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Digitalnomade

Und schon wieder eine Blogparade. Hatte ich schon gesagt, dass ich Blogparaden liebe?

Diesmal geht es um #kopföffner Ein schönes Wort. Und da wir uns alle mit der Zukunft beschäftigen sollten, hoffe ich, denke ich, dass wir zu diesem Thema auch etwas beitragen können. 

Nachdem wir schon seit zig Jahren selbständig waren und sind; Achim und ich jeweils alleine und jetzt zusammen, haben wir alles durchgespielt: Homeoffice, externes Büro und jetzt eben mobiles Büro. 

Ich erzähle Euch heute einfach mal, wie wir das machen. Was für Geräte haben wir? Und welche Hilfsmittel und Apps nutzen wir für unsere tägliche Arbeit? Mobiles Büro heißt auch fast papierlos. Wir können nicht auch noch Aktenordner und Ablagefächer oder Postkörbe mit uns rumschleppen. Deswegen ist unser Papierverbrauch fast null.

Aber von vorne:

Mein wichtigstes Arbeitsgerät ist mein Smartphone. Ich nutze es tagsüber sehr viel und auch unterwegs bei Fotoshootings. Ich lese Mails, informiere mich auf Twitter und kommuniziere über WhatsApp. Hier richten wir meistens mit Kunden Gruppen ein, um uns schneller abstimmen zu können. Weil ich das Smartphone immer schnell zur Hand nehmen können muss, habe ich lange nach einer vernünftigen Halterung gesucht und auch eine gefunden. Nun habe ich das Gerät immer umhängen. Ich kann es schnell zücken, um ein Foto zu machen oder etwas nachzuschlagen. 

Wenn ich irgendwo etwas interessantes sehe oder in einer Zeitschrift etwas lese, dann mache ich davon ein Foto. Ist es eine Webadresse, öffne ich sie und schaue, ob ich mir diese Seite merken muss. Dann kommt der Link in Google Notizen. Ist er auch für andere interessant, verschicke ich ihn. Oder ich tweete ihn, wenn ich glaube, dass das noch mehr Leute interessieren könnte.

Buchhaltung

Für die Buchhaltung nutzen wir Scanbot. Hiermit können wir Belege sehr gut erfassen und sie werden bei uns sofort in GoogleDrive geladen. Von dort kann die Buchhalterin sie einsehen oder sich herunterladen. Weiterhin nutze ich noch Numbers, um verschiedene Statistiken zu erstellen. Hier tippe ich meistens die Beträge einfach ab und füge sie in Tabellen ein. 

Die vorbereitende Buchhaltung erledige ich am iPad. Hier liebe ich den Splitscreen. So kann ich mir zwei Dokumente nebeneinander legen und sie abgleichen. Zum Beispiel, ob für alle Buchungszeilen die Belege vorliegen. Leider funktioniert der Stift nicht auf jedem Dokument und da man keine zwei Dokumente aus einer App nebeneinader legen kann, behelfe ich mir oft mit einem Screenshot, den ich anschließend wieder lösche. 

Arbeitsalltag

Google Maps sagt uns hoffentlich, wo wir unterwegs etwas einkaufen können oder etwas reparieren lassen können. 

Während meiner Arbeit als Non-Mystery-Guest erfasse ich meine Beobachtungen in einer einfachen Pages Tabelle, die ich als Vorlage gespeichert habe. Es gibt zwei Spalten. Eine für das Foto und die zweite für meine Anmerkungen. 

In Besprechungen nutze ich die App Notizen. Ich hatte gehofft, dass ich das iPad wie einen Notizblock nutzen könnte und einfach etwas mit dem Stift notieren könnte. Entweder schreibe ich so komisch oder ich habe noch nicht die richtige App gefunden. Ich mag nicht, dass sie meine Schrift ändern und auch die Anordnung verändern. Meistens reichen aber ein paar Stichworte aus.

Selbst wenn wir zum Beispiel Arbeitspläne in Papier ausgehändigt bekommen, fotografieren wir sie ab, weil man so besser Informationen untereinander austauschen kann. 

Visitenkarten oder Flyer, die wir ausgehändigt bekommen, werden auch abfotografiert bzw. mit Scanbot erfasst. Leider lässt die Texterkennung hier noch zu wünschen übrig sonst könnte man sehr gut nach Kontakten suchen.

Administration

Zur Akquise und Auftragsbearbeitung nehmen wir seit Neuestem Tapforms. Hier können wir alles wichtige zu Kunden und eventuellen Neukunden notieren. 

Wichtige Belege scanne ich auch mit Scanbot und diese werden auch in GoogleDrive abgelegt. Die Papierversion hebe ich zusätzlich noch auf. Dafür habe ich zwei sogenannte Frösche (die sind leider aus Plastik – gibt es da inzwischen was umweltfreundlicheres?). Auf einem hefte ich die geschäftlichen Belege ab und auf dem anderen die privaten. Dazu habe ich einen sehr kleinen flachen mobilen Locher. 

Papier

Manchmal bekommen wir bei einer Schulung oder bei einem Barcamp einen Notizblock geschenkt. Wenn ich diese nicht weiter verschenke, nutze ich sie selber. Ich habe einen Bleistift, einen Kugelschreiber und einen Tintenfüller dafür. Einige Postkarten, die wir auch mal geschenkt bekommen oder gratis Postkarten habe ich auch dabei. Genauso bekommt man manchmal z.B. beim Arztbesuch einen Briefumschlag mit ausgehändigt. So habe ich immer einen parat, falls ich mal etwas verschicken muss. Einige Büroklammer, die man auch mal bekommt, ergänzen mein Büro. Eine Rolle Klebeband gibt es noch und ein paar Sichthüllen

Geräte

Ich nutze ein iPhone mit Halterung und ein iPad Pro mit Standfuß und externer Tastatur.

Achim hat inzwischen wieder einen iMac und nutzt dazu eine externe Tastatur sowie ein Wacom Tablet mit Stift für die Fotobearbeitung. Dazu gesellen sich ein paar mobile Festplatten und eine Kabelkiste. Als Backup werden die Fotos auf einer zweiter Festplatte gespiegelt, die wir ab und zu an Freunde schicken.  Achim hat auch noch einen Laptop und ein iPhone. 

Wir haben immer einige Mehrfachstecker dabei und eine ganze Sammlung an Ladekabeln.

Damit wir mit allen Geräten auch immer online sein können, haben wir einen mobilen Router und mittlerweile eine beachtliche Sammlung an SIM-Karten aus verschiedenen Regionen/Ländern von unterschiedlichen Anbietern.

Vorteil

Wir sparen Unmengen an Papier oder Druckerpatronen und Plastik. Das gesamte Büro ist innerhalb weniger Minuten transportfähig und kann überall dort aufgebaut werden, wo es einen Schreibtisch und WLAN gibt.

Nachteil

Mit der ein oder anderen Institution oder Kunden gibt es Diskussionen, weil partout auf Papier beharrt wird und zum Beispiel eine Rechnung als PDF nicht akzeptiert wird. Etwa zwei Mal pro Jahr müssen wir tatsächlich etwas ausdrucken. Das geht dann meistens beim Kunden oder im Hotel. Ab und zu müssen wir auch etwas per Post verschicken. Es ist zeitaufwendig, entsprechende Apps oder Anbieter zu suchen, die digital funktionieren. 

Fazit

Es geht. Man kann eine Firma von einem mobilen Büro aus führen. Einiges spart viel Zeit, anderes ist etwas mühsamer. Aber Ressourcenverbrauch ist außer Strom sehr gering. 

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Die Meurers auf der Walz, Digitalnomade
Wir sind jetzt seit über sechs Monaten unterwegs und müssen leider feststellen, dass die Versorgung mit WLAN in Hotels und Ferienwohnungen noch einiges zu Wünschen übrig lässt. Fragt man die Unterkünfte nach WLAN, kommt meistens die Antwort: “Ja, haben wir.” So weit so gut. Abgesehen davon, dass die Meurers bisher immer das Zimmer bekommen hatten, wo es keinen Empfang mehr gab – war ja schon ein running gag – ist die bereit gestellte Bandbreite oftmals ein Witz.

Ein bisschen Internet ist wie in bisschen schwanger

Darüber hinaus ist es extrem ärgerlich, wenn zwar WLAN zur Verfügung gestellt wird, aber dieses dann in irgendeiner Weise limitiert oder eingeschränkt ist. Wir hatten da in den letzten Monaten schon die merkwürdigsten Versionen:
  • man kann E-Mails abrufen, aber keine versenden
  • bestimmte Seiten sind gesperrt; darunter google, dropbox, Facebook und co., medium, buzzfeed, onlinebanking, onlineshops, usw.
  • die hoteleigene Seite war gesperrt, aber nicht Facebook und co. und viele andere
  • kein Zugang zum eigenen Cloud-Server möglich
  • kein WLAN nach 23 Uhr!
  • zeitlich limitiert auf 3 Stunden
  Für manchen Urlauber mag das okay sein, dass er nur seine Mails lesen kann – wobei wir glauben, dass man vielleicht schon darauf antworten möchte.

Wir sind digital

Für uns hängt aber leider ein bißchen mehr dran. Nicht nur, dass wir Sachen veröffentlichen möchten und Zugang zu unserem Blog haben möchten und zu einigen Plattformen; wir leben jetzt digital. Wir sind, wie man so schön sagt, Digitalnomaden. Und damit ist die Nutzung eines funktionierenden WLANs mit einer brauchbaren Bandbreite für uns sehr sehr wichtig.

Der Internetzugang ist unsere Nabelschnur

Beispiel Post: Wir haben zwar eine Meldeadresse, aber sind dort nie. Unsere Post kommt aber dorthin. Netterweise wird sie gescanned und an uns weiter geleitet. Darunter auch so Sachen wie Krankenkasse, Finanzamt und ähnlich wichtige Dinge. Deswegen müssen wir darauf zugreifen können. Alles, was wir jetzt an Papier bekommen, fotografieren wir und speichern die Fotos. Wir können keine Aktenordner mit uns rumschleppen. Aber auf die Fotos müssen wir zugreifen können, oder sie mit anderen austauschen können. Oder das Thema online banking. Wenn das gesperrt ist und wir können unseren Krankenkassenbeitrag nicht rechtzeitig bezahlen, hat das unliebsame Auswirkungen für uns. Es ist eben nicht so, dass wir in einer Woche wieder “zu Hause” sind und dann solche bürokratischen Dinge erledigen könnten. Natürlich sind wir auch bei Facebook und Twitter und googeln mal etwas, aber eine Woche ohne Bankverbindung ist schon sehr schwierig. Für uns ist der Internetzugang wie eine Nabelschnur. Wir brauchen es. Deswegen ist eine Abschaltung um 23 Uhr oder eine Einschränkung eine Katastrophe.

WLAN ja, aber was ist mit der Bandbreite?

Weiterhin ist die Bandbreite ein Problem. “Wir haben WLAN” sagt noch nichts darüber aus, wieviel Bandbreite zur Verfügung steht. Auch, wenn die Download-Geschwindigkeit stimmt, hapert es oft an dem Upload.  

Warum der Upload für uns wichtig ist

Für uns ist der Upload deshalb sehr wichtig, da wir Fotos und Texte in die Welt hinaus schicken möchten bzw müssen. Denn dafür sind wir ja gebucht worden. Wir bloggen, twittern, facebooken etc über das Hotel, die Region oder das, was uns gerade beschäftig, mit mehr als einem Foto. So kommen doch eine Menge MB zusammen. Und wenn wir die dann nicht veröffentlichen können, ist es mehr als ärgerlich für alle beteiligten! Wenn wir umziehen, machen wir als erstes einen Speedtest. Wir nutzen die App HotelWifiTest oder speedtest.net. Wenn man dann die Hoteliers auf die Bandbreite anspricht, sind die meisten verdutzt. Manche klagen einem dann ihr Leid mit den Anbietern oder jammern, dass sie über Satellit gehen müssen und dass das alles so teuer ist.

Gratis WLAN?!

Apropos teuer. WLAN ist noch längst nicht gratis. Wir hatten schon 5 Euro pro Gerät und Woche. Oder 2,50 Euro pro Gerät und Tag. Aber das stärkste war das hier: Das ist völlig unverständlich. Dann könnten sie auch gleich schreiben: “Wir haben mehrere 10.000 Euro Personalkosten, deswegen erheben wir jetzt für den Zimmerservice pro Tag 5 Euro.” Die Kosten für die Bereitstellung von einem Internetzugang per WLAN sollten eigentlich Betriebskosten sein. Mehrere hundert Euro dürften bei dem Haus ein Kinkerlitzchen gewesen sein im Vergleich zu den Betriebskosten der Wellnessabteilung oder anderer gratis Angebote für Hotelgäste. Das bedeutet ja auch, dass die Wertigkeit nicht stimmt. Eher kauf ich für mehrere hundert Euro Blumenschmuck jeden Monat oder statte meine Angestellten mit teuren Trachten aus…

Wir müssen draußen bleiben

Es gibt auch eine gewisse Erziehungs-Haltung: Der Gast soll hier Urlaub machen und nicht in dieses Teil gucken. Die Angst und das Misstrauen vor diesem ‘Internet' sitzt noch tief. Wir treffen auch ab und zu auf solche Aushänge

Unsere mobile „Notlösung“

Wenn das Haus-WLAN nicht ausreicht, dann haben wir immer noch unseren „Handtaschenrouter“, aber je nachdem, wo wir gerade untergebracht sind, ist der Empfang auch schlecht oder manchmal gibt es eben gar keinen. Es ist ja sehr schön so mitten in der Natur zu wohnen, hat aber eben auch seine Nachteile; zumindest für uns. Das hier war das langsaaaaaaaaamste, was wir bisher hatten. Darf man das überhaupt noch Bandbreite nennen?   Hier liegt anscheinend noch einiges im Argen. Irgendwie hatten wir gedacht, 2015 wär das schon anders…

Und Ihr so?

Was habt Ihr für Erfahrungen mit WLAN auf Reisen?  
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Die Meurers auf der Walz, Digitalnomade
Wir sind jetzt schon einige Wochen unterwegs und recht schnell hat sich eine Sache herauskristallisiert, die ich sehr vermisse: Eine Waschmaschine. Auch wenn man im Alltag oft darüber flucht, dass man wieder waschen muss und Wäsche aufhängen und abnehmen und zusammenfalten muss, uns fehlt so ein Teil und die damit verbundenen Aufgaben jetzt. Mit der eigenen Waschmaschine kann man eine Maschine anschmeissen, wann immer man das will und wir hatten manchmal fünf Maschinen in einer Woche in unserem 2-Personen-Haushalt. Gut, die Handtücher, Bettwäsche, Vorhänge und Teppiche fallen jetzt weg, genau wie die Gartenklamotten, aber es bleiben immer noch die ganz normalen Sachen übrig. Bei jeder neuen Unterkunft gibt es deswegen nicht nur die Frage nach einem WLAN (ist eine andere Geschichte) sondern auch nach einer Waschmaschine. Die wenigsten Hotels oder Ferienwohnungen bieten so etwas an. Also sind wir immer auf Gutwill angewiesen. Das hat auch immer ganz gut funktioniert, ob jetzt in der Wohnung der Schwiegermutter oder dass ein Hotel unsere Wäsche in der Hotelwäscherei mitgewaschen hat. Oft bekommen wir die Sachen auch fix und fertig gefaltet zurück. Wow! Was für ein Service. Aber ich tue mich sehr schwer mit Fragen. Und es ist mir peinlich, wenn andere meine Wäsche aufhängen, abnehmen und falten. Wenigstens trocknen und zusammen legen würde ich ja gerne selber machen. Mir fehlt ja eigentlich nur das Gerät zum Waschen. Ziemlich schnell, habe ich auch Lehrgeld bezahlt, als mein 100%-Seiden-Nachthemd nicht mehr seidenglatt und geschmeidig aus der Wäsche kam sondern sich eher wie ein Stück Schmirgelpapier angefühlt hat. Was war passiert? Nach einigem googeln und surfen, glaube ich, dass ein Color-Waschmittel Schuld war. Natürlich haben wir auf die Walz kein Waschmittel mitgenommen. Wir mussten uns ja sowieso schon auf das Nötigste beschränken. Nur Waschmittel haben wir da nicht mit eingeplant. Also wurde immer das genommen, was jeweils vorhanden war. Und das war wohl auch mal ein Color-Waschmittel. Mein Seidenteil habe ich schon oft in der Waschmaschine gewaschen. Das ist auch dafür geeignet. Nur haben wir in den letzten Jahren ausschließlich Waschnüsse benutzt. Ratet mal, was wir jetzt doch wieder mit uns rumschleppen? Richtig! Eine Tüte Waschnüsse! Aber das half meinem Seidennachthemd auch nicht mehr. Allerdings bin ich beim surfen auch auf Reparaturvorschläge gestossen. Und einer war: Buttermilch! Nun gut. Bevor ich mein schönes Teil in die Altkleidersammlung bringe, kann ich das mit der Buttermilch ja mal versuchen! Gesagt – getan! Buttermilch gekauft und das Kleidungsstück über Nacht in 5l Wasser mit 0,5 l Buttermilch eingelegt. Sieht ziemlich merkwürdig aus… Anschließend ausgewaschen und nass aufgegangen. Voila! Es geht wieder. Es hat nicht seinen ursprünglichen Glanz und die Geschmeidigkeit wieder, aber es ist wieder tragbar! Hallelujah! Dieses Erlebnis und die dauernde Fragerei nach Waschmöglichkeiten, führte dazu, dass wir uns mit dem Thema Waschen mehr beschäftigt haben. Dabei wurde uns von einer Verkäuferin Merino empfohlen. Also Wolle! Kühlt im Sommer – wärmt im Winter. Und: Ist schmutzabweisend und nimmt kaum Gerüche an. Das bedeutet, man muss ein Merino-Shirt nach einer Wanderung nicht sofort waschen, weil es durchgeschwitzt war sondern – im Gegenteil – häufiges Waschen schadet der Wolle. Das T-Shirt wird über Nacht gelüftet und ist wieder einsatzbereit. Das testen wir gerade. Wir haben uns Shirts zugelegt mit Silberfäden. Die sollen auch nicht müffeln. Und wir haben Merino im Programm. Wir experimentieren damit gerade herum und es scheint zu funktionieren. Wir möchten allerdings nur 100 % Merino ohne Plastikbeimischungen. Obwohl es da auch schon interessante Ansätze gibt mit Fasern aus Eukalyptus oder Bambus… Leider gibt es da nur so Outdoor-Modelle. Also nix in wirklich richtig schön… Trotzdem haben wir bei unseren Recherchen diesen finnischen Shop hier gefunden: Die haben auch richtig schöne Sachen – alles aus Merino. Und einen super witzigen Shop! Nachteil: Nur für Männer!! Also, falls Ihr Tipps habt in Sachen Waschen auf der Reise oder tolle Shops kennt, die auch schöne Sachen – auch für Frauen haben; immer her damit!!!  
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Digitalnomade
Seit gut drei Monaten teste ich den Fotorucksack Contrejour 40 von clikelite. Die Marke ist vielleicht im deutschsprachigem Raum noch nicht sooooo bekannt, wird sich aber hoffentlich bald ändern. Denn vorab kann ich schon mal eine dicke Kaufempfehlung abgeben. Und das schreibe ich jetzt nicht nur, weil wir von Globell (die machen den Vertrieb der Marke in Europa) gesponsort werden, sprich der Fotorucksack wurde gestellt! Nee nee, auch wenn ich den gekauft hätte, würde das Lob genauso ausfallen. Aber mal der Reihe nach…

Wofür überhaupt einen Fotorucksack?

Bereits vor unserer Walz hatte ich einen Rucksack für meine Fotoausrüstung, da ich schon seit langer Zeit mobil mit meinem Equipment sein wollte. Meine Ausrüstung ist übersichtlich, kein Schnick-Schnack, eher eine klassische „Grundausstattung“ mit wenigen Extras. Es ist mir eben wichtig, dass ich alles in eine Tasche/Rucksack bekomme und somit möglichst mobil bin.

Tragekomfort, Funktionalität & Platzangebot

Zuvor hatte ich einen Fotorucksack von ThinkTank, welcher mir auch sehr gute Dienste geleistet hat. Dort hat mein Equioment reingepasst. ABER: Der Tragekomfort war jetzt nicht so der Knaller. Zudem war der Platz im Rucksack ausgereizt, sprich Kleidung, Verpflegung etc. hatte da keinen Platz mehr. Daher war die Suche nach einem neuen Rucksack eine Frage der Zeit.

Fotorucksack Inhalt

Der Contrejour 40 von clikelite ist da schon deutlich besser dimensioniert und bietet eine Menge an kleinen aber feinen Funktionen, die für einen Fotografen doch Sinn machen. Das schleppe ich maximal alles mit mir: Das ist das maximale an Equipment, was ich mitnehme. Das ist natürlich nicht die Wanderausstattung, da lasse ich dann doch das ein oder andere weg. Aber jetzt auf unserer Walz ist das so gesehen auch mein mobiles Büro. Und da bin ich froh, dass alles in einen Rucksack passt. Gehe ich auf eine Wandertour, lasse ich da ein paar Dinge weg und packe den Rucksack um:

Aufbau Fotorucksack

Der Contrejour40 ist mit vielen, vielen kleinen und großen Fächern ausgestattet. Das ist super! Am Anfang habe ich (nach der Umstellung von ThinkTank) zwar oft meine Dinge gesucht, aber das lag nur daran, dass es vorher bei ThinkTank nicht diese Vielzahl an Möglichkeiten gab. Und daran musste ich mich erst mal gewöhnen. Aber das ging relativ schnell, denn an die Vorzüge habe ich mich schnell gewöhnt 😉 Für die Fotoausrüstung gibt es ein Hauptfach mit einem Schnellzugriff seitlich. Das Hauptfach wird über eine große Klappe im Rückenteil zugänglich. Den Stauraum dort kann ich mit Zwischenwänden nach belieben verändern. Auf meinen Fotos hier sieht man noch drei weiße Streifen. Das ist ein Klettband, welches ich mir nachträglich im Handarbeitsladen gekauft habe. Es dient für mich zur zusätzlichen Sicherung der Objektive. Gerade das große Objektiv hatte, je nach Dauer der Tagesroute, schon mal seinen Platz leicht verlassen. Da bin ich recht pingelig und habe mir mit einem Einsatz von 50Cent geholfen. Das wäre für mich ein Wunsch an clikelite, dass solche Fixierbänder einfach mit dabei wären. Ansonsten ist alles super gepolstert, Kameras und Objektive sind bestens geschützt. Der Schnellzugriff an der Seite ist extrem praktisch! Hier kann ich ohne den Rucksack ganz auszuziehen die Kamera herausholen und ein Foto machen. Das ist bei Wanderungen sehr angenehm, da ich während der Wanderung meine Hände frei habe und bei bedarf an meine Kamera schnell herankomme für ein Foto. Dabei dient der Rucksack noch als zusätzliche Stütze, so dass ich auch das Stativ nicht immer auspacken muss. Sehr praktisch! Im oberen, kleineren Außenfach befinden sich viele kleine Fächer. Auch hier hat clikelite wieder an die Fotografen gedacht. Denn es gibt z.B. kleine Fächer für Speicherkarten, farblich gekennzeichnet für bereits volle oder leere Speicherkarten. Dadrunter befindet sich dann noch das große Fach für Kleidung oder andere Dinge. Ich habe dort den Reflektor und das MacBook mit dem ganzen restlichen Zubehör untergebracht. Auf Wanderungen kommt da dann natürlich die Kleidung und nicht zu vergessen die Verpflegung rein! Auch hier gibt es noch mal ein Extrafach, in dem z.B mein kleines iPad Mini platz findet. Also Ihr merkt schon, da passt ne Menge rein! Außen am Rucksack kann ich dann noch über diverse Verschlüsse, Haken und Schnallen z.B. ein Stativ oder Snowboard dranschnallen. Das ist auch super, denn gerade Stativ ist für mich total wichtig, ich sag nur HDR! 😉 Snowboard eher weniger interessant… Abgerundet wird das Ganze noch durch ein großzügiges Regencape, wo auch das gefesselte Stativ noch Platz drunter hat.

Tragekomfort Contrejour40 clikelite

Wenn man sich die Liste oben anschaut, was alles so in den Rucksack reinkann oder soll, dann wird einem sehr schnell klar, das das alles zusammen doch ein amtliches Gewicht hat. Je nach Packweise zwischen 10 und 17 kg kommen da schon zusammen. Und da ist es dann besonders wichtig, dass der Rucksack auch wirklich das Gewicht gut verteilt. Dank des breiten Hüftgürtels liegt die Hauptlast wirklich auf den Hüften und kann so stundenlang wandern, ohne das ich Probleme mit dem Rücken bekomme. Zusammen mit den Schultergurten, die jeweils mit verschiedenen Einstellungen sehr gut anzupassen sind, sitzt der Rucksack auch bei höherem Gewicht perfekt am Körper. Da wackelt dann auch nix hin und her und ich kann mich sehr gut mit dem Rucksack bewegen.

1. Fazit

Ich bin wirklich begeistert von dem Rucksack. Die Gewichtsverteilung, der Schnellzugriff und die kleinen Fächer sind wirklich klasse. Der Fotorucksack bietet noch so viele mehr Funktionen, sicherlich auch noch einige, die ich noch nicht entdeckt oder kapiert habe 😉 Bisher einziger Wunsch: Zusätzliche Klettfixierbänder für den Innenteil. Auf jeden Fall ist er sein Geld wert, auch wenn ich, wie oben schon geschrieben, nix dafür bezahlt habe. Globell ist einer unserer Sponsoren für unsere Walz und auch an dieser Stelle noch mal ein Dankeschön dafür! Und auch noch mal zum Abschluss: Das Lob gibt es unabhängig von dem Sponsoring!  
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Die Meurers auf der Walz, Digitalnomade, Tagebuch
Es ist soweit. Wir sind unterwegs. Auf der Walz. Die allerletzten Vorbereitungen waren noch einmal sehr anstrengend. Vor allem, die ganzen Lebensmittel auszusortieren, war sehr schwer. Wir müssen mal über das Thema Vorratshaltung reden… Das Packen war auch noch einmal eine Herausforderung. Viele Sachen wurden dann doch noch verworfen und es wurden wieder einmal Müllsäcke gefüllt. Wahnsinn! Der einzige Trost ist, dass wir fast nichts weggeworfen haben sondern die Sachen verschenkt haben und dass wir wissen, dass sie jetzt benutzt werden. Wenn das alles auf dem Müll gelandet wäre; das wäre furchtbar gewesen. Aber irgendwann war dann tatsächlich alles verpackt und sogar im Auto untergebracht. Rosalinde nicht vergessen… Und dann ging es tatsächlich los. Auf der Fahrt zum ersten Ziel im Salzburgerland fühlte sich alles noch unwirklich an. Die Erkenntnis, dass wir ab jetzt ununterbrochen unterwegs sein werden, kommt vielleicht noch. Und vielleicht werden sich jetzt auch bald die angespannten Nerven beruhigen. Der erste Gastgeber in Niedernsill ist super nett und auch der Ort selber ist total gemütlich. Der Gasthof Kröll ist viel schöner, als es die Homepage zeigt und deswegen werden hier auch gleich HDR-Fotos gemacht. Auch kulinarisch haben wir es toll angetroffen, wird doch hier das Brot selber gebacken und Fisch geräuchert. Aber darüber werden wir auch noch ausführlich berichten. Der Bürokratiewahn geht weiter. Leider kann man die Kommunikation mit uns aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht per E-Mail führen. Im Gegenzug können wir aber gerne unsere Sozialversicherungsnummer grad mal per Mail schicken. Das ist dann kein Problem. So haben wir heute morgen ein, zwei Stündchen mit Papierkram verplempert…  
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Digitalnomade
Längere Arbeitsreisen, also welche, die Jahre andauern sind bisher in der Bürokratie nicht vorgesehen. Digital Nomaden können wohl ein Lied davon singen… Allein der Wohnsitz. Wohnsitz ist definiert als der Ort, wo man sich überwiegend aufhält. Tja, länger als eine Woche wird das bei uns nicht sein… Weiter wird der Hauptwohnsitz dadurch bestimmt, wo persönliche Beziehungen bestehen zum Beispiel zu Freunden und Bekannten oder durch eine Vereinszugehörigkeit. In der letzten Zeit habe ich diverse Sachbearbeiter in verschiedenen Behörden mit meinen Fragen an ihre Grenzen gebracht. Auch wenn wir uns bemühen, alles formal richtig zu machen, scheint es so, als ob das unmöglich ist, weil niemand so richtig weiß, was denn formal richtig ist. Da wird man schon mal von Telefonpartner zu Telefonpartner im Kreis verbunden. Also liebe Ämter und Behörden: Wir waren stets bemüht… Das Reisen, um zu arbeiten ist irgendwie nicht vorgesehen. Das ist schon merkwürdig: Wir können uns die Welt mit einem Klick in unser Zuhause holen, aber dürfen nicht in der Welt zuhause sein. Warum ist das wohl so?
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