Your address will show here +12 34 56 78
Die Meurers auf der Walz

Auch wenn keine Regeln beim #tcbrsa18 – dem Tourismuscamp Bonn, Rhein-Sieg und Ahr 2018 – verlesen wurden, so möchte ich mich doch an “You do blog about barcamp.” halten.

Zunächst einmal Kompliment an Soledad von Bonn Touren und das Team von Bonn Digital, dass sie es geschafft haben, woran andere Tourismusbarcamps seit Jahren werkeln: Es war eine grandiose Zusammenstellung der Teilnehmer. Städteführer, Reiseveranstalter, Rechtsanwälte, Politikerinnen, Tourismusinfos, Hoteliers, Ferienwohnungsvermieter, Berater, Touristiker, Marketingleiter großer ansässiger Unternehmer, Twitterer, Instagrammer und Bonner trafen sich an zwei Tagen, um gemeinsam zu überlegen, was man in Bonn touristisch tun kann und soll.

Zu Beginn traf man sich zu einem kleinen Frühstück und konnte schon mal kräftig netzwerken. Anschließend ging es zur Vorstellungsrunde und Sessionplanung. 

Da es ein kleines feines Barcamp war, fand ich vier parallele Sessions schon fast zuviel und einige Teilgeber hätten sich – wieder mal – gerne geklont, um an zwei verschiedenen Sessions gleichzeitig teilnehmen zu können. Und erneut erwies sich die Abfrage der Interessenten an einer Session als trügerisch, weil man eventuell für alle vier parallelen Sessions sein persönliches Interesse bekundet hatte.

Airbnb

Meine erste Session war zum Thema Airbnb. Darüber wird heutzutage viel diskutiert. Einige Städte verbieten Vermietungen über die Plattform. In anderen Städten wenden sich Einwohner an Touristen, die über Airbnb gebucht haben und professionelle Vermieter ärgern sich über die halblegale Konkurrenz.

Ich war mit Heinz alleine in der Session, aber wir haben – ganz im Barcamp Gedanken – unser Wissen ausgetauscht und für die, die nicht dabei sein konnten sogar eine Art Resumé geschrieben:

Fazit: Jeder kann gerne über Airbnb vermieten, wenn er sich an die Regeln hält, also z.B. die Wohnung als Ferienwohnung umwidmet, entsprechend umbaut und alle Abgaben zahlt.

Tausend Betten mehr für Bonn

Nach dem Mittagessen, ging es dann für mich weiter mit einer Diskussionsrunde zur Zukunft der privaten Hotellerie, wenn es demnächst tausend weitere Betten im Billigbereich in Bonn geben wird. Hier zeigte sich wieder, was uns bei unserer täglichen Arbeit auffällt. Viele Hoteliers kennen ihren USP nicht und können ihre Werte nicht darstellen und viele ahmen nach, was die Marktbegleiter tun. Für mich als Gast braucht sich niemand mit den großen Billigketten messen. Wenn ich von A nach B fahre oder an einem Barcamp teilnehme, dann brauche ich nur einen Platz zum Schlafen. Dann tut es auch eine preiswerte Kette. Möchte ich mir aber eine schöne Zeit machen, dann brauche ich einfach mehr Platz und mehr Komfort und mehr Service. Dann gehe ich in eine ansprechende oder luxuriöse Unterkunft.

Das Angebot dazu muss ich aber dann auch schnell finden. Und ich muss es ohne viel Aufwand auch gleich buchen können. Am liebsten beim Hotel direkt. Und das ist auch im Jahre 2018 gar nicht so einfach. Und bitte zeigt mir – in guten (!) Bildern, wie es bei Euch aussieht. Nicht umsonst muss man als Vermieter bei den gängingen Buchungsplattformen eine Mindestanzahl von Fotos einstellen. Hier ist noch viel Luft nach oben.

Bisher hat sich noch keiner beschwert

Anschließend hatte ich meine eigene Session. Ich hatte angeboten, eine Art szenische Lesung aus meinem neuen Buch zu machen. Dabei hat sich gezeigt, dass sehr viele Dinge, über die ich schreibe, auch von anderen Gästen bemerkt und bemängelt werden. Hier liege ich also goldrichtig. Oft gaben mir die Teilnehmer das nächste Stichwort mit ihren Erfahrungen vor und so haben wir verschiedene Punkte angesprochen und diskutiert. In einem persönlichen Gespräch habe ich nachher erfahren, dass meine Anmerkungen auch auf andere Bereiche und Branchen angewendet werden können. Es geht darum, dem Gast oder dem Kunden zuzuhören. Und ihm ein entsprechendes Angebot zu machen. 

Fazit: Mein Buch trifft den Nerv der Gäste und es geht um Kleinigkeiten, die aber einen sehr großen Unterschied machen. Ein Tipp aus meinem Buch: Einfach mal im eigenen Hotelzimmer übernachten oder in der eigenen Ferienwohnung wohnen.

Wer sich für mein Buch interessiert, kann sich gerne an mich wenden. Es gibt auch Kooperationsmöglichkeiten mit eigenem Logo auf dem Umschlag. Sprecht mich einfach an -> buch@meurers.net

Das Hotel Collegium Leoninum

Die letzte Session an diesem Tag war eine Führung durch das Hotel Collegium Leoninum, in dem das Barcamp in liebevoll gestalteten Räumen statt fand. Das Vier-Sterne-Hotel hat eine bemerkenswerte Besonderheit: Es ist gleichzeitig auch Seniorenresidenz. Die verschiedenen Bereiche sind absichtlich nicht baulich oder räumlich getrennt sondern fließen ineinander. Sehr schön! Ich hatte schon angeregt, beim nächsten Mal die Bewohner einfach zum Barcamp einzuladen. Sie hätten sicher einiges beizutragen…

Damit war Tag 1 beendet. Sehr gut fand ich die Aufteilung auf Freitag und Samstag, so dass einige Barcamper geschäftlich und andere privat teilnehmen konnten.

Tag 2

Der nächste Tag begann wieder mit einem Netzwerkfrühstück, der Vorstellungsrunde und der Sessionplanung.

Zusammenarbeit mit Google

Diese Session hat mich sehr interessiert, da wir ja auch in unserer Arbeit immer mit anderen Personen zusammen arbeiten und verschiedene Dokumente und Informationen austauschen. Bisher hatten wir dazu noch nichts gefunden, was zu uns passte und womit auch andere, ständig wechselnde Partner, arbeiten. Die Möglichkeiten von den verschiedenen Apps von Google hörten sich gut an.

Manko: Nötiges WLAN, was oft in den schönsten Landschaften oder Unterkünften nicht ausreichend vorhanden ist und die Datenproblematik, die dann auch am Ende der Session diskutiert wurde. Will man all seine geschäftlichen Daten auf einem amerikanischen Server speichern?

Bonner Geschichten

Nach dem Mittagessen ging es für mich weiter mit einer weiteren Gesprächsrunde zum Thema Bonner Geschichten. Wie kann man über und aus Bonn erzählen, Informationen weitergeben und auf interessante Veranstaltungen hinweisen. Die Rezensionen kommen eventuell erst, wenn die jeweiligen Events vorbei sind.

Bonn hat schon eine große umtriebige Gemeinschaft. So gibt es über 1000 Blogs, jede Menge aktive Twitterer und Instagrammer und Menschen, die ihre Stadt und Region einfach mögen und sich gerne engagieren. Es wurden verschiedene Projekte angesprochen und vorgestellt. Zum Beispiel der Blogroman von Kleiner Komet, der in der Region spielt.

Diskutiert wurden Möglichkeiten der Vernetzung. Fragen nach (auch offizieller) Unterstützung und neuen Projekten. Hier konnte ich viele Beispiele aus meinem täglichen Tun einbringen. Schließlich lernen wir von Woche zu Woche viele touristische Beispiele kennen.

So wollten in einer Region Instagrammer schon lange einen Instawalk veranstalten, suchten nach Unterstützung des Stadtmarketings und trauten sich einfach nicht, nachzufragen. Tipp: Liebe Tourismusverantwortliche. Bitte kommuniziert einen Ansprechpartner mit E-Mail und Telefonnummer, den man fragen darf. Oft brauchen solche Initiativen lediglich einen Türöffner. Fashionblogger möchten zum Beispiel in ein architektonisch interessantes Gebäude, um schöne Hintergründe für ihre Fotos zu haben. Oder man möchte auch mal in einen Park bei Nacht, obwohl dieser offiziell ab 20 Uhr geschlossen ist. So etwas ist in den meisten Fällen zu organisieren und nicht mit großen Kosten verbunden. 

Andere Städte oder sogar Länder setzen auf Rotation Curation. Das bedeutet: In regelmäßigen Abständen werden Social Media Kanäle von anderen Personen übernommen und bespielt. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, wurde diese Idee auch bereits für Bonn umgesetzt:

@BonnerLowe

Instawalk auf dem Friedhof

Die letzte Session war wie an Tag 1 ebenfalls ein Rundgang. Diesmal auf dem Alten Friedhof. Ein Kleinod mitten in der Stadt direkt gegenüber des Hotels und ein toller Ort für ein #tweetup einen #socialmediawalk oder einen #photowalk. Ich hab natürlich gleich an einen Rundgang bei Vollmond denken müssen. Wer organisierts?

Fazit

Danke an Soledad und das Team von Bonn digital. Danke an alle Sponsoren. Und danke an das Hotel für die tolle Unterbringung. Die Organisation war gut und flexibel. Die Abwicklung für die Tickets einfach und schnell. Das WLAN war stark und beständig. Und die Teilgeber bunt gemischt. Es war ein kleines feines Barcamp und auch als Halbaußenstehende kann man etwas beitragen. Gerne sehen wir uns auf dem #tcbrsa19 wieder. 

0

Die Meurers auf der Walz

Realistische HDR Fotos gewusst wie!
28.10.2018 – 14:00 Uhr
Hotel Elbresidenz, Bad Schandau

Dauer: 3 Stunden

Voraussetzung: manuell einstellbare Kamera, Stativ, wenn möglich eigener Laptop mit installierter HDR-Software
Preis: 59,– Euro

Minimal 7 Maximal 20 Teilnehmer
Anmeldung: Bitte meldet Euch per E-Mail an: die@meurers.net

Der Workshop richtet sich an alle Fotografen (egal ob Hobby oder Profi), die schon immer mal wissen wollten, wie man mit der HDR-Technik „richtig“ umgeht und ein überzeugendes Ergebnis erzielt. Vorraussetzungen für diesen Workshop sind eine manuell einstellbare Kamera mit Stativ, wenn möglich ein eigener Laptop mit installierter HDR-Software und viel Lust auf etwas Neues.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung werden wir zunächst gemeinsam fotografieren, um die richtigen Belichtungsreihen zu erstellen. Anschließend werden wir am Laptop zusammen die HDR-Fotos bearbeiten.

In dem Workshop werde ich unterschiedliche Methoden und Workflows sowie verschiedene Software-Produkte für die HDR-Ausarbeitung vorstellen.

FotoCamp Herbstlicht

Der Workshop findet im direkten Anschluss an das FotoCamp Herbstlicht in der Sächsichen Schweiz statt. Mehr Infos zum BarCamp gibt es hier:

FotoCamp Herbstlicht Sächsische Schweiz

0

Die Meurers auf der Walz, Niedersachsen
Wir freuen uns sehr, dass es den ersten Fotokalender von uns gibt: Tadaa! Wir präsentieren den Kalender 2018 von Wolfenbüttel und Umgebung. Mit wunderschönen Fotos aus der Fachwerkstatt und dem Nördlichen Harzvorland. Einige wichtige Daten und die Feiertage dürfen natürlich nicht fehlen und sind auf den jeweiligen Kalenderblättern zu finden. Er ist schön groß, so dass die Bilder auch richtig zur Geltung kommen. Er hat fast DINA 3 Ausmaße. Entstanden ist er in Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfenbüttel. Danke für die tolle Zusammenarbeit! Am schwierigsten war die Bildauswahl. Sich auf so wenige Fotos zu reduzieren, ist richtig schwer. Und es gab einige Diskussionen, warum jetzt dieses Bild mit in den Kalender muss und warum jenes Foto auf einen anderen Monat muss. Aber nun ist er fertig. Die Details: Waldkalender Format: 420 x 280 mm 14 Seiten Spiralbindung Kalendarium mit deutschen Feiertagen und ein paar regionalen Daten Kaufen könnt Ihn ihn in der Touristenformation in Wolfenbüttel. Falls Ihr da nicht so schnell hinkommt, obwohl Wolfenbüttel absolut eine Reise wert ist, könnt Ihr ihn  hier bestellen: Kalender Wolfenbüttel bestellen Wir finden, er ist uns gut gelungen. Was meint Ihr? Gefällt er Euch? Habt Ihr ihn schon? Von welcher Region hättet Ihr gerne einen Kalender? Du möchtest einen eigenen Kalender von Eurer Region? Melde Dich einfach bei uns.
0

Die Meurers auf der Walz, Salzburgerland
Wenn ich schon immer darauf aufpasse, dass die Barcamp-Regeln eingehalten werden, dann folge ich natürlich auch gerne der Regel Nummer 1: Du blogst über Barcamps. Oder Du redest allgemein über Barcamps. Wie auch immer diese Regel ausgelegt wird…   Wir waren auf dem CastleCamp Kaprun Nummer 10. Nur ein einziges Mal – letztes Jahr – haben wir das touristische Barcamp auf der Burg in Kaprun verpasst. Ansonsten haben wir sie alle miterlebt. Beim allerersten Camp waren wir sogar entsprechend gekleidet. Und haben Rainer Edlinger seinerzeit auch mit unserem spärlichen Barcampwissen ausgeholfen. Deswegen spricht man ja inzwischen auch von TeilGebern. Jeder trägt zum Gelingen eines Barcamps bei. Mit dem, was jeder Einzelne beisteuern kann.

Samstag | Tag 1

So war es auch beim zehnten Mal. Die Burg war gut besucht. Die No-Show-Rate hält sich in Grenzen, seitdem es ein Erinnerungsschreiben für alle Angemeldeten gibt. Die Vorstellungsrunde lief sehr diszipliniert ab und war in wirklich kurzer Zeit beendet. Das muss man mal  lobend erwähnen! Die Sessionvorschläge waren sehr breit gefächert und auch die Barcamp-Neulinge haben sich eingebracht. Sehr schön!

Sessions Vormittag

Meine erste Session war “Digitale Assistenten“. Ich habe keine. Ich nutze auch Siri kaum. Aber mir wurde in der Session klar, dass ich vielleicht doch gerne solch ein Teil in einem Hotelzimmer hätte. Wenigstens um damit das Licht zu steuern. Jede Woche mühen wir uns doch mehr oder weniger mit Lichtschaltern in Hotelzimmern oder Ferienwohnungen ab. Da wäre so ein Assistent schon eine feine Sache. Das nächste Thema war: Gibt es einen Leben neben Booking.com. Die Diskussion war rege. Und die wogen gingen hoch. Der Sessiongeber war der Meinung, man könne doch ganz leicht selber seine Zimmer verkaufen. Viele Teilgeber – darunter auch Hoteliers – waren da anderer Meinung. Es gibt wohl nur wenige Beispiele von Destinationen, die sich Buchungsplattformen verweigern. Ischgel wurde zum Beispiel genannt. Eindeutig war jedoch die Meinung, dass viele Vermieter nicht selber buchbar sind oder selber auf Buchungsplattformen verweisen. Oder gar bei Direktbuchung teurer sind als auf booking und Co. Hier könnte man jedenfalls schon mal ansetzen. Ob man ganz auf die Plattformen verzichten kann oder soll, ist wirklich fraglich.   Die letzte Session vor der Mittagspause war die Frage nach “Anwendungsfällen zum Thema Blockchain im Tourismus“. So richtig wusste kaum jemand, was Blockchain überhaupt ist und wie es funktioniert. Und so stocherten wir alle irgendwie im Dunklen. Und wenn man nicht weiß, wie etwas geht, dann kann man dafür auch keine Anwendungsbeispiele finden. Es war ein bißchen so wie die Papperlapapp-Session” seinerzeit auf dem Almcamp. Und so suchen wir noch heute nach dem Problem, was die Blockchain im Tourismus lösen könnte. Vielleicht wissen wir nächstes Jahr mehr… Sabrina hat eine Zusammenfassung zu ihrer Session geschrieben.  

Sessions Nachmittag

Nach der Mittagspause mit dem gewohnt üppigen Buffet – übrigens auch für Vegetarier – ging es zum Munterwerden mit einer Mitmach-Session weiter: Schlechtwetter-Fotografie mit Achim. Wieder einmal strömten alle aus, um auch den hintersten Winkel der Burg zu fotografieren. Diesmal halt im Regen mit schimmernden Pfützen und grauen Wolken. Jeder Farbtupfer war willkommen. Und jedes noch so kleine Pflänzchen kam mit aufs Foto. Hauptsache etwas grün im Bild. Tropfen waren natürlich auch sehr beliebt. Alle Anwesenden hatten ihren Spaß und haben etwas mitgenommen. Die nächste Session habe ich ausgelassen. Videos sind nicht so mein Ding und mit Erlebnissen hadere ich (ein Blogpost dazu kommt sicher noch). Die Zeit habe ich zum Netzwerken und Quatschen genutzt. Dafür sind Barcamps ja auch da und berühmt. Dafür war ich anschließend bei “Zusammenwirken Hotels & DMOs in der Digitalisierung” wieder mit dabei . Auch hier wurde angeregt diskutiert. Was geht, was geht nicht? Welche Daten kann ich weitergeben, welche nicht? Was möchte der Gast? Was fürchtet er? Ich persönlich bin erstaunt, dass ich selbst im Jahr 2017 nicht die Antworten auf meine Fragen als Urlaubsgast erhalte. Aber was soll man erwarten, wenn in den allermeisten Hotels und Restaurants schon keine Kartenzahlung möglich ist oder E-Mail-Anfragen erst nach Tagen oder gar nicht beantwortet werden; von Social Media Kanälen ganz zu schweigen. Hier würde ich mir selber wirklich mehr online Präsenz wünschen und mehr Verbindungen. Und ich warte immer noch auf die Besucherlenkung, die mir ein tolles Urlaubsgefühl erlaubt, weil ich nicht umsonst irgendwo hinfahre oder keinen Parkplatz mehr bekomme oder oder oder. Die Infos dürfen mich ruhig erreichen und dafür gebe ich auch gerne meine Daten her. Was ich nicht mag, ist automatisch auf einem Newsletterverteiler zu landen, nur weil ich das Anmeldeformular beim Check-In ausgefüllt habe. Hier gibt es noch viel Entwicklungspotenzial. Die letzte Session am ersten Tag schloss sich dann auch fast thematisch an: “Direct und Instant Messaging im Tourismus“. Ja, auch das hätte ich gerne. Ich komme am Urlaubsort an, melde bei WhatsApp oder einem anderen Dienst an und bekomme in meinen Ferien jeweils aktuelle Informationen direkt auf mein Smartphone. Ein Traum? Wer macht's? Gerade für aktuelle Infos unschlagbar. In Kaprun ist genau am Wochenende vom Castlecamp ein Markt ausgefallen. Die Information habe ich als DIN A4 Ausdruck im Hotel vorgefunden. Aber wer liest solche Ausdrucke? Und wie haben andere Besucher vom Ausfall erfahren. Es wäre ein tolles Anwendungsbeispiel für Instant Messaging gewesen. Aber auch hier gab es wenig aktuelle Beispiele. Passend dazu ein Artikel. Der erste Tag vom Castlecamp endete mit dem gewohnten Whiskytasting. Bier gab es diesmal leider keins zu verkosten. Die Abendveranstaltung war zum ersten Mal etwas außerhalb, aber trotzdem gut besucht. Vielleicht sind deswegen aber viele schon früh gegangen, so dass man nicht wie sonst üblich noch mit dem ein oder anderen an der Bar abhängen und reden konnte.

Sonntag | Tag 2

Tag 2 begann wieder mit der Sessionplanung. Vom Vortag ist wenig übrig geblieben, aber es gab auch genügend neue Vorschläge. Zum Wachwerden gab es gleich wieder eine Diskussion. Diesmal über “Influencer“. Ja, auch wir hadern mit den Influencern. Fast jede Woche sind wir kurz davor, uns follower oder likes zu kaufen, weil wir doch viele Aufträge erst gar nicht bekommen, weil wir nicht die richtigen Zahlen haben. Dabei ist es bei unserem Konzept völlig Wurscht, wieviele Leser oder Follower wir haben. Wir produzieren Content, den wir abgeben. Also total egal. Aber dennoch wollen Agenturen und DMOs unser Kit sehen und lehnen uns auch rundheraus ab: “Ohne Media Kit können wir nicht kooperieren.” Und ja, es tut richtig weh, wenn statt Qualität auf Quantität gesetzt wird. Wir hoffen immer noch, dass sich letztendlich Qualität durchsetzt. Wir werden sehen. Bis dahin arbeiten wir weiter in unserer gewohnten Qualität und ohne gekaufte Zahlen. Bei der “SEO-Klinik” stand unsere Seite auf dem Prüfstand und wir waren schon erstaunt, was man so alles aus unseren Zahlen ablesen kann. “Wir sind fleißig und haben aber keine Zeit.” Ja, das trifft es genau. Es gab wertvolle Tipps, die wir dann auch bald mal umsetzen werden. Schließlich haben wir etwas über “Machine Learning” gehört. Ein sehr spannendes Thema, was wohl auf den nächsten Barcamps noch öfter vorkommen wird. Aber auch hier schwirrte mir leicht der Kopf, weil es doch etwas komplex ist und man sich damit genauer auseinander setzen muss. In der Feedbackrunden gab es wenig Verbesserungsvorschläge. Das Castlecamp ist halt gut so, wie es ist. Nach dem gewohnt guten Mittagessen, gab es die traditionelle Abschluss-Session, die so lange dauert, wie sie dauert. Und diesmal hat sie gedauert. Es ging um “Strukturierte (verlinkte) Daten”. Rainer Edlinger hat aus dem Nähkästchen vom SalzburgerLand geplaudert und erklärt, wie sie tausende von Einträgen geschrieben haben, um Google anzufüttern, sich doch bitte bei den Daten zu bedienen und so die Destination gut darzustellen, anstatt – wie bisher – sich bei altes Datenmaterial zu verwenden und damit oft überholte Informationen zu verbreiten. Eine tolle Abschlusssession.

Fazit

Für mich war es seit langem mal wieder ein Barcamp mit wirklich neuen Dingen, so dass man mit surrendem Kopf weg ging, weil man einiges zum Nachdenken und Nachlesen mit genommen hat. Es muss ja nicht immer ganz so krass sein wie auf dem Almcamp, so dass im minutentakt getwittert wird: “Ich bin raus.” Unsere Entscheidung, dieses Jahr wieder verstärkt Barcamps zu besuchen, war gut und richtig. Um zu den anfänglichen erwähnten Barcamp-Regeln zurück zu kommen. Ich würde mir wünschen, dass Sessions, die fast schon standardmäßig auf mehreren Barcamps hintereinander gehalten werden, keinen Platz mehr auf dem Castlecamp finden.

Unterkunft

Gewohnt haben wir übrigens wieder im ActivebyLeitners. Dem Wohlfühlhotel mit Hängematte und besonderem Flair: Einfach schön, wenn man persönlich begrüßt wird. Und die Lavendelblüten auf dem Nachttisch haben den schwirrenden Kopf schnell beruhigt und für einen tiefen Schlaf gesorgt. Danke!😘

Rückblick

Alle weiteren Blogposts zum Castlecamp werden hier gesammelt: Rückblick #cczk17 Wir freuen uns jedenfalls schon auf nächstes Jahr.

Und hier noch ein paar Impressionen:

MerkenMerken MerkenMerken MerkenMerken MerkenMerken MerkenMerken MerkenMerken
2

Die Meurers auf der Walz
Wir haben es ja schon angekündigt, dass es jetzt hier im Blog öfter mal die Geschichte zu einem Foto geben wird, damit wir zeigen können, wie wir arbeiten. Beginnen wir mit dem Radmarathon Tannheimer Tal 2017. Unsere Aufgabe war klar: Den Radmarathon 2017 einzufangen. Wichtig waren die Stimmung, der Aufbau und vor allem die Verortung der Fotos. Man sollte sehen, dass es sich um den Radmarathon im Tannheimer Tal handelt. Am Sonntag sind wir angereist und haben unsere Ferienwohnung im Start-/Zielbereich vom Radmarathon bezogen. Montag morgen hatten wir unsere erste Besprechung: An dem Tag war wichtig zu erfahren, was wann wo passiert und was vier davon dokumentieren sollen. Darunter war eben auch die oben schon erwähnte Verortung der Fotos. Für die rein sportlichen Aufnahmen waren andere Fotografen bestellt, die an spektakulären Orten darauf warteten, dass sich dort tolle Szenen ereignen. Es war also klar: Wir müssen an die Radmarathon-Strecke. Aber wo sind die schönsten Punkte zum fotografieren? Da hilft zwar fragen, aber das allein reicht nicht. Da ist die Landschaft schön bedeutet nicht auch gleichzeitig, dass das Foto toll wird. Man muss da schon einmal durch den Kamerasucher schauen.

Location Check

Wir hatten also schon ein paar Vorschläge für schöne Stellen und mit dieser Karte sind wir dann losgezogen und sind die Strecke abgefahren. Also los: Hinfahren, aussteigen, durch die Kamera gucken und ein Foto machen… Immer wieder. Weiter fahren, manchmal nicht aussteigen, weil die Umgebung fototechnisch nichts hergibt und den nächsten Punkt ansteuern. Manchmal einen Punkt vormerken und hoffen, dass noch etwas besseres kommt, wie zum Beispiel diese Kehre unten im Bild. Diese Kehre ist toll und wäre ein schönes Fotomotiv, aber sie hatte auch Nachteile: Unser Auto stand im Bild. Man hätte das Auto in einem Feldweg parken können, aber die Zufahrt zu diesem Feldweg war sehr hoch. Unser Auto ist nicht ganz geländegängig und die Zufahrt war eng. Man hätte dort nicht wenden können. Am Sonntag erwarteten wir nicht nur knapp 2000 Teilnehmer am Radmarathon sondern auch andere Fahrradfahrer, Autofahrer, Ausflügler und Teilnehmer an einem Bully-Treffen und von einem Oldtimertreffen. Dabei dann in einer Pass-Kehre rückwärts rausfahren, könnte ein Problem sein. Also weiter fahren. Weiter gucken. Weiter suchen. Die Radstrecke beträgt 130 km. Wir sind sie fast ganz abgefahren. Das Ende der Strecke mit der Wendemarke haben wir nicht aufgesucht, weil wir auch überlegt haben, wie lange wir für den Rückweg brauchen. Mit den oben genannten Überlegungen, schafft man nicht so viele Kilometer wie an einem Wochentag ohne zusätzlichen Sonderverkehr. Mit den Probeaufnahmen sind wir zurückgekommen, haben sie angeschaut und auch an unseren Kunden zur Abstimmung geschickt.

Timing ist alles

Die nächste Herausforderung: Die Zeit. So Rennradfahrer fahren auch gerne mal sehr schnell und wir mussten planen, wann wir an welchem Punkt realistischer Weise sein könnten, um dann dort zum Beispiel die Spitzengruppe fotografieren zu können. Gut, dass es dafür Zeitpläne gibt. Da steht drauf, wann ein Teilnehmer wo sein wird, wenn er wieviele Kilometer pro Stunde fährt. Mit diesem Wissen und den Orten, die wir uns rausgesucht hatten, konnten wir also jetzt planen. Einige Stellen würden sehr sportlich. An anderen hätten wir Zeit zum Warten. Sportlich war vor allem der Teil nach dem Start der langen Strecke bis zum ersten Fotopunkt. Die Planung ging sogar so weit, die “Rennstrecke” zu überlegen, wo wir entlang laufen könnten, bis zu unserem Auto, was wo parkt, damit wir bis zu dem Fotopunkt fahren können. Das war gar nicht so einfach. Bei knapp 2000 Teilnehmern zum Teil mit Begleitpersonen, macht das ganz schön viele Fahrzeuge, die alle irgendwo parken möchten. Wenn der Start läuft, dauert dies einige Minuten. In der Zeit kann man die Startstraße nicht überqueren. Daran hing dann auch die Überlegung von welcher Seite wird das Startfoto gemacht? Daran hing dann auch der Weg zu unserem Auto. Da es drei Starts gibt, bedeutet das, dass kurz nach dem ersten Start bereits die Fahrer für den zweiten und dritten Start im Start-/Zielbereich herum laufen. Gerne auch mal mitten auf der Straße. Deswegen kann man nicht mit 50 km/h durch den Ort fahren sondern muss da mit viel Hindernissen rechnen und sehr langsam fahren. Deswegen haben wir auch genau überlegt, welche Straße wir wählen. Das ging hin bis zu der Frage, ob man irgendwo links abbiegen muss und es nicht besser wäre eine Einmündung zu finden, bei der man “nur” rechts abbiegen braucht.

Workflow

Irgendwann stand alles fest. Fotoposition beim Start rechts auf einer Leiter. Kurz nach dem Start nach rechts weg zum Auto laufen. Das Absperrgitter zur Seite schieben. Durchfahren. Das Gitter wieder zu machen und dann durch Seitenstraßen zur Bundesstraße. Dort nach rechts abbiegen und zum Fotopunkt fahren. Bis hierhin sind schon einige Stunden Arbeitszeit investiert ohne präsentierbares Ergebnis. Alles nur Vorarbeit. Wir haben dann noch überlegt, eine Warnweste anzuziehen. Damit wir gute gesehen werden, wenn wir nah am Straßenrand stehen. Von den Veranstaltern gab es für uns Organisations-T-Shirts und die passenden Warnwesten. Unser Auto bekam auch noch einen Aufkleber, um zu signalisieren, dass wir dazu gehören. Für manche Punkte haben wir am Straßenrand geparkt und da ist es schon gut, dass man erklären kann, was man da macht. Also gut. Alles besprochen. Alles geplant… Was wir nicht bedacht hatten, ich stand an einer anderen Stelle als Achim für das twitter Start-Video. Ich musste also durch die Tennishalle rennen. Er über die Straße. Ich bin dann gleich bis zum Gitter gerannt, um es aufzumachen und dann erst ins Auto gesprungen. Wir hätten nicht viel später am Fotopunkt ankommen dürfen. Der erste Fahrer hatte da schon 20 Sekunden oder mehr Vorsprung… Hat sich gelohnt, oder? Danach ging es zurück zum Start-/Zielbereich für den zweiten Start und danach dann auf die Strecke zu den ausgewählten Punkten. Und dann mussten wir noch mit anderen Autofahrern diskutieren, die mitten im Bild parken wollten. Wir haben gesagt, dass sie hinter unserem Wagen parken sollen, da sie sonst mitten im Foto sind. Manche haben schnell umgeparkt, manche wollten unbedingt diskutieren. Also falls Ihr das hier lest. Es war zum Beispiel für diese Fotos: Soweit mal etwas zu den Vorbereitungen zu unseren Fotos. Wie gesagt, ist es mit den Vorbereitungen allein nicht getan. Aber wir hoffen, dass wir mal einen Einblick geben konnten wie viel Zeitaufwand und Arbeit schon mal hinter einem Bild stecken kann. Die restlichen 699 Bilder von der Rennradwoche könnt Ihr hier bewundern: Radmarathon Tannheimer Tal 2017  
0

Die Meurers auf der Walz
Es wird hier im Blog eine neue Serie geben: Die Geschichte zum Foto… Immer wieder treffen wir auf erstaunte Auftraggeber, wenn wir erklären, wie wir arbeiten. Und obwohl wir schon eine Checkliste haben für potentielle Kunden, gibt es immer wieder Fragen. Inzwischen ist ja legendär, dass man bei uns für Hotelfotos Bettwäsche oder Vorhänge bügeln muss, aber diese Vorbereitung ist ja beileibe noch nicht alles. Für viele Fotos braucht es noch weit mehr an Vorbereitung. Und natürlich Nachbereitung. Darüber könnte man eine weitere Artikelserie schreiben. Wir bleiben jetzt erst Mal bei den Vorbereitungen. Warum machen wir uns so viel Mühe? Ganz einfach: Damit die Qualität stimmt. Wir werden gebucht, wegen der Qualität unserer Arbeit. Jeder, der uns ruft, will solche schönen Fotos. Umsomehr erstaunt es uns oft, dass man dann manchmal nicht gewillt ist, etwas für das Foto zu tun oder glaubt, solche Bilder entstehen durch einfaches schnelles ‘knipsen'. Letztens meinte ein Kunde: “Können wir da nicht ein paar Abstriche machen?” Es ging wieder ums Bügeln. Unsere Antwort war: “Qualität ist nicht verhandelbar.” Als die Fotos dann fertig waren, haben sie sich doch geärgert, dass am ersten Shooting Tag nicht perfekt gebügelt wurde und meinten, man könne den Unterschied sehr gut sehen. Und bestätigten – wieder mal – dass sich der Aufwand lohnt. Deswegen haben wir uns entschlossen, zwischendurch mal zu erzählen, wie einzelne Bilder zustande kommen. Hier geht es auch direkt zum Teil 1: Rad-Marathon – die Geschichte zum Foto Und die Stories zu diesen Fotos kommen dann bald in Kürze…  
0