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Fotostory, Rheinland-Pfalz

Das Tagungshotel Weinbergschlösschen ist sehr rege und innovativ. Und so waren wir schon mehrmals dort, weil dementsprechend oft umgebaut oder renoviert wird.

Dieses Mal gab es eine Reihe von neuen Zimmern zu fotografieren und Tagungsräume, aber auch Kulinarik und einige Mitarbeiter.

Hotelfotografie – Vorbereitung ist alles

Wie immer bei der Hotelzimmerfotografie, ist die Vorbereitung das A und O. Hier kann man gar nicht genau genug sein. Bettwäsche und Tischdecken müssen absolut knitterfrei sein und obwohl wir schon öfter vor Ort waren, wird jedesmal ein neuer Trick ausprobiert.

Hat man eine professionelle Wäscherei, wird die Wäsche oft gestärkt. Diese Stärke geht nicht so leicht raus und deswegen muss man die Bett- oder Tischwäsche gleich mehrmals waschen.

Danach am Besten von Hand bügeln oder knitterfrei mangeln und dann auf keinen Fall zusammen legen sondern über eine breite Stange hängen. So vermeidet man die typischen Knickfalten.

Je nach Bettdecke fällt diese eventuell an einigen Stellen ein. Hier unterfüttern wir manchmal mit kleinen Kissen, gerollten Handtüchern oder anderen Utensilien. Manchmal reicht auch ein Brillenetui.

Auch die Tagungsräume müssen sehr genau vorbereitet werden, damit nachher im Bild keine Unruhe entsteht. Stühle und Tagungsunterlagen werden genau ausgerichtet.

Jede Perspektive wird mit dem Auftraggeber besprochen und entsprechend verändert. So kommt es später nicht zu unliebsamen Überraschungen.

Hotelfotografie – Kulinarik

Bei Kulinarikfotos kennen wir im Weinbergschlösschen bereits den besten Platz in der Küche. Die Küche ist gar kein so schlechter Ort für die Food-Fotografie, weil dort das Licht meistens sehr gut ist. Oft reicht es aus, das Gericht kurz vor dem Servieren zu fotografieren. So kann es anschließend zum Gast und es muss nichts weggeworfen werden. Sollte etwas extra für das Foto kreiert werden, finden sich aber oft Freiwillige, um das ‘Model' zu verspeisen.

Bei den Essensbildern geht es um das Gericht und nicht um das Drumherum. Trotzdem kann es auch spannend sein, etwas aus dem Hintergrund mit aufs Bild zu nehmen. So gab es eine größere Veranstaltung und es war schön, einmal zu zeigen, wie im Hintergrund für den Gast choreographiemäßig gearbeitet wird. Hände bei der Arbeit sind immer ein geeignetes Fotomotiv und zeigen oft, wie aufwendig etwas hergestellt wird.

Hotelfotografie – Team-Fotos

Bei den Mitarbeiterfotos zeigen wir die jeweilige Personen gerne in ihrem eigenen Arbeitsumfeld und in der Bewegung. Das hat gleich mehrere Vorteile. Die Mitarbeiter sind gelöster. Nicht jeder hat Erfahrung im Umgang mit der Kamera oder einem Fotografen. Oder jemand hat sogar negative Gefühle im Hinblick auf Fotos. Diese Personen verkrampfen dann leicht und das Fotografieren ist schwierig.

Zeigt man die Mitarbeiter in ihrer Tätigkeit so kann der Gast gleich einordnen, mit wem er es zu tun hat. Darüber hinaus sind die Personen bei ihrer Arbeit viel gelöster und entspannt oder gar konzentriert in ihrem Tun und so entstehen authentische Fotos, die – im Gegensatz zu reinen Portraitfotos – die jeweiligen Mitarbeiter mit ihren Aufgaben zeigen.

Hier kann man auch einmal die Person von der Seite zeigen oder im Halbprofil. Meistens ist dann auch der größte Skeptiker mit den Bildern zufrieden. Natürlich muss man hier ebenfalls auf störendes Beiwerk im Foto verzichten und den Arbeitsplatz vorher etwas aufräumen, damit die Bilder nachher nicht zu unruhig wirken.

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Rheinland-Pfalz

„Die Schernau“ ist ein Alten-, Pflege- und Übergangsheim mit einer langen Historie. Leider ist im Laufe der Jahrzehnte der Ruf der Einrichtung nicht der Beste gewesen. Öffentlichkeitsarbeit war früher eher unbekannt und so kommt es, dass bis heute die Menschen ein recht negatives Bild von der Einrichtung haben. Was sich alles in den letzten Jahren dort getan hat, hat dagegen kaum jemand mitbekommen. Und wie das so ist, hält sich das negative Image hartnäckig.

Unsere Aufgabe war es, die Schernau mit ihren Eigenheiten und Aufgaben darzustellen. Es war unser zweiter Aufenthalt. Beim ersten Mal haben wir schon recht viel Material gesammelt, so dass der neue Webauftritt schon fast ausschließlich Bildmaterial der Meurers enthält.

Die Schernau

Die Aufgaben waren:

  • Tätigkeiten darstellen
  • Einwohnerprogramm abbilden
  • Mitarbeiter- und Vorstandsfotos
  • Gebäudefotos innen und außen
  • Ausstattung zeigen
  • Beobachten und Hinterfragen

Zunächst gab es – wie immer – ein ausführliches Briefing

Die Herausforderung war, den Betriebsablauf so wenig wie möglich zu stören und ihn aber doch abzubilden und die Einwohner respektvoll in Szene zu setzen. Weiterhin galt es, die Mitarbeiter zu Einzelfotos zu überreden, denn kaum jemand möchte gerne fotografiert werden.

Am ersten Tag sind wir durch die gesamte Einrichtung gezogen und haben uns überall vorgestellt und von den Plänen für die nächsten Tage erzählt. Auch die Bewohner sollten Zeit haben, sich an uns zu gewöhnen.

Wir brauchten Namenslisten und Pläne, da ja bedingt durch den Schichtdienst jeweils unterschiedliche Mitarbeiter vor Ort sind. Neben diesen Plänen ging es auch um die Darstellung von Tätigkeiten und Ausstattung. Hier brauchten wir die Anregungen und Vorschläge der Mitarbeiter, da wir diese speziellen Dinge nicht kennen. Weil wir die Menschen gerne bei ihrer Arbeit zeigen, mussten wir auch hier wieder ganz ganz viele Fragen stellen, um herauszufinden, wann und wie jemand was macht.

Besonders schwierig war es, einzelne Personen abbilden zu können. Viele mögen sich selber nicht gerne auf Fotos sehen oder haben in Kindheit oder Vergangenheit sogar ziemlich negative Erfahrungen mit Bildern gemacht. Hier brauchten wir viel vorsichtige Überzeugungskraft, um die Menschen vor die Kamera zu bekommen.

Ganz wichtig ist erst Mal reden und hinterfragen. Dann kann man auf die spezifischen Bedenken eingehen. Sehr sehr wichtig ist auch, das Foto sofort zu zeigen und zu besprechen, ob es so okay ist oder ob es neu gemacht werden soll. Wir haben auch herausgefunden, dass das Agieren vor einer Kamera für viele einfach ungewohnt und fremd ist. Sie wissen nicht, was sie tun sollen. Diese Unsicherheit wirkt sich sofort körperlich aus und die Personen werden steif, verkrampfen und halten den Atem an.

Hilfreich ist tatsächlich die Personen bei der Arbeit aufzunehmen, weil sie da in ihrer gewohnten Tätigkeit sind und sofort locker werden und gelöste Gesichtszüge bekommen. Der Gruppenzwang ist auch nicht zu verachten. Sobald jemand aus einem Team Fotos ablehnt, lehnen auch die restlichen Teammitglieder schnell ab. Umgekehrt funktioniert der Gruppenzwang aber auch und so boten sich im Laufe der Zeit immer mehr Teams, Mitarbeiter und Einwohner für Fotos an.

Gut, dass wir jeweils so lange vor Ort sind und uns in die Einrichtung einfügen können. Die Aufenthaltszeit ist auch gut für Wiederholungen und um Wetterkapriolen auszugleichen, zum Beispiel bei den Außenaufnahmen. Aber auch bei den Tätigkeiten. Beim ersten Mal schauen wir uns an, was gemacht wird und überlegen dann, wann wir es am Besten dokumentieren können.

Auch hier wurde unser Zeitplan oft verändert, da zum Schichtwechsel zwar viele Mitarbeiter für Fotos bereit stehen, gewisse Arbeiten und Handgriffe zu der Zeit aber gar nicht mehr gemacht werden. Hier braucht es viel Organisationsarbeit und sehr gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen.

Was wir bei unserer Arbeit erleben, sehen und mitbekommen, halten wir in einer Art Protokoll fest. Auch wie wir uns fühlen und was wir für Eindrücke bekommen haben, berichten wir. Denn auch das ist wichtig für das Employer Branding. Schöne Fotos alleine reichen nicht aus. Es muss alles stimmig sein. Und so sind unserer zusätzlichen Beobachtungen sehr wichtig für den Auftraggeber.

Ergebnis
208 Fotos
4 Videos
Umfassendes feedback

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Rheinland-Pfalz, Tagebuch
Das Hotel Weinbergschlösschen begleiten wir ja schon seit mehreren Jahren. Und so haben wir uns sehr gefreut, dass wir auch das große Jubiläum: “60 Jahre Hotel Weinbergschlösschen” begleiten durften. Da wir schon einen Tag früher angereist sind, haben wir sehr viele Vorbereitungen direkt vor Ort mitbekommen. Wenn man das als Außenstehender beobachtet, wundert man sich schon, dass am Ende alle gefühlten hunderte von Fäden zusammen laufen und eine grandiose Veranstaltung entsteht.   Wie schön, wenn man Menschen mit seiner Arbeit erfreuen darf. Und genau das hat diese Jubiläumsfeier getan. Es war eine Erweiterung der Küchenparty, die wir ja auch bereits einmal erleben durften – nur um einiges größer und schöner. Noch mehr Stationen, ein Feuerwerk, eine Verlosung und eine mehrstöckige Torte. Was will man mehr?? Aber den Gebrüdern Lambrich fällt da bestimmt etwas ein. Wir werden es hoffentlich erleben und berichten. Ungewöhnlich an dieser Woche war, dass wir zunächst ‘Freizeit‘ hatten und unsere eigentlichen Aufgaben  erst am Wochenende anstanden. Aber so konnten wir mal an den Rhein, einige andere Sachen erledigen und viel von den Vorbereitungen dokumentieren. Das Wetter hat mitgespielt und so war es nicht nur eine grandiose Feier sondern es sind auch eine ganze Menge Fotos entstanden. Den Bericht zur Jubiläumsfeier mit gaaaaaaaanz vielen Fotos gibt es hier zu lesen. 60 Jahre im Hotel Weinbergschlösschen Für uns zeigt sich jetzt schon deutlich, dass die Entscheidung, die Ab- und Anreisen etwas zu entzerren, eine sehr gute und wichtige Idee war. Zwischendurch den Kopf frei zu kriegen, ist immens wichtig und wir fühlen uns insgesamt weniger gestresst und nicht mehr so getrieben. So kann es weiter gehen. Alle Fotos © Meurers.net
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Fotostory, Kulinarik, Rheinland-Pfalz
Heutzutage haben familiengeführte Hotels es oft nicht leicht. Umso schöner ist es, miterleben zu können, dass sich ein kleines Hotel nicht nur über mehrere Generationen hält, sondern sich auch noch weiter entwickelt. Leider erleben wir öfter, dass der Anschluss an die Moderne verpasst wird. Das Hotel Weinbergschlösschen bildet da eine rühmliche Ausnahme. Nicht nur, dass schon vor Jahren die jüngere Generation das Haus übernommen hat, sondern es wurden sofort einige Dinge verändert. Unter anderem auch der Name. Aus dem ‘Bergschlösschen' wurde das ‘Weinbergschlösschen'. Das war der Beginn einer Reihe von kleineren und größeren Veränderungen: Zunächst wurden die Zimmer sehr geschickt renoviert. Geschickt meint in dem Fall, dass sich hier die Räume alle individuell und liebevoll gestaltet präsentieren. Nicht zuletzt deswegen, weil eigene Möbel entworfen und gebaut wurden, die für den Gast sehr angenehme Details enthalten. Hier gibt es unter anderem schon seit Jahren an jedem Bett Steckdosen, was leider heutzutage immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, obwohl ziemlich viele Menschen mit Smartphone reisen. Auch die Dekoration unterscheidet sich von den momentan angesagten Materialien und Formen. Hier spürt man in jedem Zimmer die Liebe zum Detail und zum Handwerk.   Auch beim Miteinander spürt man das Liebevolle. Der Umgangston mit den Gästen ist herzlich und doch zuvorkommend und mit den Stammgästen bisweilen sehr freundschaftlich. Da gibt es dann beim Wiedersehen auch mal eine Umarmung. Ebenfalls unter den Mitarbeitern herrscht eine angenehme Atmosphäre. Man spürt auch als Gast sofort, dass hier alle gerne zusammen arbeiten und auch Spaß bei der Arbeit haben. Hier wird viel gelacht.   Und das obwohl das Haus in den letzten Jahren immer mehr gewachsen ist und damit auch mehr Personal hinzu gekommen ist. Zu den ursprünglich 5 Gästezimmern kamen nicht nur Bad und WC hinzu sondern im Laufe der Jahre wurde die Zimmeranzahl immer wieder aufgestockt. Die Küche wurde verlegt und vergrößert und die Errungenschaften auf die man anfangs so stolz war, dass man sie sogar auf den eigenen Streichholzschachteln erwähnt, wie die “Bundeskegelbahn”, mussten nach und nach den Neuerungen weichen. So gibt es inzwischen auch die Sauna nicht mehr. Stattdessen freuen sich die Gäste über einen Aufzug und dass sie Ihr Gepäck nicht mehr die Treppen rauf schleppen müssen.   Aus dem Restaurant wurde ein Tagungsraum und aus der alten Küche wurde ein weiterer Tagungsraum. Dann wurde das Restaurant vergrößert; genauso wie der Frühstücksraum. Und wenn man alle Zeichen richtig deutet, wird es in den nächsten Monaten weitere Neuerungen geben. Den kreativen Chefs des Hauses gehen die Ideen wohl nie aus – weder in der Küche noch in Sachen Umbauplanung. Apropos Küche. Auch hier haben die umtriebigen Brüder einiges erfolgreich eingeführt. Die Kochschule, die einen in die Lage versetzt, selber ein mehrgängiges Menu zu zaubern; gerne auch im Team. Oder Kochkurse zu bestimmten Themen. Oder nehmen wir die Reise in sieben Gängen um die Welt. Hier kann man mit seinem Gaumen die Küchen der Welt erkunden, haben die beiden Köche doch Kreuzfahrtschiffen gearbeitet und so viele verschiedene Küchenstile und exotische Zutaten und Aromen kennen gelernt, die sie hier gekonnt einsetzen. Gelernt haben die beiden Juniorchefs übrigens in der Traube Tonbach. Die Kulinarik ist auf jeden Fall die Reise wert. Also notfalls auch ohne Hotelzimmer.   Bei den ganzen neuen Aktivitäten kam zuletzt dann noch die Küchenparty dazu, die inzwischen legendären Kultstatus erreicht hat. Und so ist es kein Wunder, dass auch die Feier zum 60jährigen Jubiläum im Küchenparty-Stil ausgerichtet wurde:   Aber der Reihe nach: Die Feierlichkeiten zum großen Jubiläum gingen schon am Freitag Abend los. Mit der oben erwähnten Weinprobe und einem anschließenden Fünf-Gänge-Menu mit dem besten aus den letzten sechs Jahrzehnten. Darunter einige Klassiker, wie Strammer Max aber neu und modern interpretiert. Und auch andere Gerichte auf der Karte wie “Schweinefleisch mit Kohl und Kartoffeln” entpuppten sich als wahre Meisterwerke. Und so ging es wie bei der Weinprobe gut gemischt durch den Abend. Mit klassischen Gerichten und neuen Kreationen. Aber alles in gewohnter Weinbergschlösschen-Qualität.   Am nächsten Abend gab es dann ein Zehn-Gänge-Menu an entsprechend vielen Stationen, die im Haus und auf dem Außengelände verteilten waren. Dort wurden die einzelnen Gerichte vor den Augen der Gäste zum Teil zubereitet aber immer frisch auf dem Teller arrangiert. Dazu gab es sechs Stände von lokalen Winzern mit den passenden Weinen. Die Gäste schlendern so von Station zu Station, probieren hier, kosten da und lassen sich von den Weinbauern beraten, welchen edlen Tropfen sie denn jetzt zu dem Schwarzfederhuhn trinken sollen oder was zum Reh-Saltimbocca passt.   Befreundete Kochkollegen folgen immer wieder gerne der Einladung und bereichern die Menüfolge mit eigenen Kreationen, so dass es nie langweilig wird. Gleich drei haben ihre Köstlichkeiten zum Jubiläum beigesteuert und sich auch etwas besonderes ausgedacht. Oder habt Ihr schon mal Apfel-Whisky-Speck-Ei probiert? Klingt komisch; war aber unglaublich gut.   Anders als bei den “normalen” Küchenparties fand die Jubiläumsfeier im Sommer statt, so dass auch auf den Terrassen gefeiert werden konnte. ‘Terrassen' in Mehrzahl deswegen, weil es auch da eine Neuerung gibt. Der uralte Pavillon musste leider neuen Ideen weichen und wurde aber vor einem der Tagungsräume als Pauseninsel wieder neu aufgebaut. Natürlich nicht einfach so sondern zugleich mit einer schönen sogenannten Steinterrasse. Auf dieser gab es dann zur Feier des Tages gleich zur Einweihung eine Weinprobe mit 10 verschiedenen alten und jungen Weinen. Darunter auch der berühmte “Busch”-Wein von 1989 und eine leider heutige Rarität: ein Eiswein aus dem Jahr 1983. So etwas bekommt man ja heute kaum mehr auf die Zunge.   Zusätzlich gab es dem Anlass entsprechend auch ein großes Festzelt auf der Terrasse, indem dieses Mal die musikalische Untermalung des Abends untergebracht war. Durch den Holzboden entstand so auch eine Tanzfläche, die dann zu später Stunde auch rege genutzt wurde.   Aber das war noch nicht alles. Es gab noch weitere Überraschungen für die zahlreichen Gäste. Um Mitternacht wurde der namensgebende Weinberg nicht nur von einem ausgiebigen Feuerwerk erleuchtet sondern zwischen den Rebreihen erblickten die Zuschauer zum Schluss auch eine weithin sichtbare leuchtende “60”. Nein, damit war noch lange nicht Schluss. Es ging noch weiter: Es gab noch eine Verlosung, bei der als Hauptpreis eine Nacht im berühmten Turmzimmer winkte. Natürlich mit entsprechendem Menu und drum und dran. Das grande Finale bildete schließlich eine fünfstöckige hausgemachte Torte. Auch eine Neuerung, dass so ein Meisterwerk im Haus geplant und erstellt wird. So haben auch alle den Atem angehalten, als sie im wahrsten Sinne des Wortes ‘aufgetragen' wurde. Fünf verschiedene Kuchen mit verschiedenen Böden und Cremes, von Pfirsich, über Vanille, Schwarzwälder-Kirsch bis hin zu Schokolade. Üppig verziert und sogar mit einer lustigen “60” aus Marzipan. Wen diese beiden Ziffern wohl darstellen sollten? Für die Torte gab es dann doch noch eine lange Schlange. Schließlich wollte jeder probieren und es blieb tatsächlich kein Krümel übrig. Hier könnte auch wieder etwas neues entstanden sein.  

Zeitraffer „Torte – MakingOf“

Wir können alle gespannt sein, was den Lambrich-Brüdern als nächstes einfallen wird. Aber eins ist sicher:  Es wird mindestens sehr lecker und zweitens wird die ein oder andere Überraschung dabei sein. Langweilig oder eintönig wird es nie! Es lohnt sich also, in den nächsten 60 Jahre mal ab und zu das Hotel Weinbergschlösschen zu besuchen und zu gucken, was es da wieder Neues gibt. Wir wünschen der gesamten Familie jedenfalls weiterhin viel Erfolg! Alle Fotos © DieMeurers    

Videos

   
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Fotostory, Kulinarik, Rheinland-Pfalz
Nachdem wir Anfang des Jahres beschlossen hatten, wieder vermehrt Barcamps zu besuchen, haben wir uns gleich für das Vinocamp Rheinhessen angemeldet. Das macht drei Barcamps in drei Monaten. Ob das wohl so weiter geht?? Das Vinocamp ist auf jeden Fall ein ganz besonderes Barcamp. Ein ganzes Barcamp rund um Wein. 2017 fand also das zweite rheinhessische Vinocamp in Nieder-Flörsheim statt. Flörsheim-Dalsheim hatten wir ja letztes Jahr schon in unserem Tourkalender und Wein trinken wir sehr gerne. Und wir hatten gerade keine Anschlussbuchung. Also nichts wie hin. Wie fast immer in Deutschland, muss man auch für das Vinocamp ein Ticket kaufen. Aber 30 Euro pro Person sind verschmerzbar. Für Studenten und Blogger gibt es das Ticket für 25 Euro.  

Freitag

Schon am Freitagabend gab es ein erstes Treffen der Teilnehmer. Und beim Vinocamp heißt das, es gibt eine Weinprobe – was sonst. Danach hatten wir eine kurze Führung durch den Ort mit einem kleinen Quiz und schließlich gab es die nächste Weinverkostung mit Abendessen und lustigem Beisammensein bei einem weiteren Winzer. Schön war, dass sehr viele Winzer auch gleich beim ersten Abend dabei waren und so kam man schnell ins Gespräch.

Samstag

Am nächsten Morgen gab es schon recht früh – um 9 Uhr – die Sessionplanung. Einige Sessions waren bereits gesetzt. Dennoch gab es genügend Raum für Sessionvorschläge und so wurde der Plan ganz schnell voll. Hier zeigte sich auch die gute Mischung der Teilnehmer. Weintrinker fragten die Spezialisten, ob man teuren Wein am Geschmack erkennen kann. Oder ob die blumigen Weinbeschreibungen sinnvoll sind. Ein Teilnehmer hat Käse aus Frankreich mitgebracht und eine andere Teilnehmerin hat schnell die passenden Weine dazu ausgesucht und jeweils zwei Weine in einer Art Wettbewerb zu einem Käse geschickt. Winzer stellten Ihre Produkte vor und die Jungwinzer ihr Projekt ‘Evolution'. Orange- und Naturalweine wurden verkostet und sogar ein Schweizer beteiligte sich via Video am Barcamp.   Das besondere war, dass die Sessions immer an einem anderen Ort statt fanden. Jeweils zwei parallele Sessions bei einem Winzer. Danach schlenderte man gemeinsam durch den geruhsamen Ort zum nächsten Winzer und zu den nächsten Sessions. Sehr angenehm. Und da das Wetter so gut mitgespielt hat, konnten wir einige Sessions auch gleich draußen abhalten. Ich selber habe eine Session zum Thema “Social Media und Wein” angeboten und auch die fand draußen in der Sonne statt. Zu fast jeder Session gab es Weine zu verkosten, selbst wenn es ein Diskussionsthema war und keine reine Verkostung. Einige Sessions waren gleich im Sessionplan für alle gemeinsam angesetzt. Ich war am ersten Tag in der Session “Wein Evolution”. Die Jungwinzer haben bei ihrem Projekt für die Agrartage von Anfang an auf Social Media gesetzt und keinen Handgriff ohne Kamera getan. Alles wurde festgehalten und auf der eigenen Facebook-Seite gepostet. Darüber wurden Journalisten aufmerksam und auch ein Fernsehsender, der die selbstgemachten Videos auch sofort für den Beitrag nutzte. Es wurde sehr offen über das Projekt berichtet mit allen Höhen und Tiefen. Die nächste Session dreht sich um die Frage, ob man als Laie überhaupt schmecken kann, ob ein Wein seinen Preis wert ist. Es wurde viel diskutiert und die Diskussion driftete sehr schnell in eine allgemeine Preis- und Wertefrage ab. Fazit war: Lege für Dich eine Preisspanne fest und trinke was Dir schmeckt. Nur Profis, die sehr geschult sind im Schmecken können die feinen Unterschiede herausschmecken. Danach gab es Mittagessen in einer der typischen Kuhkapellen und wir schlenderten weiter zum nächsten Winzer. Hier wurden uns zahlreiche Secco-Sorten zum Probieren angeboten mit zum Teil sehr exotischen Geschmacksrichtungen wie ‘Lavendel-Feige' oder ‘Rose' oder quitschgrünem ‘Waldmeister'. Das Durchprobieren war ein großer Spaß und die Meinungen sehr unterschiedlich.   Danach blieb ich gleich in diesem hübschen Garten zur Session ‘Käse und Wein'. Exzellentem französischen Käse wurden jeweils zwei Weine zugeteilt und wir sollten entscheiden, welcher besser dazu passt. Auch hier war das Ergebnis sehr unterschiedlich. Zu meiner eigenen Session ‘Social Media und Wein' sind wir weiter gezogen zum nächsten Weingut und haben uns auf der Terasse über shit storms, Facebook-Seiten, Gewinnspiele, Blogger und WhatsApp unterhalten. Eine bunte Sprechstunde mit vielen Fragen. Die nächste Session war wieder eine gemeinsame gesetzte Session: Winzer-Speeddating. An 11 Tischen stand jeweils ein Winzer mit drei Weinen. Und wir hatten vier Minuten, um die drei Weine kennen zu lernen und zu verkosten. Eine echte Herausforderung für die Geschmacksnerven und das Gedächtnis. Aber eine wunderbare Veranschaulichung der Qualität der rheinhessischen Weine. Gut, dass es danach wieder etwas zu essen gab. Ein Mitbring-Buffet der Teilnehmer ergänzt durch zwei Hauptspeisen vom Weingut. Dazu gab es – Ihr ahnt es sicher schon – Weine zu verkosten. Vom Weingut, aber auch mitgebrachte Lieblingsweine der Teilnehmer. Zum Dessert gab es die Session “Wein und Schokolade”. Leider konnte die Schokolade – falls man Marzipankartoffeln als Schokolade bezeichnen kann – in der Qualität mit den dargebotenen Weinen nicht mithalten. Acht Süßigkeiten – nennen wir sie mal so – wurden mit acht Weinen kombiniert.   Am ersten Tag hatten wir somit schon 125 Weine kenne lernen dürfen. Puh!

Sonntag

  Am zweiten Tag bröckelte es etwas in der Teilnehmergruppe, aber da kennt man ja auch von anderen Barcamps. Am Wein wird es nicht gelegen haben. Zunächst gab es drei verschiedene Sessions: Die Orangeweine wurden erneut verkostet, nachdem sie über Nacht gestanden hatten. Achim hat eine Session zum Thema ‘Fotografieren‘ gehalten und Frank Hamm hat über das Thema ‘Wein und Wandern' diskutiert. Danach gab es wieder gesetzte gemeinsame Sessions zu den Themen ‘Weinglas', ‘Dekantieren und Karrafieren' und ‘Schaumwein'. Nicht nur diese gemeinsamen und gesetzten Sessions waren eine Besonderheit des Vinocamps. Auch andere bewährte Barcamp-Regeln wurden ziemlich gedehnt beim Vinocamp. Barcamps leben und es werden immer mehr veranstaltet und mit der Zeit ändern sich auch die Regeln, aber bedenklich war, dass es auf dem Vinocamp exakt eine Aktion gab, gegen die ursprünglich einmal Barcamps erfunden wurden. Und das ist schade, dass sich solche Sessions dann wieder durch die Hintertür einschleichen. Ich rede von der Session über “Weingläser” von einem Sponsor. Die Sommeliere, die den Vortrag halten sollte, reiste am Sonntagmorgen erst an. Da sie im Stau steckte, konnte Ihre Präsentation nicht zu dem vorher gesetzten Termin statt finden. Dafür wurde der gesamte Sessionplan umgeändert. Nachdem Sie Ihren Vortrag gehalten hatte, ist sie sofort wieder abgereist. Genau deswegen gibt es Barcamps. Barcamps dienen dem Austausch auf Augenhöhe. Kein Teilnehmer ist anders als die anderen Teilnehmer. Wer ein Barcamp besucht, ist gefragt, sich einzubringen, bei Diskussion eine Wortmeldung beizusteuern oder selber eine Session zu halten. Zwischen den Sessions sollte man zu einem Gespräch bereit sein und zum Netzwerken.   Nicht nur der ursprüngliche Gedanke des Barcamps wurde hier abgeändert auch andere Barcamp-Regeln wurden missachtet. Schon die ersten beiden: ‘Du redest über das Barcamp' und ‘Du bloggst über das Barcamp'. Von den knapp 50 Teilnehmer drang während des Wochenendes kaum etwas nach draußen. Außer mir, hat keiner die Sessions zusammen gefasst und z.B. getwittert. Das Storify zum VinoCamp könnt Ihr Euch hier anschauen: VinoCamp Rheinhessen 2017 Blogposts wird es wohl auch nicht so viele geben. Die Nummer 6: ‘Keine vorgeplanten Sessions und keine Touristen'. Es wurde argumentiert, dass viele Sessions Vorbereitung benötigen. Ja klar, aber die Teilnehmer sollen immer noch entscheiden können, ob sie teilnehmen wollen oder alternativ in eine andere Session gehen möchten. Die meisten Winzer an diesem Wochenende ware auch selber in anderen Sessions und haben sich entsprechend beteiligt. Aber man muss in der Zukunft aufpassen, dass das Vinocamp nicht zur reinen Werbeverkaufsveranstaltung mutiert. Regel Nummer 7: ‘Eine Session is zu Ende, wenn sie zu Ende ist, aber spätestens, wenn die nächste Session beginnt.' Nicht umsonst rennen auf Barcamps die Organisatoren mit Tröten oder Kuhglocken durch die Gegend, um die letzten fünf Minuten anzukündigen. Es kann nicht sein, dass man zum Sessionraum kommt und es heißt: “wir sind noch nicht fertig”. Dann muss man die Session wonanders zu Ende bringen, aber die nächste Session laut Plan muss statt finden können.

Fazit

Das Vinocamp war insgesamt eine tolle Veranstaltung mit wunderbaren Teilnehmern. Wir sind froh, dass wir dabei waren. Nach acht Jahren in Österreich konnten wir jetzt einmal so richtig in die deutsche Weinlandschaft eintauchen und waren überrascht, was es alles gibt und von welch hoher Qualität. Wir besuchen auch sehr sehr gerne wieder ein Vinocamp und hoffen, dass der Barcamp-Gedanke nicht verloren geht. Danke an die Organisation und die Sponsoren und an die Winzer, dass sie Ihre Hoftüren geöffnet haben.
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Rheinland-Pfalz, Tagebuch
Wieder einmal waren wir im Hotel Weinbergschlösschen in Oberheimbach im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Nicht nur, dass es einige Neuerungen im Hotel gab, wie einige neue Zimmer und einen Aufzug. Es wurde auch wieder einmal die Küchenparty gefeiert. Aber der Reihe nach. Die Anfahrt von Wolfenbüttel hat nur wenige Stunden gedauert und so konnten wir gleich noch die schöne Herbstsonne genießen und durch die Weinberge spazieren. Die nächsten Tage standen dann ganz im Zeichen der Hotelfotografie mit den entsprechenden zum Teil nervenaufreibenden Vorbereitungen. In Szene gesetzt wurden vier verschiedene Zimmerarten, zwei Veranstaltungsräume zu verschiedenen Tageszeiten und die gemütliche Terrasse. Und dann war da noch die berühmte Küchenparty

Hier gibt es die ganze Geschichte der Küchenparty mit noch mehr Fotos.

Und hier die Reportage auf Twitter.

Ansonsten haben wir mit klopfendem Herzen unser neues Walz-Mobil bestellt, was Ende Januar geliefert werden soll. Wir sind jetzt schon ganz aufgeregt. Tja und sonst war diese Woche mal recht ruhig. Der obligatorische Anruf beim Finanzamt, weil die wieder mal was durcheinander gebracht haben. Warum muss ich dafür eigentlich immer meine Zeit verschwenden? Dann noch die normale Bürokratie mit Steuern machen und so was. Und es trudeln die ersten Buchungen für 2017 ein… s. unsere Tourdaten Achims Männerschnupfen ist zurück gekehrt und meine Bizeps-Sehnen-Reizung plagt mich auch immer noch. Der ganz normale Wahnsinn also… Alle Fotos © Waltzing Meurers
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