essen gibt es was zum mitmachen. Hier kann man selber Kerzen ziehen. Soll sehr meditativ sein, muss man doch schon mal mehrere Stunden für eine Kerze einrechnen…   Wer hoch hinaus will, kann mit dem Riesenrad fahren und sich gleich alles aus der Vogelperspektive angucken. Das Lichtnetz sieht nämlich auch von oben schön aus. Wem das zu hoch ist, der versucht vielleicht das barocke Karussell. Da geht es zwar auch rund, aber man bleibt zumindest am Boden. Essen und Trinken kann man auf dem Essener Weihnachtsmarkt natürlich auch und es gibt besonders schöne Gläser und Tassen für die verschiedenen Glühweine oder Punschgetränke. Zum Essen gibt es reichlich Auswahl. Und natürlich gibt es jede Menge Buden, mit schönen Dingen, die man unter den Christbaum legen kann.

Weihnachtsmärkte Ruhrgebiet: Dortmund

Nächste Station auf unserer Weihnachtsmarktreise war Dortmund. Da gibt es alles in groß. Einen riesigen Adventskalender aus Containern und wenn man in der Fußgängerzone um die Ecke biegt, steht man plötzlich vor einem riesigen Weihnachtsbaum. Angeblich der größte Baum der Welt. Die Zahlen sind schon beeindruckend. Wir wollten auch in Dortmund hoch hinaus und ein Foto von oben machen. Schon beeindruckend. Aber auch die Hütten sind hier irgendwie höher. Alles irgendwie größer. An den Buden gab es zum Teil ausgefallene und nicht alltägliche Sachen. Dazwischen findet man natürlich auch ausreichend Buden mit Mutzen, Reibekuchen, Bratwurst, gebrannten Mandeln und sonstigen Sachen…    

Weihnachtsmärkte Ruhrgebiet: Recklinghausen

Im Gegensatz zum gestrigen Groß-Markt gibt sich Recklinghausen klein aber fein. An drei verschiedenen Plätzen findet man den Markt und es ist alles liebevoll gestaltet. Auch hier gibt es ein Lichternetz am Holzmarkt und viele Buden zum Stöbern, Essen und Trinken. Weihnachtsmannfiguren sitzen an jeder Ecke und lesen in einem Buch oder betrachten die Marktbesucher. Man kann ein Portrait von sich zeichnen lassen oder sich unter dem Mistelzweig küssen. Einfach mal durch spazieren. Hier gibt es viel zu entdecken.   Am Kirchplatz geht es um traditionelles Handwerk und außergewöhnliches Streetfood. Es gibt Buden aus den östlichen Nachbarländern und eine Bude ist hier Guten Taten gewidmet. Hier findet man auch das Roncallirondell im schönen alten klassischen Zirkusstil mit viel Malerei und Licht. Auffällig war hier, dass es Glühwein in Flaschen gab. Einfach mal anders.   Am Rathausplatz dagegen kommt Bewegung in die Sache. Hier kann man auf der Eisbahn im Zelt Schlittschuhlaufen und es gibt auch wieder ein Riesenrad für die, die den Überblick lieben.  

Weihnachtsmärkte Ruhrgebiet: Mülheim an der Ruhr

In Mülheim mussten wir uns unbedingt den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt angucken. Er passt natürlich wunderbar zur historischen Kulisse von Schloss Broich. Das Eingangstor wird bewacht so wie es im Mittelalter üblich war. Statt Buden findet man hier Zelte und viele sind gewandet. Altes Handwerk wird ausgeübt und es gibt viele Utensilien wie Rüstungen und Gewandungen zu kaufen. Aber auch andere Sachen werden angeboten. Man kann lernen mit einer richtigen Feder zu schreiben und es gibt sehr sehr viel Programm. Märchenstunde, Krippenspiel und Gaukler und Tänzer. Ein handgetriebenes Holzkarussell rundet das Angebot ab. In der Dämmerung und am Abend wird alles vom Feuerschein von vielen Holzkörben, Feuerstellen und Laternen mit Kerzen beschienen. Auch die Getränke und Essensangebote unterscheiden sich etwas vom allgemeinen Weihnachtsmarkt. Hier gibt es Glühbier und Met und Stockbrot und Eintöpfe. Auf jeden Fall ein Markt für die ganze Familie.  

Weihnachtsmärkte Ruhrgebiet: Bochum

  Auch der Bochumer Weihnachtsmarkt hat einige Besonderheiten zu bieten. Er erstreckt sich über die gesamte Innenstadt. Überall sind Buden verteilt, die zum Teil wunderschön gestaltet und mit üppigen Girlanden verziert sind. Immer wieder konzentrieren sich einige Buden zu Gruppen, wie zum Beispiel im Bergmanndorf oder beim mittelalterlichen Weihnachtsmarkt.   So kann man gemütlich durch die Fußgängerzone schlendern und sich inspirieren lassen. Die Produktauswahl ist außergewöhnlich und so kann für jeden etwas dabei sein. Für Essen und Trinken ist auch hier reichlich gesorgt. Hier gibt es sogar ein Barkarusell. Da wird den Besuchern nicht (nur) von zuviel Glühwein schwindelig, denn das Karussell dreht sich tatsächlich.   Aber das absolute Highlight ist wohl der Weihnachtsmann auf seinem Schlitten, der über den Dr.-Ruer-Platz fliegt. Ein unvergessliches Erlebnis und ein Spaß für die ganze Familie.   Auf welchem Weihnachtsmarkt wart Ihr schon? Und welcher ist Euer Lieblings-Weihnachtsmarkt im Pott? Schreibt doch hier einen Kommentar. alle Fotos © WaltzingMeurers