In Mülheim waren wir bereits schon einmal und haben dort jede Menge Bildmaterial produziert und Social Media ausgetestet. Die Fotos werden für den neuen Webauftritt gebraucht und da wir beim letzten Mal nicht alle Bereiche abdecken konnten, standen jetzt verschiedene Themen an, von denen noch Bildmaterial benötigt wurde.

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In Sachen Social Media hatten wir bei unserem letzten Aufenthalt festgestellt, dass es schon eine rege Gemeinschaft gibt und viele Leute in und um Mülheim kräftig twittern, auf Instagram posten und fleißig bei Facebook agieren. Neue accounts bei Twitter und Instagram waren bereits angelegt, aber noch nicht benutzt.

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Die Wunschliste für Fotos war lang und – wie fast immer bei Destinationen – wünscht man sich auch belebte Szenen. Allerdings sind wir gerade in die Zeit geraten, bei der das neue Datenschutzgesetz nach einer Übergangsfrist in Kraft getreten ist. Demnach waren wir alle unsicher, wie es in Zukunft mit Bildern und dem Thema “Beiwerk” sein wird. Wir haben dann gemeinsam beschlossen, wie bisher vorzugehen und bei den Hauptpersonen im Foto mit Models zu arbeiten und bei dem Thema “Beiwerk” wie bisher zu verfahren.

Freiwillige

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Models heißt in dem Fall nicht professionelle Models über eine Agentur gebucht sondern freiwillige, die in irgendeinem Bezug zur Destination oder zum Thema stehen. Wir mögen es gerne, wenn die Personen auf den Bildern nicht zu stark zurechtgemacht sind sondern so auftreten, wie sie im normalen Leben auch gekleidet oder frisiert sind. Die verschiedenen Freiwilligen wurden von der Destination gesucht und organisiert und waren dementsprechend auch Zielgruppengerecht ausgesucht.

Wir hatten einen sehr hohen Anteil an solchen Modelshootings und haben für uns selber wieder einiges gelernt, was wir in Zukunft in der Arbeit mit Menschen anwenden werden:

Wechselkleidung

Mir ist aufgefallen, da ich selber oft als ‘Model' fungiere, dass ich auf vielen Bildern in zum Beispiel einer Broschüre, das gleiche anhabe. So haben wir die Freiwilligen gebeten, Kleidung zum wechseln mitzubrigen. Jacken oder ein Tuch oder eine Kappe oder einen Hut, so dass besonders in Gruppenaufnahmen schnell ein anderes Bild entsteht, wenn alle Jacken anhaben oder eben die Farben der Kleidung variieren. Auch ich selber werde in Zukunft mehr darauf achten, verschiedene Accessoires oder Requisiten mitzunehmen und im Laufe eines Tages zu variieren.

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Zeit und Absprachen

Einigen Models war nicht klar, wie lange so ein Fotoschooting dauert oder, dass man Szenen wiederholen muss. Da werden wir in Zukunft mehr drauf achten, dass von Vornherein die Zeitspanne gut bemessen wird und auch entsprechend kommuniziert wird. Da müssen wir auch drauf achten, dass die Zeitschätzung an die Freiwilligen weiter gegeben wird. Sonst werden sie vor Ort unleidlich, wenn sie dachten so ein Bild dauert ja nur fünf Minuten und sind aber eine Stunde gebunden und müssen mehrmals die gleiche Szene stellen.

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Papierkram

Nicht nur seit der neuen Datenschutzverordnung braucht man von jeder Person, die fotografiert wird, ein schriftliches Einverständnis. Das Einholen der Unterschriften braucht vor Ort auch eine gewisse Zeit, ist aber unerlässlich. Bei Kindern sollte man sich das Einverständnis aller Erziehungsberechtigen geben lassen. Auch hier haben wir schon erlebt, dass die Mutter das Fotoshooting ihres Kleinen cool fand, aber der Vater das partout nicht wollte und umgekehrt. Schließlich erscheinen die Bilder nicht in der Zeitung sondern werden für Werbemaßnahmen eingesetzt. Und so findet man sich oder Familienmitglieder schon mal auf einer Litfasssäule oder einem Plakat wieder.

Ausreichend Formulare, Kugelschreiber und Klemmbretter oder ähnliche Unterlagen sollten  wie ausreichend Zeit zum Ausfüllen unbedingt mit eingeplant werden.

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Einstimmung

Was wir bemerkt haben, ist dass wir zusammen mit dem Auftraggeber zu sehr in unserer Arbeitshaltung waren und vor Ort sofort in den Arbeitsprozess eingestiegen sind. Hier haben wir uns vorgenommen, in Zukunft den Einstieg sanfter zu gestalten und vielleicht bei einem Kaffee kurz zusammen zu sitzen und zu klären, um was es geht, was von den Agierenden erwartet wird und wie das Shooting ablaufen wird. Vor allem, wenn wir es nicht mit  Profis zu tun haben sondern mit Menschen, die selten vor der Kamera und da dann auch noch im Mittelpunkt stehen.

Belohnung

Ein professionelles Model wird selbstverständlich für die Arbeit bezahlt, aber auch für die Fans von Destinationen oder Themen sollte immer auch eine Art der Belohnung vorhanden sein. Hier bieten sich Freikarten, Give-aways, oder auch Naturalien an.

Leibliches Wohl

Egal wie lange das Shooting dauert, es sollte immer Zeit für einen Kaffee sein (s. Einstimmung). Natürlich braucht man auch Getränke und Snacks vor Ort. Nach dem Shooting kann man auch gemeinsam einkehren und die Akteure zum Kaffee und Kuchen oder einem Essen einladen.

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Organisation

Bereits im Vorfeld muss man sich Gedanken machen, was man genau darstellen will und wie und wo. Beispiel Thema Stadtführung. Hier ging es nicht nur darum eine Stadtführung auf einem Bild zu bannen sondern es ist auch wichtig diese zu verorten. Es macht auch keinen Sinn, die Stadtführung einfach ablaufen zu lassen und dabei Fotos zu machen. Das wird nicht gut gehen. Menschen verdecken sich, stehen im Weg, der Hintergrund passt nicht, man muss warten, bis andere Menschen vorbei gegangen sind, der Lieferwagen oder der Linienbus fährt gerade vorbei usw. Störungen gibt es viele.

Also muss man die Szene wie ein Regisseur gestalten. In Mülheim sind wir sogar mit einem Bus die verschiedenen Stationen abgefahren. Aber auch am Tag des Shootings haben wir noch Locations vertauscht, wegen der Lichtsituation. Wenn alles im dunklen Schatten liegt, macht es auch keinen Sinn dort zu fotografieren. Also einerseits eine sehr gute Planung und Organisation und andererseits eine gewisse Flexibilität sind wichtig.

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Spontanität

Und manchmal muss man einfach spontan sein und die Leute, die einem gerade über den Weg laufen ansprechen. Natürlich hatten wir die Einverständniserklärung oder Model-Release-Vertrag dabei und haben alles entsprechen schriftlich festgehalten. Aber auch so sind zum Teil wunderbare Bilder entstanden, die in Zukunft für Marketingzwecke und Werbung eingesetzt werden können.

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Social Media

Zum Thema Twitter, Instagram und Co. haben wir die Accounts übernommen und erst einmal gesucht, was in der Region passiert. Hierfür haben wir nach bestimmten Hashtags und Begriffen gesucht, aber auch zum Beispiel auf Twitter die Suche “in der Nähe” genutzt. Allen, die in der Destination und angemessene Dinge posten, sind wir zunächst einmal gefolgt. Viele folgen dann – auch heute noch – zurück. Das ist zeitaufwendig und muss regelmäßig wiederholt werden, gibt einem aber einen guten Überblick, was sich in der Destination tut und wer so alles auf den verschiedenen Kanälen unterwegs ist.

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Kuratieren

Natürlich haben wir auch interessante Dinge geteilt. Stichwort: Kuratieren. Bilder und interessante Veranstaltungshinweise oder auch einfach lustige Sachen haben wir entsprechend retweeted, reposted oder geteilt. Und wir haben zeitnah auf Fragen geantwortet. Auch wenn wir selber erstmal woanders nachfragen mussten. So haben wir in zwei Wochen eine gute Grundlage an Followern geschaffen.

Die Community ist rege und stolz auf die Region und hat liebend gerne Tipps gegeben und Wissen mit uns geteilt. So haben wir Sehenswürdigkeiten entdeckt, die bisher kaum einer kannte.

Social-Media-Walk

Am Ende unseres Aufenthaltes haben wir einen Social-Media-Walk veranstaltet und dabei ein Tweetup, einen Instawalk und einen Photowalk kombiniert. Für einige Teilnehmer war es die erste Veranstaltung dieser Art und andere waren schon regelmäßige Instawalker und haben sich riesig gefreut, hier Kontakt zu der Destination zu bekommen und Ansprechpartner kennen zu lernen.

Der Wunsch, einmal einen Instawalk in Mülheim zu veranstalten bestand schon länger, aber man wusste nicht, an wen man sich wenden sollte. Beim anschließenden Treff im Biergarten konnte man sich untereinander kennen lernen und vernetzen. Wir haben gelernt, dass eine Destination unbedingt, die Bereitschaft zu solchen Veranstaltungen bekannt machen und Ansprechpartner benennen und veröffentlichen sollte. Manchmal liegt einem ein Schatz zu Füßen und man muss ihn nur heben.

Fotoausstellung Camera Obscura

Schließlich hatte Achim noch eine Fotoausstellung mit Reisebildern in der Camera Obscura. Der Kontakt und die Idee zu dieser Ausstellung war bei unserem letzten Aufenthalt entstanden.

Vom Tannheimer Tal hatten wir zwei Tage Zeit für die Anreise nach Mülheim. Sehr gut. Denn an diesem Wochenende war Verkehrschaos angesagt, weil einige Bundesländer Ferienbeginn hatten.

Impressionen aus Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet , NRW by Achim Meurer.

Trotzdem sind wir gut durchgekommen und relativ weit gefahren. Bis in die alte Heimat. Wir waren bei unserem Lieblingsitaliener und haben uns einen netten Schlafplatz gesucht. Noch einen kurzen Besuch gemacht und schon ging es weiter nach Mülheim, wo wir unsere Ferienwohnung bezogen haben. Da gab es einige Überraschungen. Aber ich brauche ja Futter für mein Buch…

Am Nachmittag war schon gleich die Programmbesprechung. Alles war ziemlich gut dank unserer Checkliste vorbereitet. Neu war eine erste Erkundungsfahrt gleich im Anschluss an die Besprechung.

Vielleicht sollten wir das mit aufnehmen. Bei dieser Rundfahrt konnten wir viele Fotopunkte sofort ausschließen, weil sie eingerüstet waren oder grade nicht zugänglich oder nicht in einem optisch guten Zustand oder oder oder. Gründe gab es viele.

Bei den Motiven, die als gut befunden wurden, konnten wir schon die Zeit zum Fotografieren festlegen. Gelernt haben wir: Wir müssen bei jedem Punkt wirklich aussteigen und die Location besichtigen. Dann hätten wir uns in der Woche noch ein oder zwei Anfahrten sparen können. Aber unter dem Strich hat uns diese Stadtrundfahrt doch sehr viel Zeit eingespart. Wir werden das sicher noch mal ausprobieren.

 

Wir wurden auch sehr gut betreut mit einer WhatsApp-Gruppe, die unglaublich schnell reagiert hat und sofort Hilfestellungen und Lösungen parat hatte. Zwar waren alle Leistungspartner vorab über unser Vorhaben informiert worden, aber einige übereifrige Mitarbeiter gibt es immer, die dann eine schriftliche Genehmigung sehen möchten. Manchmal haben wir ja auch tatsächlich so ein Schreiben mit dabei. Hier allerdings nicht. Aber es klärte sich alles schnell auf.

Auch sehr spontane Aktionen waren möglich, wie: „Können wir morgen Abend auf den Rathausturm?“. Also vielen Dank noch mal an alle aus dem Team, die so schnell und so flexibel reagiert und mitgedacht haben!

Schwierig waren – wie immer – Motive mit Menschen. Diese Fotos sind ja immer eine rechtliche Gratwanderung und wir machen die eigentlich immer mit Models und Modelrelease-Verträgen. Aber gewünscht werden sie recht häufig.

 

Wir hatten einen tollen Pressetermin mit der lokalen Zeitung NRZ und dabei ist ein sehr schöner Artikel entstanden:

Mit leichtem Gepäck durch die Welt”

Impressionen aus Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet , NRW by AchimMeurer.com .

Udo Gottschalk, Fotograf für die WAZ/NRZ, während des Pressetermins auf der alten Eisenbahnbrücke in Mülheim a.d.R.

Auffällig war, dass in Mülheim twitter sehr gut funktioniert. Wir bekamen Einladungen über twitter, Informationen und eben die lokale Presse ist auch über twitter auf uns aufmerksam geworden. Das hat richtig Spaß gemacht. Das hätten wir gerne öfters. Der Hashtag lautet übrigens: #MHruhr

Unsere Ferienwohnung hatte eine Waschmaschine, was wir ja dann immer gerne ausnutzen und mal viel durchwaschen. Achim hat ein paar mal gekocht, nachdem auch entsprechendes Equipment zur Verfügung gestellt wurde und so war es insgesamt eine angenehmen Woche mit keinen großen Höhen oder Tiefen oder irgendwelchen Katastrophen.

Und hier unsere Woche in Mülheim zum Nachlesen:

Mülheim – Eine Sammlung von Kleinoden

Unsere Twitter-Live-Reportage aus Mülheim

Die Woche in ein paar Zahlen:

  • 1044 Fotos gemacht
  • 362 Fotos abgegeben
  • 142 Tweets
  • 989 Wörter im Blogpost
  • 8 Überstunden

 

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Mülheim an der Ruhr; ein Teil vom Ruhrgebiet und doch auch wieder nicht. Jedenfalls nicht von dem Ruhrgebiet, was immer noch in den Köpfen der Leute ist. Das dunkle, das dreckige, das laute Ruhrgebiet. Mülheim war eine der ersten Städte, die sich gewandelt hat. Hin zum Grün. Aber nicht einfach nur grün, sondern auch gemütlich und ruhig.

Impressionen aus Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet , NRW by Achim Meurer.

Da gibt es riesige Parks mit alten Bäumen und schönen Wegen. Aber auch große Wiesen. Manchmal gibt es Skulpturen oder auch einen Rosengarten mit Wasserspielen. Für die kleinen gibt es Spielplätze und alles wird rege genutzt.

Impressionen aus Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet , NRW by AchimMeurer.com . Impressionen aus Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet , NRW by Achim Meurer. Fahrradtour Mülheim - Kettwig - Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet, NRW by AchimMeurer.com .

Grün sind auch die Ruhrinseln und die Ruhrpromenade. Überall üppiges grün. Zum Teil sind die Ufer so stark bewachsen, dass man den Fluss gar nicht mehr sieht. Aber dann blitzt er doch wieder hervor und man kann zugucken wie er träge dahin fließt.

Wir haben uns Fahrräder geliehen und sind auf der einen Ruhrseite bis nach Essen Kettwig gefahren. Mit dem Radwegesystem innerhalb der Stadt sind wir selber zwar auf die schnelle nicht zurecht gekommen, aber man ist auch ganz schnell aus dem Stadtverkehr heraus und auf dem Land. Ja genau. So richtig auf dem Land.

Nach dem Stadtverkehr sind wir entlang der Promenade geradelt, am Wasserbahnhof vorbei und dann am Wehr ein kleines Stück über die Straße, um dann durch ein grünes Tor auf dem Leinpfad zu landen.

Fahrradtour Mülheim - Kettwig - Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet, NRW by AchimMeurer.com . Fahrradtour Mülheim - Kettwig - Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet, NRW by AchimMeurer.com .

Auf dem alten Weg, an dem die Schiffe mit Pferden über den Fluss gezogen worden. Heute bewegen sich auf dem Leinpfad Fußgänger, Radfahrer und Spaziergänger und genießen die herrliche Natur. Nicht im Speckgürtel, sondern in den Außenbereichen mit ganz kleinen süßen Dörfern, großen Bauernhöfen, Gutshöfen oder Reiterhöfen und jede Menge Feldern. Einzig die Autobahnbrücke erinnert daran, dass man im Ruhrgebiet ist.

Fahrradwege führen gut beschildert durch die Ruhrauen oder direkt an der Ruhr entlang. Ab und zu gibt es eine Einkehrmöglichkeit. Die Dörfer sind klein und überschaubar. Es gibt eine Kirche mit Friedhof, vielleicht ein Café, einige lauschige Campingplätze, ein Hotel, viele Fachwerkäuser und ein paar Kunstwerke oder Skulpturen.

Fahrradtour Mülheim - Kettwig - Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet, NRW by AchimMeurer.com . Fahrradtour Mülheim - Kettwig - Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet, NRW by AchimMeurer.com . Impressionen aus Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet , NRW by AchimMeurer.com .

Immer wieder mussten wir anhalten und den Blick genießen. Und natürlich Fotos machen.

Fahrradtour Mülheim - Kettwig - Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet, NRW by AchimMeurer.com .

Aber trotzdem waren wir schwups in der Altstadt von Kettwig. Absolut malerlisch. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Überall Fachwerkhäuser. Alte handgeschnitzte Türen, Kopfsteinpflaster. Der Ententümpel voller Grütze. Darin schwimmen zwei Blesshühner. Der Rundgang durch die Altstadt dauert nicht lange. Vielleicht noch einen Kaffee – oder in einem der Restaurants mit Aussichtsterrasse etwas essen und dann langsam zurück. Alles gemütlich. Alles gemächlich.

Wer nicht wandern oder rad fahren möchte, kann mit dem Schiff fahren. Die Boote der weißen Flotte gleiten auch gemächlich dahin. In Kettwig wird gewendet und es geht wieder zurück zum Wasserbahnhof.

Alles ist überschaubar. Alles ist gemächlich. Keiner hetzt, keiner hupt ungeduldig. Jeder hat Zeit für einen kleinen plausch. Die Menschen sind hilfsbereit. Als bei unserem ausgeliehenen Fahrrad eine Schraube locker war, haben wir zwei Herren in ihren Vorgärten angesprochen, ob sie zufällig Werkzeug hätten. Beide verschwanden in ihren Garagen und Werkstätten und einer kam dann mit dem richtigen Schlüssel zurück. Auch nachdem die Schraube schon lange wieder fest saß, standen wir noch da und haben uns unterhalten. Kein Stress! Die Ruhr fließt schließlich auch ganz langsam.

Fahrradtour Mülheim - Kettwig - Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet, NRW by AchimMeurer.com .

Mülheim hat keine großen Sensationen. Kein „weltweit erstes X“ oder „Deutschlands längstes Y“ oder „Europas schönstes Z“. Nichts davon. Und muss vielleicht deswegen auch nicht marktschreierisch laut sein. Mülheim ist die Stadt der Kleinode. Und die kann jeder für sich entdecken. Beim Bummeln durch die Innenstadt. Alle Geschäfte befinden sich zwar in einem riesigen Einkaufszentrum, dafür gibt es draußen, nette kleine Cafés unter Baumreihen. Die Straßen und Plätze sind breit und nach 18 Uhr darf man hier in der Fußgängerzone Fahrrad fahren. Kein Stress!

Als Besucher muss man keine Angst haben, am Ende doch irgendwas tolles verpasst zu haben. Es gibt keine Liste an Sehenswürdigkeiten, die man gesehen haben muss, keine Attraktionen, die so viel Eintritt kosten, dass man eine Gästekarte braucht, mit der alles etwas günstiger wird.

Impressionen aus Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet , NRW by Array.

Die richtigen Kleinode kosten nichts. Wie etwa die Ruhrpromenade entlangschlendern auf einer Bank sitzen und die Seerosen bewundern, den Gänsen zuschauen oder dem ein oder anderen Künstler, der entlang des Weges sitzt über die Schulter schauen und kleine Kunstwerke bewundern.

Fahrradtour Mülheim - Kettwig - Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet, NRW by AchimMeurer.com . Fahrradtour Mülheim - Kettwig - Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet, NRW by AchimMeurer.com . Impressionen aus Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet , NRW by Array.

Im Stadthafen auf den Stufen sitzen und den Sonnenuntergang bewundern. Oder zugucken, wie andere gemächlich Tretboot fahren. Die Wasserfontäne vor der Stadthalle bewundern und beobachten wie sie im Wind ihre Form verändert. Am Wasser sitzen und den Schwänen nachgucken. Sein Glück beim Angeln probieren. Das mitgebrachte Picknick verzehren. Auf der Bank sitzen und sich unterhalten.

Zum Schloß gehen und im angrenzenden Park rasten. Die Kinder spielen auf dem Spielplatz. Die Jugendlichen haben einen Ball oder andere Sportgeräte mitgebracht. Abends gibt es LED-Lampen statt Lagerfeuer.

Und selbst größere Veranstaltungen wie der KULI-Treff oder Konzerte in Parks oder an der Freilichtbühne verursachen keinen Stress. Kein Verkehrsstau. Keine Menschenmassen, die den Weg versperren. Keine Sonderzüge oder Sonderbusse oder extra Straßenbahnen. Kein fünf mal um den Block fahren, um einen Parkplatz zu ergattern. Kein Stress!

In Mülheim kann man gut Auto fahren – ohne Staus. Man findet eigentlich immer einen Parkplatz und der kostet dann nicht viel. Wir haben zum Beispiel an der Delle geparkt – mit Parkwächter, der den Parkzettel ausgiebt und bei der Ausfahrt kassiert. Hier kostet die Stunde einen Euro. Ab 18 Uhr parkt man an vielen Stellen gratis. Man muss auch nicht lange einen Parkplatz suchen und in vielen Straßen gibt es gratis Parkplätze.

Aber man kann in Mülheim auch sehr sehr viel zu Fuß machen. Die schönsten Sachen sind gut per pedes zu erreichen. Vom Bahnhof zum Wasserbahnhof oder zum Stadthafen, ins Museum oder in den Park, zur Stadthalle oder zum Schloß Broich. Alles keine großen Entfernungen.

Sonnenuntergang - Impressionen aus Mülheim a.d. Ruhr, Ruhrgebiet , NRW by Array.

Abends wird es schnell ruhig. Viele Cafés und Restaurants schließen früh. Die Menschen verschwinden in ihren Häusern. Plätze und Straßen sind leer. Keine Partymeile, keine Partys oder Events. Nichts zu verpassen. Nur ganz viel zu entdecken und zu erspüren. Mülheim.

Alle Fotos © DieMeurers

Weitere Impressionen

Camera Obscura

Innenstadt Mülheim

Mülheim Ortsteile

Essen Kettwig

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Im Hotel Pfeffermühle waren wir schon letztes Jahr untergebracht, als wir unsere Tour durch Nordrhein-Westfalen gemacht haben. Und da das Hotel einiges umgebaut hat und auch an einem neuen Webauftritt arbeitet, war es Zeit für neue und professionelle Fotos. Einige Zimmerkategorien mussten fotografiert werden, aber auch die Tagungsräume und die Räume für Festlichkeiten.

 

Obwohl unser PDF-Dokument zur Vorbereitung oft nicht gelesen wird, oder aber gelesen wird und nicht wirklich ernst genommen wird, was darin steht, hat das hier dieses Mal ziemlich gut funktioniert. Und dank perfekter Vorbereitung konnte nicht nur jeweils sofort mit dem Foto-Shooting begonnen werden sondern es konnten auch vor Ort Entscheidungen und Absprachen getroffen werden. Und es blieb sogar noch Zeit für ein paar Food-Aufnahmen in der Küche. Hier wird nämlich einiges noch selbst gemacht. Das Eis, aber auch die Nudeln und sogar der Lachs wird hier selbst geräuchert.

 

Für mich selber gab es jetzt nicht so viel zu tun, weil eineTwitter-live-Reportage über Hotelzimmerfotografie über eine ganze Woche nicht wirklich interessant ist und auch kein Blogpost gewünscht wurde. Ich konnte mich daher anderen Sachen widmen, die auch mal gemacht werden mussten und zur Kategorie “Büroarbeit” gehören, wie Visitenkarten einscannen und Kontakte von Messen anlegen und einige bürokratische Dinge klären. Einzig das Feedback-Protokoll mit Fotodokumentation war für das Hotel. Es sind ja fast immer die gleichen Dinge, die einem Auffallen. Mehr darüber bald in meinem Buch…

Allerdings gab es auch einen Schreckmoment. Bei einem Gewitter hat nämlich der Blitz eingeschlagen. Das war ganz schön laut. Glücklicherweise ist unseren Geräten nichts passiert. Nur das WLAN ist für einen Tag ausgefallen, was für uns zwar blöd ist. Aber gut, dass nicht mehr passiert ist.

Aber ich habe auch mal wieder ein paar Kleinigkeiten verschickt und so kam es ganz spontan zum Besuch der Namensgeberin von unserem Wagen Matilda. Gerlinde war nämlich just an dem Tag, als unser Päckchen bei der Familie ankam in Siegen und kam sofort vorbei. Und wir haben die Gelegenheit genutzt und Matilda standesgemäß getauft. Die spontanen Dinge sind doch oft die Besten.

Taufe Matilda

Heute war es dann endlich soweit – wir haben Matilda getauft. Zusammen mit der Namensgeberin Gerlinde haben wir sie mit einem Piccolo getauft. Möge sie uns lange begleiten 🚗

Gepostet von DieMeurers am Samstag, 17. Juni 2017

 

Bis zum nächsten Auftrag im Hotel Weinbergschlösschen gab es noch zwei freie Tage. Und wir haben beschlossen nicht nur meine Eltern noch kurz zu besuchen sondern auch den tollen Wohnmobilplatz vom Burgstadthotel zu testen. Jetzt haben wir ja auch fast ein Wohnmobil. Und dieser Campingplatz fühlt es sich wirklich sehr sehr angenehm an. Abends herrscht dort eine himmlische Ruhe. Bei der Gelegenheit haben wir auch erfahren, dass es bald eine Neuigkeit geben wird im Burgstadthotel. Ihr dürft gespannt sein.

Camping-Burgstadt-Kastellaun by .

 

Treffen-mit-Anja-und-Heiko-Kastellaun by .

Und es war noch Zeit für ein spontanes Treffen mit Anja Wendling. Leider mussten wir den Aufenthalt in Kastellaun mangels schneller Datenverbindung abkürzen, weil Achim ein Webinar geplant hatte und so sind wir schon nach einer Nacht Richtung Rhein gefahren.

Was für eine tolle Woche!

Alle Fotos © DieMeurers, Achim Meurer

Direkt nach dem Hotel zur Post in Bonn-Beuel sind wir noch etwas in der Gegend geblieben, weil wir keine Anschlussbuchung hatten.

Da mir am Sonntag ein Stück von eine Zahnfüllung abgebrochen war, ging es erst Mal Richtung Zahnarzt. Die hatten an einem Montag natürlich keinen Termin mehr frei, aber zwei Tage später sollte ich dann gleich zwei neue Füllungen bekommen. Aber der Reihe nach:

Matilda

Zunächst haben wir in Büllesfeld Fotos von Matilda – unserem Walzmobil – gemacht. Hier sind übrigens auch einige der Bilder vom Petervan entstanden.

Unser neues Walzmobil: Matilda - Ford Transit Custom by Array.

 

MEETCologne

Dann waren wir noch auf einer sehr interessanten Veranstaltung: MEETCologne. Hier haben sich Tagungs- und Eventveranstalter präsentiert und wir habe einige Leute wieder getroffen, die wir bereits von anderen Veranstaltungen kannten und wir haben viel erfahren über verschiedene Regionen. Da war einiges Neues und Überraschendes dabei. Und wir haben sehr viel Ideen, Kontakte und kleine Geschenke mitgenommen. Es war ein sehr schöner Abend in einem schönen Ambiente und das Essen vom Caterer war überraschend gut!

 

LAC Labs

Dann haben wir noch für einen alten Schulkollegen von Achim, Tobi Hoff von LAC Labs Produktfotos von seinem neuesten Produkt gemacht. Wir hatten einen Riesenspaß. So schade, dass es kein Video von dem Part gibt, wo es darum ging, Regen zu machen. Ihr würdet Euch schlapp lachen. Es war auf jeden Fall feucht-fröhlich. Aber das Ergebnis kann er auf jeden Fall vorzeigen.

 

Wir haben noch mal unsere Eltern besucht und dann ging es auch schon Richtung Vinocamp. Dazu gibt es einen eigenen Bericht.

Für die Wochen 95 und 96 sind wir dann gleich in Bonn geblieben…

Das Hotel zur Post in Bonn-Beuel, ein familiengeführtes Hotel in fünfter Generation, brauchte dringend neue Hotelfotos. In den letzten Jahren wurde viel investiert und so gab es jede Menge Hotelzimmer und Veranstaltungsräume in verschiedenen Situationen zu fotografieren, um zu zeigen, wie die Räumlichkeiten nach den Umbauarbeiten aussehen. Schön, oder?

Wir waren im Apartmenthaus untergebracht und haben es genossen, nach den Shootings an den Rhein zu gehen und dort Muscheln zu sammeln. Ja, es gibt Muscheln im Rhein. Wir haben auch den Sonnenuntergang genossen, den Bücherschrank aufgesucht und Eis gegessen. Es ist schließlich Frühling!

Wir waren auch mal wieder in der Küche vom Restaurant und haben zugeguckt, wie Reibekuchen – oder Rievkooche, wie man hier sagt – gemacht werden. Und wir haben ein weiteres traditionelles Gericht dokumentiert: Rinderroulade mit Rotkohl und Klößen.

Darüber hinaus haben wir noch eine Social Media Sprechstunde veranstaltet und umfassendes Feedback zu Hotel und Restaurant gegeben.

Monika bei der Beratung in Sachen Social Media im Hotel zur Post in Bonn by AchimMeurer.com .

 

Wir haben eine Session über das Digitalnomadentum auf dem Webmontag Bonn gehalten und wir haben viele viele Leute getroffen. Alte Schulfreunde von Achim und Bandkollegen und Studienkollegen und seine Patenkinder und natürlich unsere Eltern und seinen Bruder und Kollegen, die wir auf Barcamps kennen gelernt haben. Diese Wochen waren voll von Terminen und Treffen. Eine tolle Sache. Irgendwie müssen wir das hinkriegen, dass wir auch an anderen Orten Leute treffen. Jemand eine Idee??

Ich habe mich weiter um meine Schultern gekümmert und in Bonn noch eine weitere Therapeutin aufgesucht. Und dann haben wir das Vinocamp in Rheinhessen entdeckt. Da freuen wir uns sehr drauf. Ein Wochenende rund um Wein… Wir werden auf jeden Fall berichten.

Hier könnt Ihr die zwei Wochen auf twitter nachlesen.

Jetzt haben wir erstmal eine buchungsfreie Zeit und werden uns um einige Projektideen kümmern, die schon lange schlummern und darauf warten, umgesetzt zu werden. Aber Ihr könnt uns natürlich auch gerne buchen