Schleswig-Holstein, Tagebuch

Woche 104 und 105: Sankt Peter Ording

Nach dem Heidebloggerevent ging es für uns nach Sankt Peter Ording. Gehört hat wohl jeder schon mal davon. Und alle sagten: “Ach wie schön!” Wir waren in Bispingen schon recht hoch oben im Norden und hatten zwei Tage für die Anreise. In der Lüneburger Heide sind wir am späten Nachmittag losgefahren und wollten uns irgendwo ein schönes Plätzchen zum Übernachten suchen. Doch dann plötzlich waren wir schon in Sankt Peter Ording. Die Idee mit dem freistehend übernachten hatten wohl schon etliche Leute vor uns. Wir stießen überall auf Verbotsschilder…

Also haben wir erst Mal ein Restaurant angepeilt. Die Seekiste. Wir hatten erwartet, dass um diese Jahreszeit kaum jemand Urlaub macht und sind Richtung Strand gefahren. Im Ortsteil Böhm kann man tatsächlich auf den Strand fahren. Das ist so skurril.Und kommt einem so komisch vor. Das letzte Mal, dass ich mit einem Auto am Strand war, war während meines Schüleraustauschs in Florida in Daytona Beach. Aber offensichtlich geht das in Deutschland auch. In der Seekiste haben wir hervorragend gegessen, auch wenn ich nicht wirklich das bekommen habe, was ich bestellt hatte. Ein bißchen Tourinepp war da schon dabei. Aber als wir hörten, dass man dort in drei Schichten am Abend reservieren muss, war uns klar, dass es dort niemanden interessiert, ob man noch mal wieder kommt. Da kann man dann auch schon mal etwas falsch machen. Ist ja egal. Die Bude ist ja eh voll! Bzw. die Kiste. Ha ha. Übernachtet haben wir dann an einem kleinen süßen Badestrand etwas außerhalb. Da war es auch sehr ruhig. Zum Frühstück waren wir am Deich. Dort gab es nicht nur öffentliche Toiletten sondern auch Picknicktischchen. Wunderbar. Und dann sind wir direkt zu unserem Auftraggeber gefahren: Appartements in St. Peter Ording. Eine Vermittlungsagentur für Ferienwohnungen. Dort haben wir die ersten Informationen bekommen und den Schlüssel für unsere Ferienwohnung in super Lage. Nah beim Ortszentrum, aber sehr ruhig. Ankommen. Gegend erkunden und abends die Programmbesprechung. Gleich am nächsten Morgen war schon das erste Wohnungsshooting angesetzt. Mit neuer Dachterrasse und traumhaftem Ausblick.   Ansonsten haben wir die Gegend erkundet, uns Fahrräder ausgeliehen und sind abends noch mal schnell nach dem Abendessen an den Strand gefahren. Geht ja hier! Zum Sonnenuntergang genießen im Strandkorb oder zum Wetterdrama beobachten. Wir sind durchs Vorland spaziert, waren auf dem Wochenmarkt Fisch kaufen und waren sogar im Plüschkino mit Tischchen und Bedienung.   Wir haben den Strand menschenleer erlebt aber auch proppenvoll. Aber man kann sich hier auch ganz einfach zurückziehen. Man muss nur weit genug gehen, dann ist man ganz allein am Strand. Platz ist hier genug.   In dieser Woche haben wir hoffnungslos Überstunden gemacht, aber es hat sich nicht so angefühlt, weil wir einfach die Zeit am Strand so sehr genossen haben, dass es wirklich keine Arbeit war. Eine hoffentlich letzte Steuererklärung haben wir in der Woche auch noch gemacht und wieder mal gemerkt, wie unglaublich kompliziert alles ist und dass man ohne Beratung oder Unterstützung damit kaum klar kommt und wahrscheinlich eh immer irgendwas falsch macht. Für unser Buch blieb diese Woche keine Zeit, aber das wird schon. Ein paar Kapitel gibt es ja schon. Für die Weiterfahrt haben wir wieder zwei Tage reserviert. Mal sehen, wie es diesmal mit der Übernachtung klappt. Alle Tweets aus Sankt Peter-Ording gibt es hier auf storify zu lesen. Alle Fotos © DieMeurers